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Flaklehrgang für Fähnriche

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Datenblatt Flaklehrgang für Fähnriche
Der Flaklehrgang für Fähnriche zur See war eine spezialisierte Ausbildung an der Marineflakschule, die angesichts der wachsenden alliierten Luftüberlegenheit ab dem Jahr 1942 massiv an Bedeutung gewann.
Ausbildungsziel und Standorte
Das Ziel des Lehrgangs war die Befähigung der künftigen Offiziere zur Leitung der Flugabwehr an Bord eines U-Bootes.
Hauptstandorte: Die Ausbildung fand vorrangig an der Marineflakschule I in Swinemünde oder der Marineflakschule II in Dax (Südfrankreich) statt.
Praxis: Ein wesentlicher Teil des Lehrgangs bestand aus Schießübungen auf fliegende Ziele (Schleppziele) an den Küstenartillerie-Schießplätzen der Ostsee.
Lehrinhalte und Waffenkunde
Die Fähnriche wurden an den spezifischen Flugabwehr-Waffen geschult, die auf Booten vom Typ VII C und Typ XXI zum Einsatz kamen:
Waffensysteme: Intensive Ausbildung an der 2 cm Flak 38 (Einzel und Vierling) sowie der 3,7 cm Flak.
Technik: Handhabung der Visiereinrichtungen, Behebung von Ladehemmungen unter Stress und die Koordination des Munitionsnachschubs aus dem Bootsinneren.
Flugzeugerkennung: Ein entscheidender Teil des Lehrgangs war das blitzschnelle Identifizieren von alliierten Flugzeugtypen (beispielsweise Liberator oder Short Sunderland), um die effektive Eröffnung des Feuers und die Wahl der richtigen Munition sicherzustellen.
Taktik der Flugabwehr auf U-Booten
Der Lehrgang vermittelte spezielle taktische Verhaltensweisen für den „Überwasserkampf gegen Flieger“:
Feuerleitung: Der Fähnrich lernte, als Flak-Offizier auf der Brücke die gesamte Flak-Bedienung zu dirigieren.
Zusammenspiel mit dem Kommandanten: Koordination zwischen Ausweichmanövern des Bootes (Zick-Zack-Kurs) und der Abwehrfeuerkraft.
Besonderheit Typ XXI: Bei den modernen Booten vom Typ XXI lag der Fokus auf der Bedienung der in den Türmen integrierten 3 cm Flak-Zwillinge, was eine völlig neue Form der computergestützten Feuerleitung erforderte.
Bedeutung für den Dienstgrad
Nach Abschluss des Lehrgangs fungierte der Offizier an Bord meist als Zweiter Wachoffizier oder Dritter Wachoffizier. Er war für den Zustand der Flak-Waffen und die ständige Einsatzbereitschaft der Flak-Gasten (Mannschaften) verantwortlich.
Quellenangabe
Marine-Dienstvorschrift Nummer 371 (Flakvorschrift für die Kriegsmarine) enthielt die verbindlichen Schießlehren und Ausbildungsvorschriften.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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