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2. Decksoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Der '''Deckoffizier''' ist ein unmittelbar hinter den Seeoffizieren (Kriegsmarine) rangierender Marinedienstgrad. Eine Besonderheit stellte der Vize-Deckoffizier dar: Er war in Deutschland ein Reserve-Offiziersanwärter der Kaiserlichen Marine. Seit 1916 bildete der Deckoffiziersleutnant, als Offizier ohne Patent, das Äquivalent zum Feldwebelleutnant.
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| || colspan="3" | Häufig aus der einfachen Laufbahn der Matrosen aufgestiegen, berät er als Spezialist seines Fachs den Kapitän oder die anderen mit der Schiffsleitung betrauten Offiziere. Typische Dienststellungen sind die Position als Steuermann, Bootsmann, Feuerwerker (Schiffsartillerist), Maschinist, Mechaniker, Materialienverwalter oder Torpeder (Torpedo-Experte).  
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! Dienstgradgruppe
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! '''2. Decksoffizier'''
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| || colspan="3" | 1920 übernahm die Reichsmarine (1935 umbenannt in Kriegsmarine) die Einrichtung der Deckoffiziere (wie die Offiziere mit einer Mindestdienstzeitverpflichtung von 25 Jahren), unterließ jedoch eine Ergänzung des Personalbestands. Sie bildeten weiterhin eine eigenständige Rangklasse, unterlagen aber im Militärstrafrecht den Bestimmungen betreffend die Unteroffiziere mit Portepee. Bis 1935 dürfte das Gros der Deck- und Oberdeckoffiziere aus dem Dienst geschieden sein.
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| colspan="3" | In der Hierarchie der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine war der 2. Decksoffizier eine Funktionsbezeichnung für einen erfahrenen Unteroffizier mit Portepee, der in der Ranggruppe zwischen den Feldwebeln und den Offizieren stand. Mit der Gründung der Kriegsmarine 1935 wurde diese Laufbahngruppe offiziell in die Gruppe der Unteroffiziere mit Portepee (Oberfeldwebel, Stabsfeldwebel) überführt. Als technische oder seemännische Spezialisten trugen sie die Verantwortung für die Materialerhaltung, Inventarverwaltung und die praktische Ausbildung der Mannschaften. In der U-Boot-Waffe bildeten ehemalige Decksoffiziere oft den hochqualifizierten technischen Kern als Obersteuerleute oder Obermaschinisten.
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| Fachspezialisierung: || colspan="3" | Einsatz als technischer oder nautischer Experte an Bord; in der Regel Stellvertreter des 1. Decksoffiziers in Bereichen wie Steuermanns-, Funk- oder Torpedowesen.
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| Materialverantwortung: || colspan="3" | Verantwortung für die Einsatzbereitschaft und Wartung hochkomplexer Bordsysteme sowie die Verwaltung der zugehörigen Fachinventare und Ersatzteile.
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| Laufbahnbildung: || colspan="3" | Voraussetzung war eine langjährige Dienstzeit sowie das Bestehen anspruchsvoller Fachlehrgänge an spezialisierten Schulen (z. B. der Steuermannsschule).
 
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| || colspan="3" | Mit Verfügung vom 13. Juli 1938 waren die verabschiedeten Deckoffiziere mit dem Rang eines Oberfeldwebels bzw. Oberwachtmeisters zu führen. Die Einrangierung als Stabsfeldwebel (Dienstgrad eingeführt zum 1. Oktober 1938) bzw. als Stabsoberbootsmann (Umbenennung des Dienstgrads Stabsfeldwebel mit Verfügung vom 16. Februar 1939) darf als wahrscheinlich gelten. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die ehemaligen Deckoffiziere, sofern sie noch diensttauglich waren, als Leutnante der entsprechenden Offizierslaufbahn wieder einberufen.  
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| Status 1935: || colspan="3" | Überführung in das neue Rangsystem der Kriegsmarine; namentliche Nennung in Personalakten älterer Jahrgänge oft als Hinweis auf eine fundierte Fachkarriere.
 
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| Erfahrungsschatz: || colspan="3" | Viele U-Boot-Spezialisten der frühen Crews begannen als Decksoffiziere; ihre Expertise war das Fundament für die nautische Präzision im U-Boot-Krieg.
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| Aufstieg zum Offizier: || colspan="3" | Häufige Beförderung bewährter Decksoffiziere zu „beauftragten Offizieren“ aufgrund ihres enormen technischen Wissensvorteils gegenüber jungen Seeoffizieren.
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| Ausbildungsleitung: || colspan="3" | Einsatz als Instruktoren in den U-Boots-Lehrdivisionen, um den Standard der spezialisierten Fachausbildung für technische Laufbahnen (Laufbahn II/III) zu sichern.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere der Crews 21 bis 26 mit Vermerken über die vormalige Dienstzeit als Decksoffizier und Fachspezialist.
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| BArch RM 3 || colspan="3" | Reichsmarineamt: Zentrale Dokumente zur Reform der Laufbahngruppen und der rechtlichen Überführung der Decksoffiziere in das Rangsystem von 1935.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Personalwesen: Historische Entwicklung der Dienstgrade und Laufbahngruppen).
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| Schlicht / Angolia || colspan="3" | „Die deutsche Wehrmacht - Band 2: Die Kriegsmarine“ (Details zur Uniformierung, Abzeichen und dem Status der Decksoffiziere im Wandel der Zeit).
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | „Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine“ (Regelungen zur Übernahme der Alt-Laufbahnen).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:26 Uhr

Dienstgradgruppe 2. Decksoffizier
In der Hierarchie der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine war der 2. Decksoffizier eine Funktionsbezeichnung für einen erfahrenen Unteroffizier mit Portepee, der in der Ranggruppe zwischen den Feldwebeln und den Offizieren stand. Mit der Gründung der Kriegsmarine 1935 wurde diese Laufbahngruppe offiziell in die Gruppe der Unteroffiziere mit Portepee (Oberfeldwebel, Stabsfeldwebel) überführt. Als technische oder seemännische Spezialisten trugen sie die Verantwortung für die Materialerhaltung, Inventarverwaltung und die praktische Ausbildung der Mannschaften. In der U-Boot-Waffe bildeten ehemalige Decksoffiziere oft den hochqualifizierten technischen Kern als Obersteuerleute oder Obermaschinisten.
Funktion und Stellung
Fachspezialisierung: Einsatz als technischer oder nautischer Experte an Bord; in der Regel Stellvertreter des 1. Decksoffiziers in Bereichen wie Steuermanns-, Funk- oder Torpedowesen.
Materialverantwortung: Verantwortung für die Einsatzbereitschaft und Wartung hochkomplexer Bordsysteme sowie die Verwaltung der zugehörigen Fachinventare und Ersatzteile.
Laufbahnbildung: Voraussetzung war eine langjährige Dienstzeit sowie das Bestehen anspruchsvoller Fachlehrgänge an spezialisierten Schulen (z. B. der Steuermannsschule).
Status 1935: Überführung in das neue Rangsystem der Kriegsmarine; namentliche Nennung in Personalakten älterer Jahrgänge oft als Hinweis auf eine fundierte Fachkarriere.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Erfahrungsschatz: Viele U-Boot-Spezialisten der frühen Crews begannen als Decksoffiziere; ihre Expertise war das Fundament für die nautische Präzision im U-Boot-Krieg.
Aufstieg zum Offizier: Häufige Beförderung bewährter Decksoffiziere zu „beauftragten Offizieren“ aufgrund ihres enormen technischen Wissensvorteils gegenüber jungen Seeoffizieren.
Ausbildungsleitung: Einsatz als Instruktoren in den U-Boots-Lehrdivisionen, um den Standard der spezialisierten Fachausbildung für technische Laufbahnen (Laufbahn II/III) zu sichern.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen: Enthält detaillierte Unterlagen zur Struktur und zu den Prüfungsordnungen der Decksoffizier-Lehrgänge.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere der Crews 21 bis 26 mit Vermerken über die vormalige Dienstzeit als Decksoffizier und Fachspezialist.
BArch RM 3 Reichsmarineamt: Zentrale Dokumente zur Reform der Laufbahngruppen und der rechtlichen Überführung der Decksoffiziere in das Rangsystem von 1935.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Personalwesen: Historische Entwicklung der Dienstgrade und Laufbahngruppen).
Schlicht / Angolia „Die deutsche Wehrmacht - Band 2: Die Kriegsmarine“ (Details zur Uniformierung, Abzeichen und dem Status der Decksoffiziere im Wandel der Zeit).
M.Dv. 32 „Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine“ (Regelungen zur Übernahme der Alt-Laufbahnen).
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