|
|
|
| Datenblatt
|
Sperrlehrgang für Fähnriche
|
|
|
|
|
| Der Sperrlehrgang für Fähnriche zur See befasste sich mit der Seekriegführung mittels Minen und anderen Sperrwaffen. Er war ein Pflichtbestandteil der Offiziersausbildung, da U-Boote der Kriegsmarine regelmäßig für Minenunternehmungen eingesetzt wurden.
|
|
|
|
|
| Zielsetzung und Standorte
|
|
|
| Das Ziel des Lehrgangs war die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die Konstruktion, Handhabung und den taktischen Einsatz von Seeminen.
|
| Hauptstandort: Die Ausbildung fand primär an der Sperrschule in Kiel-Wik statt.
|
| Zuständigkeit: Die Inspektion des Sperrwaffensuchwesens überwachte die Lehrinhalte, um sicherzustellen, dass die künftigen Wachoffiziere Minenfelder sowohl legen als auch (theoretisch) umgehen konnten.
|
|
|
| Lehrinhalte und Waffenkunde
|
|
|
| Die Fähnriche wurden an den verschiedenen Minentypen geschult, die von U-Booten (insbesondere vom Typ VII C und spezialisierten Minenlegern) durch die Torpedorohre ausgestoßen wurden:
|
| Minentypen: Handhabung der TMB (Torpedomine Bauart B) und TMC (Torpedomine Bauart C). Diese Magnetminen wurden wie Torpedos ausgestoßen, sanken aber auf den Grund.
|
| Zündmechanismen: Studium der hochempfindlichen Magnet-, Akustik- und Druckzünder. Ein Schwerpunkt lag auf der Einstellung der Schärfungszeit und der Selbstentschärfungsmechanismen.
|
| Sperrplanung: Berechnung von Minenabständen und Wurflinien, um eine effektive Sperre vor feindlichen Häfen oder in Schifffahrtswegen zu erzeugen.
|
|
|
| Taktischer Einsatz auf U-Booten
|
|
|
| Für U-Boot-Offiziere war dieser Lehrgang entscheidend für verdeckte Operationen:
|
| Verdecktes Minenlegen: Die Fähnriche lernten, wie ein Boot vom Typ VII C unbemerkt in flache Küstengewässer eindringt, um dort Minensperren zu legen.
|
| Gefahrenabwehr: Der Lehrgang vermittelte Wissen über gegnerische Minentypen und Räumverfahren, um das eigene Boot sicher durch feindliche Sperrgebiete zu navigieren (in enger Abstimmung mit den Kenntnissen aus der Navigations-Belehrungsfahrt).
|
| Besonderheit Typ XXI: Obwohl der Typ XXI primär als Angriffs-U-Boot konzipiert war, blieb die Fähigkeit zum Minenausstoß über die sechs Bugrohre ein taktischer Bestandteil der Offiziersausbildung.
|
|
|
| Bedeutung für das Bordleben
|
|
|
| Nach Abschluss des Lehrgangs war der Offizier (oft als Zweiter Wachoffizier) für die korrekte Übernahme, Lagerung und Schärfung der Minen an Bord verantwortlich. Er führte das Sperrpersonal (Sperrgasten) und protokollierte die genauen Abwurfkoordinaten für das Kriegstagebuch.
|
|
|
|
|
| Quellenangabe
|
|
|
| Marine-Dienstvorschrift Nummer 351 |
(Vorschrift für den Sperrwaffendienst) enthielt die technischen Spezifikationen und Sicherheitsvorschriften.
|
|
|
|
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
| >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
|
|
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|