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Kriegsmarine: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 12. Februar 2026, 18:34 Uhr

Datenblatt Kriegsmarine
Die Kriegsmarine war die Bezeichnung für die deutschen Seestreitkräfte während der Ära des Nationalsozialismus (1935–1945). Sie ging am 21.05.1935 aus der Reichsmarine hervor und war neben dem Heer und der Luftwaffe ein eigenständiger Teil der Wehrmacht. Trotz eines massiven Aufrüstungsprogramms (Z-Plan) blieb sie den alliierten Flotten zahlenmäßig unterlegen, weshalb der Schwerpunkt ihrer Kriegführung im Zweiten Weltkrieg auf dem U-Boot-Krieg und der Störung alliierter Versorgungslinien lag.
Historischer Kontext & Organisation
Führung und Struktur: Das Oberkommando der Marine (O.K.M.) unterstand dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (bis 1943 Großadmiral Erich Raeder, danach Großadmiral Karl Dönitz). Operativ war die Marine in Gruppenkommandos (West, Nord, Süd, Ost) und spezialisierte Kommandobehörden wie den Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) gegliedert.
Strategische Entwicklung: Während zu Beginn schwere Überwassereinheiten (Schlachtschiffe, Kreuzer) für den Handelskrieg im Atlantik favorisiert wurden, verlagerte sich die Strategie nach den Verlusten von 1941 fast vollständig auf die U-Boot-Waffe und die Kleinkampfverbände.
Das Ende: Mit der Gesamtkapitulation am 08.05.1945 hörte die Kriegsmarine als aktive Streitmacht auf zu existieren. Teile des Personals und der Schiffe wurden im Deutschen Minenräumdienst unter alliierter Kontrolle zur Räumung der Küstengewässer weiterverwendet.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zentraler Pfeiler: Die U-Boot-Waffe entwickelte sich zum bedeutendsten Instrument der Kriegsmarine. Unter der Führung von Karl Dönitz wurde die Rudeltaktik perfektioniert, um die alliierten Geleitzüge im Nordatlantik zu bekämpfen.
Technische Innovationen: Die Kriegsmarine trieb die Entwicklung revolutionärer Bootstypen (z. B. Typ XXI und XXIII) voran, die durch den Schnorchel und verbesserte Batterieleistung zu echten Unterseebooten wurden, statt nur tauchfähige Oberflächenschiffe zu sein.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 7 Akten der Seekriegsleitung (Zentrales Dokumentationsorgan für die strategische Planung).
B.Arch. RM 6 Akten des Oberkommandos der Marine (Dokumentiert die Organisation und Verwaltung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Standardwerk zur Gliederung und Stellenbesetzung).
Hildebrand / Röhr / Steinmetz Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien - ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart.
Mallmann Showell, Jak P. Das Buch der deutschen Kriegsmarine 1935–1945.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132