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Kampfgeschwader 28: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Das '''Kampfgeschwader 28''' wurde im September 1939 in Jesau mit einem Geschwaderstab und einer I. Gruppe aufgestellt. Nach erfolgter Aufstellung verlegte der Stab im November 1939 nach Kassel-Rothwesten, die I. Gruppe nach Schwerin. Am 15.12.1939 wurde in Jesau aus Teilen des Kampfgeschwaders 27 eine neue II. Gruppe aufgestellt.
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| || colspan="3" | Zu Beginn des Jahres 1940 lag das Kampfgeschwader 28 mit Stab in Kassel-Rothwesten, I. Gruppe in Schwerin und II. Gruppe in Jesau. Am 01.02.1940 wurde in Jesau die III. Gruppe des Geschwaders aufgestellt. Hierzu wurde die 2. / Kampfgeschwader 53 herangezogen. Ebenfalls im Februar 1940 schied die I. Gruppe des Geschwaders aus dem Geschwaderverband aus und wurde zur II. / Kampfgeschwader 26. Zu Beginn des Westfeldzuges unterstand das Geschwader mit Stab, Stabsstaffel, II. und III. Gruppe dem I. Fliegerkorps bei der Luftflotte 3. Das Geschwader nahm am Westfeldzug teil und wurde nach dessen Beendigung im Juli 1940 aufgelöst. Der Geschwaderstab wurde am 9. Juli 1940 zum Stab des Stuka-Geschwaders 3. Die II. Gruppe wurde aufgelöst, die III. Gruppe wurde zur II. / Kampfgeschwader 76.
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! '''Kampfgeschwader 28 (KG 28)'''
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| || colspan="3" | Am 22.12.1940 wurde das Kampfgeschwader 28 neu aufgestellt. Der Geschwaderstab entstand aus dem Stab des Kampfgeschwaders 40, die I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126 und die Ergänzungsstaffel in Lüneburg aus der Ausbildungsstaffel des Kampfgeschwaders 40.
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| colspan="3" | Das Kampfgeschwader 28 war ein spezialisierter Verband der Luftwaffe, der in seiner zweiten Aufstellungsphase (ab Dez. 1940) engstens mit der Seekriegsleitung und der U-Boot-Waffe verzahnt war. Hervorgegangen aus dem Stab des KG 40 und der Kampfgruppe 126, operierte das Geschwader von Nantes aus als Elite-Seekampfverband. Es setzte die Tradition kombinierter Torpedo- und Minenangriffe fort und bildete das taktische Bindeglied zur Fernaufklärung der "Focke-Wulf Condor"-Einheiten. Durch die personelle Union mit dem Stab des KG 40 war das KG 28 ein Kernbestandteil der integrierten Seekriegführung im Atlantik zur Unterstützung der U-Boot-Operationen.
 
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| || colspan="3" | Aus Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kampfgeschwader/KG28-R.htm | → Kampfgeschwader 28]
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| Erste Phase (1939-1940): || colspan="3" | Aufstellung in Jesau; Einsatz während des Westfeldzug unter Luftflotte 3; Auflösung im Juli 1940 und Umgliederung der Gruppen in das StG 3 und KG 76.
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| Zweite Phase (1940-1941): || colspan="3" | Neuaufstellung am 22.12.1940 in Nantes als spezialisierter See-Kampfverband; Stab gebildet aus Stab/KG 40, I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126.
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| Ausbildungsbasis: || colspan="3" | Unterhaltung einer Ergänzungsstaffel in Lüneburg zur gezielten Schulung von fliegendem Personal für den technisch anspruchsvollen Einsatz über See.
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| Ende 1941: || colspan="3" | Erneute Umgliederung im Dezember 1941; Teile des Geschwaders wurden zur Auffrischung anderer Kampfverbände an der Ostfront und im Mittelmeer herangezogen.
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| Taktische Symbiose: || colspan="3" | Enge Verzahnung mit dem B.d.U. durch die personelle Verflechtung mit dem KG 40; Koordination von Luftangriffen auf durch U-Boote gemeldete Geleitzüge.
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| Geleitzugbekämpfung: || colspan="3" | Durchführung massierter Angriffe auf alliierte Handelsschiffe zur Entlastung der U-Boote; Einsatz von Spezialbewaffnung zur Blockade der britischen Zuwege.
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| Fernaufklärung: || colspan="3" | Unterstützung der operativen Führung der U-Boot-Waffe durch Aufklärungsergebnisse aus dem Westraum und der Biskaya während der Stationierung in Nantes.
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| BArch RL 10 / 530 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der I./KG 28: Belegt die personelle und materielle Kontinuität zur vormaligen Kampfgruppe 126.
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| BArch RL 10 / 529 || colspan="3" | Akten des Geschwaderstabes KG 28: Dokumentiert die Zusammenarbeit mit dem Stab des KG 40 und der Seekriegsleitung (1940–1941).
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| BArch RM 7 / 2336 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Operationsakten zur Zuweisung und zum taktischen Einsatz von Luftwaffenverbänden im Rahmen des Atlantikkrieges.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Seeflieger: Das Zusammenwirken von Luftwaffe und U-Boot-Waffe im Westen).
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| Dierich, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Systematische Darstellung der Aufstellungsphasen und der Marine-Komponenten des KG 28).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der fliegenden Verbände im Bereich der Luftflotte 3).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:46 Uhr

Verband Kampfgeschwader 28 (KG 28)
Das Kampfgeschwader 28 war ein spezialisierter Verband der Luftwaffe, der in seiner zweiten Aufstellungsphase (ab Dez. 1940) engstens mit der Seekriegsleitung und der U-Boot-Waffe verzahnt war. Hervorgegangen aus dem Stab des KG 40 und der Kampfgruppe 126, operierte das Geschwader von Nantes aus als Elite-Seekampfverband. Es setzte die Tradition kombinierter Torpedo- und Minenangriffe fort und bildete das taktische Bindeglied zur Fernaufklärung der "Focke-Wulf Condor"-Einheiten. Durch die personelle Union mit dem Stab des KG 40 war das KG 28 ein Kernbestandteil der integrierten Seekriegführung im Atlantik zur Unterstützung der U-Boot-Operationen.
Historischer Kontext & Aufstellungsphasen
Erste Phase (1939-1940): Aufstellung in Jesau; Einsatz während des Westfeldzug unter Luftflotte 3; Auflösung im Juli 1940 und Umgliederung der Gruppen in das StG 3 und KG 76.
Zweite Phase (1940-1941): Neuaufstellung am 22.12.1940 in Nantes als spezialisierter See-Kampfverband; Stab gebildet aus Stab/KG 40, I. Gruppe aus der Kampfgruppe 126.
Ausbildungsbasis: Unterhaltung einer Ergänzungsstaffel in Lüneburg zur gezielten Schulung von fliegendem Personal für den technisch anspruchsvollen Einsatz über See.
Ende 1941: Erneute Umgliederung im Dezember 1941; Teile des Geschwaders wurden zur Auffrischung anderer Kampfverbände an der Ostfront und im Mittelmeer herangezogen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe (Zweite Aufstellung)
Taktische Symbiose: Enge Verzahnung mit dem B.d.U. durch die personelle Verflechtung mit dem KG 40; Koordination von Luftangriffen auf durch U-Boote gemeldete Geleitzüge.
Geleitzugbekämpfung: Durchführung massierter Angriffe auf alliierte Handelsschiffe zur Entlastung der U-Boote; Einsatz von Spezialbewaffnung zur Blockade der britischen Zuwege.
Fernaufklärung: Unterstützung der operativen Führung der U-Boot-Waffe durch Aufklärungsergebnisse aus dem Westraum und der Biskaya während der Stationierung in Nantes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 / 530 Kriegstagebuch (KTB) der I./KG 28: Belegt die personelle und materielle Kontinuität zur vormaligen Kampfgruppe 126.
BArch RL 10 / 529 Akten des Geschwaderstabes KG 28: Dokumentiert die Zusammenarbeit mit dem Stab des KG 40 und der Seekriegsleitung (1940–1941).
BArch RM 7 / 2336 Seekriegsleitung (Skl): Operationsakten zur Zuweisung und zum taktischen Einsatz von Luftwaffenverbänden im Rahmen des Atlantikkrieges.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Seeflieger: Das Zusammenwirken von Luftwaffe und U-Boot-Waffe im Westen).
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Systematische Darstellung der Aufstellungsphasen und der Marine-Komponenten des KG 28).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der fliegenden Verbände im Bereich der Luftflotte 3).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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