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2. Admiral der Flotte: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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! Datenblatt
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! Dienststellung
! '''2. Admiral der Flotte'''
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! 2. Admiral (der Ostsee / der Flotte)
 
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| colspan="3" | 2. Admiral der Flotte (2. A.d.F.). Die Dienststellung wurde am 01.12.1940 geschaffen, um das Flottenkommando unter dem damaligen Flottenchef (Lütjens) zu entlasten.
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| colspan="3" | Die Dienststellung des 2. Admirals war eine administrative und operative Schlüsselposition innerhalb der Marinestationen. Er fungierte als zentrale Instanz für die Grundorganisation, die Personalergänzung und die Überwachung der Ausbildungsgänge. Als Kontrollorgan sicherte er die Einhaltung militärischer Standards in den unterstellten Lehrdivisionen und Fachschulen.
 
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! colspan="3" | Besetzung und Aufgabe
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
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| colspan="3" | Erster Inhaber: Konteradmiral (später Vizeadmiral) Leopold Siemens (Dezember 1940 bis Juni 1943).
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| Zuständigkeit: || colspan="3" | Fachliche Aufsicht über Marine-Lehrdivisionen, Schiffsstammabteilungen und Fachschulen. Unterstellung direkt unter den Stationschef (z. B. Admiral der Marinestation der Ostsee).
 
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| Administration: || colspan="3" | Koordination der Zuweisung von Ersatzpersonal an die Flottillen; Festlegung von Kapazitäten für Speziallehrgänge und Mitwirkung bei der Laufbahnplanung.
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| Disziplin: || colspan="3" | Funktion als höhere Instanz für Disziplinarangelegenheiten und regelmäßige Inspektion der unterstellten Standorte zur Qualitätssicherung.
 
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| colspan="3" | Zweiter Inhaber: Vizeadmiral Friedrich-Wilhelm Kurze (Juni 1943 – Januar 1945).
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| Kriegsende: || colspan="3" | Maßgebliche Organisation der Flüchtlingstransporte (Unternehmen Hannibal) über die Ostsee 1945. Koordination der Küstenverteidigung und anschließende geordnete Demobilisierung.
 
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| colspan="3" | Aufgaben: Er war verantwortlich für die Personalangelegenheiten, die Ausbildung und die disziplinarische Führung der gesamten Flotte. Er fungierte als der zentrale Personalchef für das schwimmende Personal an Bord.
 
 
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| colspan="3" | Gerade in der frühen Phase (ab Ende 1940) war dieser Posten für die U-Boote kritisch:
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| U-Boot-Aufsicht: || colspan="3" | Übergeordnete Instanz für die Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.); Bereitstellung von Ressourcen wie Unterkünften, Verpflegung und Übungsschiffen für die U.A.L.-Lehrgänge.
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| Personalsteuerung: || colspan="3" | Steuerung des Zustroms von Rekruten aus den Schiffsstammabteilungen zu den U-Boot-Ersatzabteilungen in enger Abstimmung mit dem B.d.U.
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| Qualitätssicherung: || colspan="3" | Sicherstellung, dass die militärische Basisausbildung den extremen Anforderungen der U-Boot-Waffe entsprach, bevor die Spezialisierung am Gerät erfolgte.
 
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| colspan="3" | Personalabgabe: Die U-Boot-Waffe expandierte 1941 massiv. Der 2. A.d.F. regelte die oft schmerzhafte Abgabe von qualifiziertem Personal (Offiziere und Spezialisten) von den Dickschiffen (Bismarck, Tirpitz, etc.) zur U-Boot-Waffe.
 
 
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| colspan="3" | Sperrwaffenschule & U-Boote: Da der 2. A.d.F. die Ausbildung koordinierte, unterstanden ihm die Richtlinien, nach denen Personal der Flotte an Schulen (wie der Sperrschule) für den U-Boot-Dienst spezialisiert wurde.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 31 || colspan="3" | Akten der Marinestation der Ostsee (Befehle und Schriftverkehr des 2. Admirals).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 20 / 904 || colspan="3" | Personalbestimmungen für die Kriegsmarine (Zuständigkeiten der Admiralsstäbe bei der Personalsteuerung).
 
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Aufsichtsfunktion über die Ausbildungseinrichtungen).
 
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| Bundesarchiv Bestand RM 37 || colspan="3" | Flottenkommando. Hier liegen unter den Signaturen ab RM 37/40 die Kriegstagebücher und Akten des 2. Admirals der Flotte ab Dezember 1940.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Organisation der Marinestationen).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Mulligan, Timothy P. || colspan="3" | "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Administrative Wege des Personals).
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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! colspan="3" |
 
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| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Version vom 18. Februar 2026, 17:20 Uhr

Dienststellung 2. Admiral (der Ostsee / der Flotte)
Die Dienststellung des 2. Admirals war eine administrative und operative Schlüsselposition innerhalb der Marinestationen. Er fungierte als zentrale Instanz für die Grundorganisation, die Personalergänzung und die Überwachung der Ausbildungsgänge. Als Kontrollorgan sicherte er die Einhaltung militärischer Standards in den unterstellten Lehrdivisionen und Fachschulen.
Historischer Kontext & Organisation
Zuständigkeit: Fachliche Aufsicht über Marine-Lehrdivisionen, Schiffsstammabteilungen und Fachschulen. Unterstellung direkt unter den Stationschef (z. B. Admiral der Marinestation der Ostsee).
Administration: Koordination der Zuweisung von Ersatzpersonal an die Flottillen; Festlegung von Kapazitäten für Speziallehrgänge und Mitwirkung bei der Laufbahnplanung.
Disziplin: Funktion als höhere Instanz für Disziplinarangelegenheiten und regelmäßige Inspektion der unterstellten Standorte zur Qualitätssicherung.
Kriegsende: Maßgebliche Organisation der Flüchtlingstransporte (Unternehmen Hannibal) über die Ostsee 1945. Koordination der Küstenverteidigung und anschließende geordnete Demobilisierung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Boot-Aufsicht: Übergeordnete Instanz für die Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.); Bereitstellung von Ressourcen wie Unterkünften, Verpflegung und Übungsschiffen für die U.A.L.-Lehrgänge.
Personalsteuerung: Steuerung des Zustroms von Rekruten aus den Schiffsstammabteilungen zu den U-Boot-Ersatzabteilungen in enger Abstimmung mit dem B.d.U.
Qualitätssicherung: Sicherstellung, dass die militärische Basisausbildung den extremen Anforderungen der U-Boot-Waffe entsprach, bevor die Spezialisierung am Gerät erfolgte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 31 Akten der Marinestation der Ostsee (Befehle und Schriftverkehr des 2. Admirals).
BArch RM 20 / 904 Personalbestimmungen für die Kriegsmarine (Zuständigkeiten der Admiralsstäbe bei der Personalsteuerung).
BArch RM 123 Akten der Marineschulen und Lehrdivisionen (Aufsichtsfunktion über die Ausbildungseinrichtungen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Organisation der Marinestationen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Administrative Wege des Personals).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132