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Reichsmarine: Unterschied zwischen den Versionen

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Reichsmarine war die Bezeichnung der deutschen Marine in der Zeit vom 01.01.1922 bis zum 31.05.1935.
 
 
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Aktuelle Version vom 12. Februar 2026, 17:17 Uhr

Datenblatt Reichsmarine
Die Reichsmarine war die Bezeichnung der deutschen Seestreitkräfte während der Weimarer Republik und der ersten Jahre des Nationalsozialismus (1921–1935). Sie entstand aus der Vorläufigen Reichsmarine und war durch die strengen Auflagen des Versailler Vertrages auf eine Stärke von 15.000 Mann und eine begrenzte Anzahl veralteter Schifftypen beschränkt. Trotz des Verbots von Unterseebooten und Flugzeugen legte sie durch geheime Rüstungsprojekte und eine hochprofessionelle Kaderausbildung das Fundament für die spätere Kriegsmarine.
Historischer Kontext & Organisation
Struktur und Führung: Die Reichsmarine unterstand dem Reichswehrministerium, die operative Führung lag beim Chef der Marineleitung (u.a. Admirale Zenker und Raeder). Sie war in zwei Hauptstationen gegliedert: die Marinestation der Ostsee (Kiel) und die Marinestation der Nordsee (Wilhelmshaven).
Geheime Aufrüstung: Da der Bau von U-Booten untersagt war, gründete die Marineleitung 1922 in den Niederlanden die Tarnorganisation "Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw" (IvS), um die U-Boot-Entwicklung technisch fortzuführen. Parallel dazu wurden in der "Lohmann-Affäre" bekannt gewordene schwarze Kassen zur Finanzierung geheimer Projekte genutzt.
Ende der Ära: Mit der Proklamation der "Wehrhoheit" und der Umbenennung in Kriegsmarine am 21.05.1935 endete die Ära der Reichsmarine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personal-Tradition: Die Reichsmarine bildete den hochspezialisierten Stamm an Offizieren und Unteroffizieren aus, die ab 1935 den Kern der neuen U-Boot-Waffe bildeten. Die Ausbildung legte extremen Wert auf technische Perfektion und eigenverantwortliches Handeln.
Tarnung "U-Abwehr": Unter dem Deckmantel der U-Boot-Abwehrschulung wurden bereits in der Endphase der Reichsmarine (ab 1933) die ersten Besatzungen theoretisch für den U-Boot-Dienst geschult, was den schnellen Aufbau der Flottille "Weddigen" im Jahr 1935 ermöglichte.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 1 Akten der Marineleitung / Oberkommando der Marine (Dokumentiert die Organisationsgeschichte der Reichsmarine).
B.Arch. RM 20 Unterlagen der Inspektion des Bildungswesens (Belegt die Ausbildungskonzepte der 1920er Jahre).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Geschichte und Vorläufern).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945.
Rössler, Eberhard Geschichte des deutschen U-Bootbaus. (Details zur geheimen Entwicklung in der IvS).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132