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2. Admiral der Flotte: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Um den Flottenchef zu entlasten, wurde im Dezember 1940 die Dienststelle des 2. Admirals der Flotte gebildet. Der Flottenchef ging am 27.05.1941 mit seinem gesamten Stab mit der [[Bismarck (Schlachtschiff)|BISMARCK]] unter. Zur Bildung eines neuen Flottenkommandos wurde die Dienststelle des 2. Admirals aufgelöst.
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| || colspan="3" | Die Stelle des 2. Admirals der Flotte übte der Konteradmiral Leopold Siemens (20.12.1940 - 12.06.1941) aus.
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! Dienststellung
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! 2. Admiral (der Ostsee / der Flotte)
 
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| Administration: || colspan="3" | Koordination der Zuweisung von Ersatzpersonal an die Flottillen; Festlegung von Kapazitäten für Speziallehrgänge und Mitwirkung bei der Laufbahnplanung.
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| Disziplin: || colspan="3" | Funktion als höhere Instanz für Disziplinarangelegenheiten und regelmäßige Inspektion der unterstellten Standorte zur Qualitätssicherung.
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Version vom 18. Februar 2026, 17:20 Uhr

Dienststellung 2. Admiral (der Ostsee / der Flotte)
Die Dienststellung des 2. Admirals war eine administrative und operative Schlüsselposition innerhalb der Marinestationen. Er fungierte als zentrale Instanz für die Grundorganisation, die Personalergänzung und die Überwachung der Ausbildungsgänge. Als Kontrollorgan sicherte er die Einhaltung militärischer Standards in den unterstellten Lehrdivisionen und Fachschulen.
Historischer Kontext & Organisation
Zuständigkeit: Fachliche Aufsicht über Marine-Lehrdivisionen, Schiffsstammabteilungen und Fachschulen. Unterstellung direkt unter den Stationschef (z. B. Admiral der Marinestation der Ostsee).
Administration: Koordination der Zuweisung von Ersatzpersonal an die Flottillen; Festlegung von Kapazitäten für Speziallehrgänge und Mitwirkung bei der Laufbahnplanung.
Disziplin: Funktion als höhere Instanz für Disziplinarangelegenheiten und regelmäßige Inspektion der unterstellten Standorte zur Qualitätssicherung.
Kriegsende: Maßgebliche Organisation der Flüchtlingstransporte (Unternehmen Hannibal) über die Ostsee 1945. Koordination der Küstenverteidigung und anschließende geordnete Demobilisierung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Boot-Aufsicht: Übergeordnete Instanz für die Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.); Bereitstellung von Ressourcen wie Unterkünften, Verpflegung und Übungsschiffen für die U.A.L.-Lehrgänge.
Personalsteuerung: Steuerung des Zustroms von Rekruten aus den Schiffsstammabteilungen zu den U-Boot-Ersatzabteilungen in enger Abstimmung mit dem B.d.U.
Qualitätssicherung: Sicherstellung, dass die militärische Basisausbildung den extremen Anforderungen der U-Boot-Waffe entsprach, bevor die Spezialisierung am Gerät erfolgte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 31 Akten der Marinestation der Ostsee (Befehle und Schriftverkehr des 2. Admirals).
BArch RM 20 / 904 Personalbestimmungen für die Kriegsmarine (Zuständigkeiten der Admiralsstäbe bei der Personalsteuerung).
BArch RM 123 Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Aufsichtsfunktion über die Ausbildungseinrichtungen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Organisation der Marinestationen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Administrative Wege des Personals).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132