Aktionen

1. Torpedobootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die '''1. Torpedobootsflottille''' wurde am 10.09.1920 in Swinemünde aus der bisherigen I. (Ostsee) - Minensuchflottille aufgestellt und dem Stationskommando Ostsee unterstellt. Am 24.09.1933 erfolgte ihre Auflösung. Die zur Flottille ursprünglich zählende 1. und 2. Torpedobootshalbflottille wurden unter die Führung des Führers der Torpedoboote (F.d.T.) gestellt.
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Am 01.10.1935 wurde die 1. Torpedobootsflottille aus der 1. Torpedobootshalbflottille neu aufgestellt. Am 04.07.1936 wurde die Flottille bereits wieder aufgelöst. Das Flottillenkommando stellte die Ausbildungsabteilung der 1. Zerstörer-Division in Swinemünde auf.
+
! Verband
 +
! '''1. Torpedobootsflottille'''
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Erneut wurde die 1. Torpedobootsflottille am 01.10.1939 in Pillau aufgestellt, lag dann in Gotenhafen. Vom Sommer 1940 bis zum Frühjahr 1941 wurde die Flottille in der Nordsee sowohl für Minenunternehmungen sowie zu Geleitaufgaben eingesetzt als auch für kurzfristige Einsätze im Kanal eingesetzt. 1941 erfolgte die Verlegung in die Ostsee. Hier wurde die Flottille am 15.08.1941 aufgelöst. Mit der Auflösung der Flottille traten, mit Ausnahme von T 1, das zur TS-Fl. abgestellt wurde, die noch vorhandenen Boote zur [[2. Torpedobootsflottille]] (teilweise wurden sie vorübergehend außer Dienst gestellt).
+
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| colspan="3" | Die 1. Torpedobootsflottille war ein traditionsreicher Angriffs- und Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie operierte maßgeblich in der Nordsee, im Ärmelkanal und während des Unternehmens „Weserübung“. Ausgestattet mit modernen Einheiten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse, war sie spezialisiert auf offensive Minenunternehmen, Nachtgefechte und den schweren Geleitschutz.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert bereits in der Reichsmarine; zu Kriegsbeginn 1939 aktive Operationen in der Nordsee.
 +
|-
 +
 
 +
| Standorte: || colspan="3" | Wilhelmshaven, Swinemünde; später Cherbourg und Le Havre (Frankreich).
 +
|-
 +
 
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Truppendienstlich dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
 +
|-
 +
 
 +
| Einheiten: || colspan="3" | Bekannte Boote wie [[Möwe]], [[Seeadler]], [[Albatros]] und [[Greif]] sowie Flottentorpedoboote vom Typ 35 und 37.
 +
|-
 +
 
 +
| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Schwere Rückzugskämpfe und Sicherung von Flüchtlingstransporten in der Ostsee. Nach der Kapitulation Übergabe als Kriegsbeute oder Internierung.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifikationen & Aufgabenprofil
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Bewaffnung: || colspan="3" | Raubtier-Klasse: 3 x 10,5 cm Geschütze, 6 x 50 cm Torpedorohre. Flak-Bewaffnung im Kriegsverlauf massiv verstärkt.
 +
|-
 +
 
 +
| Antrieb: || colspan="3" | Hochdruck-Heißdampf-Turbinenanlagen; Geschwindigkeiten bis zu 35 kn; hohe Manövrierfähigkeit für Nachtangriffe.
 +
|-
 +
 
 +
| Offensiv-Einsatz: || colspan="3" | Durchführung riskanter Minenunternehmen vor der britischen Küste und Bekämpfung feindlicher Schnellboote und Zerstörer im Kanal.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Durchbruchshilfe: || colspan="3" | Schwerer Geleitschutz für auslaufende Front-[[U-Boote]] beim Durchbruch durch den Ärmelkanal oder das Skagerrak gegen Überwasserangriffe.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''Operationen'''
+
 
 +
| Taktische Kooperation: || colspan="3" | Koordination mit U-Boot-Gruppen im Nordatlantik als Vorposten, um feindliche Sicherungskräfte zu binden und Angriffe zu erleichtern.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 1940 - 1941: Minenunternehmungen und Geleitaufgaben in der Nordsee, gelegentlich Stichfahrten im Kanal
+
 
 +
| Ausbildungsschutz: || colspan="3" | Sicherung der Übungsgebiete der Unterseeboot-Lehrdivisionen in der Ostsee gegen das Eindringen feindlicher Aufklärer.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 00.04 - 00.08.1941: Ostsee
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Aus Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/TFlottillen/TF1.htm | → 1. Torpedobootsflottille]
+
 
 +
| BArch RM 72 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Gefechtsberichte der 1. Flottille).
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zum Geleitschutz für U-Boot-Unternehmungen.
 
|-
 
|-
| ||  
+
 
 +
| BArch RM 61 || colspan="3" | Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Einsatzbereitschaft und Personal).
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Torpedobootsverbände).
 +
|-
 +
 +
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 +
|-
 +
 +
| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Torpedoboote).
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 13:10 Uhr

Verband 1. Torpedobootsflottille
Die 1. Torpedobootsflottille war ein traditionsreicher Angriffs- und Sicherungsverband der Kriegsmarine. Sie operierte maßgeblich in der Nordsee, im Ärmelkanal und während des Unternehmens „Weserübung“. Ausgestattet mit modernen Einheiten der Raubvogel- und Raubtier-Klasse, war sie spezialisiert auf offensive Minenunternehmen, Nachtgefechte und den schweren Geleitschutz.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert bereits in der Reichsmarine; zu Kriegsbeginn 1939 aktive Operationen in der Nordsee.
Standorte: Wilhelmshaven, Swinemünde; später Cherbourg und Le Havre (Frankreich).
Unterstellung: Truppendienstlich dem Führer der Torpedoboote (F.d.T.) unterstellt.
Einheiten: Bekannte Boote wie Möwe, Seeadler, Albatros und Greif sowie Flottentorpedoboote vom Typ 35 und 37.
Kriegsende: Mai 1945: Schwere Rückzugskämpfe und Sicherung von Flüchtlingstransporten in der Ostsee. Nach der Kapitulation Übergabe als Kriegsbeute oder Internierung.
Spezifikationen & Aufgabenprofil
Bewaffnung: Raubtier-Klasse: 3 x 10,5 cm Geschütze, 6 x 50 cm Torpedorohre. Flak-Bewaffnung im Kriegsverlauf massiv verstärkt.
Antrieb: Hochdruck-Heißdampf-Turbinenanlagen; Geschwindigkeiten bis zu 35 kn; hohe Manövrierfähigkeit für Nachtangriffe.
Offensiv-Einsatz: Durchführung riskanter Minenunternehmen vor der britischen Küste und Bekämpfung feindlicher Schnellboote und Zerstörer im Kanal.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Durchbruchshilfe: Schwerer Geleitschutz für auslaufende Front-U-Boote beim Durchbruch durch den Ärmelkanal oder das Skagerrak gegen Überwasserangriffe.
Taktische Kooperation: Koordination mit U-Boot-Gruppen im Nordatlantik als Vorposten, um feindliche Sicherungskräfte zu binden und Angriffe zu erleichtern.
Ausbildungsschutz: Sicherung der Übungsgebiete der Unterseeboot-Lehrdivisionen in der Ostsee gegen das Eindringen feindlicher Aufklärer.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 72 Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Gefechtsberichte der 1. Flottille).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zum Geleitschutz für U-Boot-Unternehmungen.
BArch RM 61 Akten des Führers der Torpedoboote (Materielle Einsatzbereitschaft und Personal).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Torpedobootsverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Torpedoboote).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132