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Küstenbefehlshaber westliche Ostsee

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Dienststelle Küstenbefehlshaber westliche Ostsee
Die Dienststelle des Küstenbefehlshabers westliche Ostsee wurde im Zuge der Mobilmachung im August 1939 in Kiel formiert. Sie war die zentrale territoriale Kommandobehörde für die Verteidigung und Sicherung der westlichen Ostseeküste zwischen der dänischen Grenze und Mecklenburg. Der Befehlshaber unterstand dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörten die Marine-Artillerie-Abteilungen, die Hafenschutzflottillen sowie die landgebundenen Sicherungseinheiten im Abschnitt. Am 01.02.1943 wurde die Dienststelle im Zuge einer Umstrukturierung aufgelöst und ihre Aufgaben dem Admiral westliche Ostsee übertragen.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: August 1939 in Kiel; unter Verwendung des Stabes der Inspektion der Marineartillerie.
Aufgabe: Küstenverteidigung; Überwachung der Ostseezugänge (Belte und Sund); Führung der Marine-Flak; Organisation des Hafenschutzes.
Unterstellung: Marinestation der Ostsee; enge Zusammenarbeit mit dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.).
Ende 1943: 01.02.1943 umgewandelt in die Dienststelle des Admirals westliche Ostsee (mit Sitz in Kiel).
Spezifische Merkmale
Führung: Besetzung durch erfahrene Admirale, u. a. Vizeadmiral Johannes Bachmann (1939–1942).
Abschnitte: Unterteilung in die Abschnitte Kiel, Helgoland (zeitweise) und die dänischen Inseln (nach 1940).
Koordination: Überwachung der weitläufigen Minen- und Netzspeerren im Fehmarnbelt und der Kieler Bucht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslaufwege: Der Küstenbefehlshaber sicherte die minenfreien Zwangswegsysteme für U-Boot-Neubauten auf dem Marsch zu den Erprobungsstellen.
Ausbildung: Territoriale Sicherung der Übungsgebiete in der westlichen Ostsee gegen feindliche Luft- und Seeangriffe.
Stützpunkte: Aufsicht über die Hafenkapitäne in den für die U-Boot-Waffe logistisch wichtigen Häfen Kiel, Eckernförde und Neustadt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-II Küstenbefehlshaber westliche Ostsee: Akten über die Organisation, Verteidigungsplanung und Einsatzbefehle.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Sicherung der Ostseezugänge im Westabschnitt.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im Stab des Küstenbefehlshabers westliche Ostsee.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation der Ostsee).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Küstenbefehlshaber).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Geschichte und Infrastruktur des Kriegshafens Kiel“.
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