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18. Vorpostengruppe: Unterschied zwischen den Versionen

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Aufgestellt als 18. Vorpostengruppe mit den Schiffen 7 (Möwe), 26 (Julius Pickenpack) und 47 (Wilhelm Huth) und im Oktober 1940 zur [[18. Vorpostenflottille]] erweitert. Eingesetzt wurde die Flottille zum Sicherungsdienst im Kanal. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie nach Südnorwegen verlegt und dort mit Geleitaufgaben betraut.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenverbände der Nordsee).
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 15:50 Uhr

Verband 18. Vorpostengruppe
Die 18. Vorpostengruppe war ein zu Kriegsbeginn improvisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der primär aus bewaffneten Fischdampfern bestand. Als operatives Fundament der späteren 18. Vorpostenflottille fungierte sie als „Torwächter“ der deutschen Buchten. Sie sicherte die lebenswichtigen Transitwege in der Wesermündung und der Deutschen Bucht, die jedes U-Boot aus Wilhelmshaven oder Wesermünde auf dem Weg zur Front passieren musste, gegen britische Luftangriffe und lauernde U-Boote.
Historischer Werdegang und Standorte
Aufstellung: Formierung im September 1939 unmittelbar nach der Mobilmachung aus requirierten zivilen Fischereifahrzeugen.
Einheiten: Indienststellung als „Schiffe“ mit Nummern, darunter Schiff 26 (Julius Pickenpack) und Schiff 47 (Wilhelm Huth) sowie Minenschiff 11.
Hauptstandort: Wesermünde (Bremerhaven); strategischer Knotenpunkt für die Überwachung der Wesermündung und der angrenzenden Küstenreviere.
Entwicklung: Erweiterung im Verlauf des Jahres 1940 zur 18. Vorpostenflottille mit taktischen Kennungen von V 1801 bis V 1815 zur Systematisierung des Sicherungsdienstes.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Permanente Überwachung der „Zwangswege“ in der Deutschen Bucht zur Gewährleistung eines sicheren Auslaufens der Frontflottillen aus den Nordseebasen.
Flak-Schutz: Bereitstellung eines mobilen Flugabwehrschirms für auslaufende U-Boote während der besonders gefährdeten Passage in küstennahen Gewässern.
U-Jagd-Abwehr: Ausrüstung der Einheiten mit S-Geräten (Sonar) und Wasserbomben zur aktiven Bekämpfung britischer U-Boote in den Mündungsgebieten der Jade und Weser.
Kaderbildung: Viele Offiziere sammelten hier ihre ersten praktischen Erfahrungen unter Kriegsbedingungen vor ihrer Versetzung zur spezialisierten U-Steuermannschule.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106.357 18. Vorpostenflottille: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der Gruppe ab September 1939 inklusive Einsatzbefehlen und Gefechtsberichten.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige, die in den frühen Stammrollen der Schiffe 26, 47 oder des Minenschiffs 11 gelistet sind.
BArch RM 106.133 ff Sicherungsstreitkräfte der Nordsee: Belegt die taktische Unterstellung der Gruppe unter den Führer der Vorpostenboote West.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenverbände der Nordsee).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Vorpostenflottillen im Bereich Weser-Ems).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Vorpostenboote, Hilfsminensucher und requirierte Fischdampfer).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132