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| Standort: || colspan="3" | Cuxhaven; strategische Positionierung zur Überwachung der Elbmündung und zur Sicherung der Deutschen Bucht gegen gegnerische U-Boot-Vorstöße.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziersbiografien mit dokumentierten Dienstzeiten im Stab oder auf den Booten der Geleitflottille am Standort Cuxhaven.
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 11:20 Uhr

Verband Geleitflottille (1938–1940)
Die Geleitflottille war ein zentraler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der im Oktober 1938 zur Koordination von Geleitschutz und U-Jagd in der Nordsee geschaffen wurde. Entstanden aus der Zusammenlegung der 1. und 2. Geleitflottille mit Hauptstützpunkt in Cuxhaven, fungierte der Verband als wichtigster taktischer Übungspartner für die U-Boot-Waffe vor Kriegsbeginn. In gemeinsamen Manövern wurden hier die Abwehrtaktiken erprobt, auf die deutsche U-Boote später im Atlantik trafen. Nach Kriegsausbruch sicherte die Flottille die lebensnotwendigen An- und Abmarschwege der Front-U-Boote durch die deutschen Minenwarngebiete der Nordsee, bevor sie im Frühjahr 1940 im Zuge einer umfassenden Umgliederung der Sicherungskräfte aufgelöst wurde.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung im Oktober 1938 durch die organisatorische Verschmelzung der bestehenden 1. und 2. Geleitflottille zur Straffung der Befehlswege.
Standort: Cuxhaven; strategische Positionierung zur Überwachung der Elbmündung und zur Sicherung der Deutschen Bucht gegen gegnerische U-Boot-Vorstöße.
Einsatzzeit: 1938 bis Frühjahr 1940; Schwerpunkt auf dem Schutz der eigenen Handelsschifffahrt und der Durchführung systematischer U-Jagd-Übungen unter Kriegsbedingungen.
Ende: Auflösung im März/April 1940; Verteilung des erfahrenen Personals und der Boote auf neu aufgestellte Sicherungs- und Minensuchverbände für das Unternehmen „Weserübung“.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Taktik-Entwicklung: Erprobung defensiver U-Jagd-Verfahren in Manövern; die hier gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in die taktische Ausbildung der U-Boot-Kommandanten ein.
Wegesicherung: In den ersten Kriegsmonaten (1939/40) Sicherstellung minenfreier und geschützter Korridore für auslaufende Frontboote in der hochgefährdeten Nordsee-Zone.
Kaderschmiede: Erste Frontverwendung für zahlreiche Offiziere, die nach dem Dienst in Cuxhaven zur U-Boot-Waffe wechselten und dort ihre Erfahrungen im Kleinkrieg anwendeten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 / 3 Geleitflottille: Kriegstagebuch (KTB) mit detaillierten Berichten über die Einsätze in der Nordsee und die Sicherung der Deutschen Bucht (1939/40).
BArch RM 121 / 142 Sicherungsverbände: Unterlagen zur organisationsgeschichtlichen Zusammenlegung der Geleitflottillen im Jahr 1938 zur Schaffung des Einheitsverbandes.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziersbiografien mit dokumentierten Dienstzeiten im Stab oder auf den Booten der Geleitflottille am Standort Cuxhaven.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Die Geleitflottille und ihre operative Bedeutung).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Geleitboote und Flottenbegleiter; technische Daten der in der Flottille eingesetzten Einheiten).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marineeinheiten im Bereich der Marinestation der Nordsee).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132