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Gruppenführerlehrgang

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Datenblatt Gruppenführerlehrgang
Der Gruppenführerlehrgang war die erste Stufe der Führungsausbildung für angehende Unteroffiziere in der Reichsmarine und Kriegsmarine. Er zielte darauf ab, bewährte Obermatrosen zu befähigen, die Verantwortung für eine Gruppe (ca. 10 bis 12 Mann) in fachlicher und disziplinarischer Hinsicht zu übernehmen.
Ausbildung in der Reichsmarine
In der Reichsmarine war der Lehrgang geprägt von der Eliteselektion. Da die personellen Kapazitäten begrenzt waren, musste ein Gruppenführer ein absolutes Vorbild an militärischer Haltung sein.
Infanteristischer Drill: Der Lehrgangsteilnehmer lernte, Exerzierübungen und Schießausbildungen (Schnittstelle zum Schützenlehrgang) selbstständig zu leiten.
Erziehung und Ordnung: Die Vermittlung der Marine-Dienstvorschrift Nummer 293 (Bordordnung) stand im Zentrum. Der Gruppenführer war verantwortlich für die Disziplin in der Unterkunft und die Vollständigkeit der Ausrüstung seiner Männer.
Praktischer Dienst: Auf Einheiten wie der 1. Minensuchhalbflottille führte er seine Gruppe bei Decks- und Reinigungsarbeiten sowie im Sicherungsdienst als Wachgänger.
Anforderungen in der Kriegsmarine
Mit dem Aufbau der U-Boote wurde der Lehrgang um psychologische und technische Komponenten erweitert.
Menschenführung unter Belastung: Der Gruppenführer wurde darauf vorbereitet, seine Männer auf engstem Raum unter dem Stress von Wasserbombenangriffen oder langen Feindfahrten zusammenzuhalten.
Vorbereitung auf das Unteroffizierskorps: Der Lehrgang war die zwingende Voraussetzung für die Beförderung zum Maat (beispielsweise zum Steuermannsmaat). Er bildete das Bindeglied zwischen den Mannschaften und dem Divisionsoffizier.
Fachliche Aufsicht: Auf U-Booten koordinierte der Gruppenführer die fachlichen Abläufe in seinem Abschnitt, etwa im Signaldienst oder bei der Wartung der technischen Anlagen (Schnittstelle zum Fahrgerät-Lehrgang).
Bedeutung für die Offizierslaufbahn
Für die Seeoffiziere der Fähnrichskompanie (Crews der 1920er und 30er Jahre) war der Austausch mit den Gruppenführern essentiell. Sie lernten während ihrer Zeit als Divisionsoffizier, Aufgaben an diese untere Führungsebene zu delegieren. Ein gut ausgebildeter Gruppenführer war das Fundament für die Disziplin der gesamten Personalreserve.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RM 11 Schiffsstamm- und Ausbildungseinheiten. Direktrecherche Invenio. Enthält Lehrgangspläne und Beurteilungsrichtlinien für Gruppenführeranwärter.
Bundesarchiv, Signatur RM 20 Dienststellen der Reichsmarine. Dokumentiert die Entwicklung der Führungslehrgänge in der Zwischenkriegszeit.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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