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| Verband
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Küstenschutzgruppe Ostland
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| Die Küstenschutzgruppe Ostland (im Bereich des Admirals Ostland) wurde nach der Besetzung der baltischen Staaten 1941 formiert. Sie diente der Sicherung der neu gewonnenen Küstenabschnitte in Estland, Lettland und Litauen sowie der Überwachung des Finnischen Meerbusens. Der Verband bestand primär aus requirierten Fischkutter-Einheiten, kleinen Vorpostenbooten und lettisch-estnischen Freiwilligen-Flottillen. Hauptaufgaben waren der Minensuchdienst im Küstenvorfeld, die Abwehr sowjetischer Landungsversuche und die Bekämpfung von See-Partisanen. Mit der Verschlechterung der Frontlage 1944 koordinierte die Gruppe die Sicherung der Rückzugs- und Evakuierungswege über See.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
1941/42 im Zuge der Einrichtung der Marine-Dienststellen im Baltikum; Sitz des Stabes meist in Reval (Tallinn) oder Riga.
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| Aufgabe: |
Seeraumüberwachung; Minenräumdienst; Sicherung der Häfen Libau, Windau und Riga; Küstenpatrouillen; Prisendienst.
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| Unterstellung: |
Admiral Ostland; operativ teils der 9. Sicherungs-Division beigeordnet.
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| Ende 1945: |
Auflösung im Herbst/Winter 1944 nach der Räumung Estlands und Lettlands; Reste gingen im „Kurland-Kessel“ unter oder wurden nach Westen evakuiert.
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| Spezifische Merkmale
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| Freiwillige: |
Einzigartig war die Integration lokaler estnischer und lettischer Besatzungen in die Küstenschutzverbände zur Entlastung deutschen Personals.
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| Kleinkrieg: |
Ständige Gefechte mit sowjetischen Schnellbooten und Flugzeugen in den flachen Gewässern vor der baltischen Küste.
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| Minenkrieg: |
Zentrale Rolle beim Offenhalten der Fahrwasser nach Finnland und bei der Überwachung der Netzsperren ("Walroß").
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunkthilfe: |
Die Küstenschutzgruppe sicherte die Anlaufwege für U-Boote, die Libau (25. U-Flottille) oder Reval als taktische Basen nutzten.
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| U-Abwehr: |
Überwachung der baltischen Küste gegen durchbrechende sowjetische U-Boote aus dem Finnischen Meerbusen.
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| Ausbildung: |
Sicherstellung der Übungsgebiete in der östlichen Ostsee vor dem Eindringen feindlicher Störkräfte.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 35-V |
Admiral Ostland: Akten über die Organisation der Sicherungskräfte im baltischen Raum.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Verteidigung der baltischen Küste und die Räumung 1944.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in den Küstenschutzverbänden des Ostlands.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Bereich Admiral Ostland).
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| Meister, Jürg |
„Der Seekrieg in den osteuropäischen Gewässern 1941–1945“.
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sicherungsverbände im Osten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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