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| Dienststelle
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Küstenbefehlshaber Nordfriesland
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| Die Dienststelle des Küstenbefehlshabers Nordfriesland war eine territoriale Kommandobehörde der Kriegsmarine im Bereich der Marinestation der Nordsee. Sie entstand im Zuge der Mobilmachung 1939 durch Umgliederung des Befehlshabers der Befestigungen der Elbe- und Wesermündung. Der Befehlsbereich umfasste die gesamte nordfriesische Küste sowie die vorgelagerten Inseln (u. a. Sylt, Föhr, Amrum). Hauptaufgabe war die operative Führung der Küstenverteidigung, die Koordination der Marine-Artillerie und -Flak sowie die Überwachung der Seewege vor der schleswig-holsteinischen Westküste. Im Februar 1941 ging die Dienststelle im neu geschaffenen Küstenbefehlshaber Deutsche Bucht auf.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
September 1939; Sitz des Stabes in Husum, später Cuxhaven (als Teil der übergeordneten Struktur).
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| Aufgabe: |
Führung der Marine-Artillerie-Abteilungen (M.A.A.); Sicherung der Inseln gegen Luft- und Seeangriffe; Minenwarndienst; Hafenschutz.
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| Unterstellung: |
Marinestation der Nordsee; operative Zusammenarbeit mit dem Luftgaukommando XI.
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| Ende 1941: |
Auflösung bzw. Verschmelzung zum Küstenbefehlshaber Deutsche Bucht am 14.02.1941 zur Straffung der Verteidigung.
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| Spezifische Merkmale
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| Inselverteidigung: |
Besonderer Fokus auf der „Festung Sylt“ als wichtigstem Vorposten gegen britische Einflüge in die Deutsche Bucht.
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| Artillerie: |
Befehlsgewalt über schwere Küstenbatterien, die den Zugang zu den Elbe- und Wesermündungen von Norden her abriegelten.
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| Führung: |
Besetzung durch erfahrene Admirale (u. a. Konteradmiral Ernst Scheurlen).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Wegesicherung: |
Überwachung der Zwangsweg-Systeme vor der Westküste Schleswig-Holsteins für auslaufende U-Boote aus Hamburg und Wilhelmshaven.
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| Fliegerabwehr: |
Koordination der Flak-Batterien auf den Inseln zur Abwehr von Minenlegern der RAF, die die U-Boot-Routen gefährdeten.
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| Notstützpunkte: |
Sicherstellung der militärischen Infrastruktur in den kleineren Häfen (z. B. Husum, Hörnum) für Sicherungsfahrzeuge der U-Boot-Waffe.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-II |
Küstenbefehlshaber Nordfriesland/Deutsche Bucht: Akten über Verteidigungspläne und Artillerieaufstellungen.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Sicherung der Deutschen Bucht 1939–1941.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Offizieren im Stab des Küstenbefehlshabers Nordfriesland.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation der Nordsee).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Küstenbefehlshaber).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Geschichte und Infrastruktur“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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