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Admiral der Kleinkampfverbände

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Dienststelle Admiral der Kleinkampfverbände
Die Dienststelle des Admirals der Kleinkampfverbände (A.d.K.) wurde im April 1944 zur zentralen operativen und administrativen Führung der Kleinkampfmittel der Kriegsmarine geschaffen. Unter dem Kommando von Vizeadmiral Hellmuth Heye bündelte die Dienststelle die Verantwortung für sämtliche unkonventionellen Seekriegsmittel, darunter Kleinst-U-Boote, bemannte Torpedos, Sprengboote und Kampfschwimmer. Ziel war die effektive Koordination dieser Spezialstreitkräfte zur Abwehr der alliierten Invasion und zur Störung gegnerischer Versorgungswege in den Küstenvorfeldern.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Im April 1944 zur Führung der Kleinkampfmittel aufgestellt; unterstand direkt dem Oberkommando der Kriegsmarine (OKM).
Standort: Der Stab lag in Timmendorfer Strand und führte die Tarnbezeichnung „Strandkoppel“. Von hier aus wurden die weltweiten K-Einsätze gesteuert.
Struktur: Dem Admiral unterstanden die eigens gebildeten K-Stäbe und K-Divisionen in den jeweiligen Einsatzgebieten (z.B. Niederlande, Norwegen, Mittelmeer).
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 wurde die Dienststelle aufgelöst; das Personal und die verbliebenen Kleinst-U-Boote gerieten in alliierte Gefangenschaft.
Spezifische Merkmale
Führungsstab: Vizeadmiral Hellmuth Heye prägte als Admiral der Kleinkampfverbände die taktische Entwicklung und den massierten Einsatz der neuen Waffensysteme.
K-Divisionen: Organisation der Verbände in spezialisierte Divisionen, die je nach Waffentyp (z.B. Seehund, Biber, Molch) oder Einsatzraum gegliedert waren.
Geheimhaltung: Verwendung von Codenamen wie „Strandkoppel“ für den Stab und „Dorfkoppel“ für Lehrkommandos zur Verschleierung der neuen Kampfmittel vor der gegnerischen Aufklärung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kleinst-U-Boote: Die Dienststelle koordinierte den Bau und Einsatz der Kleinst-U-Boote (Typ XXI/XXIII-Technik-Transfer), um die konventionelle U-Boot-Waffe im Küstenbereich zu entlasten.
Personalpool: Ein Großteil der Offiziere und Spezialisten des Admirals der Kleinkampfverbände stammte aus der erfahrenen U-Boot-Waffe.
Taktik-Symbiose: Die Ausbildungsgruppe für Front-U-Boote (AGRU-Front) arbeitete eng mit den K-Verbänden zusammen, um das Zusammenwirken im Küstenvorfeld zu optimieren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Grundsatzbefehle zur Aufstellung des Admirals der Kleinkampfverbände und operative Weisungen.
BArch RM 121 Marinelehrgänge: Berichte über die Unterstellung der K-Lehrkommandos unter den Admiral der Kleinkampfverbände.
BArch PERS 6 Personalakten: Unterlagen zur Dienstzeit von Vizeadmiral Hellmuth Heye und seinen Admiralstabsoffizieren im Stab „Strandkoppel“.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Kleinkampfverbände: Organisation und Führung).
Blocksdorf, Helmut „Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Detaillierte Darstellung der Dienststelle und ihrer Stäbe).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Band 2: Der Einfluss der K-Verbände auf die Entwicklung der Kleinst-U-Boote).
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