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Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Datenblatt Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger
Der Kleinkampfmittelstützpunkt Stavanger (gelegentlich als Teil der „K-Flottille“ geführt) war ein strategisch wichtiger Stützpunkt für die Kleinkampfverbände der Kriegsmarine im besetzten Norwegen. Er diente als operative Basis für Angriffe auf alliierte Geleitzüge und zur Absicherung der norwegischen Westküste.
Historischer Werdegang und Auftrag
Aufstellung: Die Einrichtung von K-Stützpunkten in Norwegen erfolgte verstärkt ab 1944, um der drohenden alliierten Invasion und den Vorstößen in die norwegischen Gewässer zu begegnen.
Waffensysteme: In Stavanger wurden primär Kleinst-U-Boote vom Typ Biber und später Seehund sowie bemannte Torpedos (Marder) bereitgestellt.
Aufgabe: Durchführung von Nadelstichangriffen gegen alliierte Flottenverbände und Sicherung der Küstenlinie. Stavanger bot durch seine geografische Lage in den Fjorden exzellente Tarnmöglichkeiten für die kleinen Einheiten.
Unterstellung: Operativ unterstand der Stützpunkt dem Kommando der Kleinkampfverbände unter Konteradmiral Hellmuth Heye sowie dem lokalen Seekommandanten Stavanger.
Ende: Nach der Teilkapitulation im Nordwesten (04.05.1945) und der Gesamtkapitulation (08./09.05.1945) stellten die Einheiten in Stavanger den Kampf ein. Die Kleinst-U-Boote (vor allem vom Typ Biber) verblieben in ihren Verstecken in den Fjorden oder an den Kaianlagen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Technologietransfer: Viele technische Lösungen der Kleinst-U-Boote (z. B. Ein-Mann-Bedienung, kompakte E-Maschinen) flossen in die Überlegungen für spätere Kleinst-U-Boot-Serien ein.
Personal: Der Stützpunkt Stavanger wurde oft mit Freiwilligen aus der regulären U-Boot-Waffe und von Absolventen des Lehrkommandos 300 besetzt.
Zusammenarbeit: Die Kleinkampfmittel agierten oft als „Vorposten“ für die im Raum Bergen/Stavanger stationierten Front-U-Boote der 11. U-Flottille.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7-433 ff Kleinkampfverbände der Kriegsmarine. Kernbestand für Einsatzberichte und die logistische Organisation des Stützpunktes Stavanger.
BArch RM 45-III Marinedienststellen in Norwegen. Dokumentiert die lokale Einbindung in die Verteidigung der norwegischen Westküste.
BArch PERS 6 Personalakten. Nachweis für K-Piloten und technisches Personal mit dem Einsatzort Stavanger.
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945. Band 2, Abschnitt Kleinkampfverbände.
Blocksdorf, Helmut Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine.
Matt, Klaus Die bemannten Torpedos der deutschen Kriegsmarine. (Kontext zu den norwegischen Stützpunkten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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