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Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden

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Auszeichnung Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden
Der Leopold-Orden wurde am 08.01.1808 durch Kaiser Franz I. gestiftet und nach seinem Vater, Kaiser Leopold II., benannt. Er war einer der höchsten Verdienstorden der österreichisch-ungarischen Monarchie und wurde für zivile sowie militärische Verdienste um das Kaiserhaus und das Vaterland verliehen. In der k.u.k. Kriegsmarine erhielten ihn vornehmlich Flaggoffiziere (Admirale) und dienstältere Stabsoffiziere. Der Orden war bis 1884 mit einer Erhebung in den Adelsstand verbunden (Ritterklasse: einfacher Adel; Komtur: Freiherrenstand; Großkreuz: Freiherren- oder Grafenstand). Mit dem Ende der Monarchie 1918 wurde die Verleihung eingestellt.
Ordensklassen und Trageweise
I. Klasse: Großkreuz; getragen an der Schärpe (Schulter bis Hüfte) mit achtstrahligem Bruststern.
II. Klasse: Komturkreuz; getragen als Halsorden. Ab 1901 auch mit Bruststern (als Großkomtur).
III. Klasse: Ritterkreuz; getragen am dreieckig gefalteten Band an der linken Brustseite.
Bandfarbe: Scharlachrot mit zwei schmalen, weißen Randstreifen.
Aussehen und Insignien
Form: Rot emailliertes, weiß bordiertes Tatzenkreuz mit goldener Einfassung.
Avers: Mittelschild mit Monogramm „FIA“ (Franciscus Imperator Austriae) und Devise „INTEGRITATI ET MERITO“.
Revers: Inschrift „OPES REGUM CORDA SUBDITORUM“ (Die Macht der Könige [ruht auf] den Herzen der Untertanen).
Zusätze: Kriegsdekoration (grüner Lorbeerkranz) und Schwerter (ab 1916) für militärische Tapferkeit.
Relevanz für die Marine
Führungsebene: Auszeichnung für Admirale und Kommandanten großer Flottenverbände.
Auslandsdienst: Verleihung bei diplomatischen Missionen oder erfolgreichen Auslandseinsätzen der k.u.k. Schiffe.
Prestige: Galt als "Hausorden" und erforderte eine tadellose Offiziersehre und soziale Stellung.
Quellenverweise
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über den Leopold-Orden bei übernommenen k.u.k. Admiralen.
ÖStA / KA Österreichisches Staatsarchiv / Kriegsarchiv: Belohnungsakten der Marineführung.
Literaturverweise
Steiner, Jörg C. „Handbuch der k.u.k. Ordenskunde“.
Gritzner, Maximilian „Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten“.
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