Aktionen

Marine-Flakabteilung 219: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
  
{| class="wikitable"
 
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
! '''Marine-Flakabteilung 219'''
+
! '''Marine-Flakabteilung 219 (M.Fla.A. 219)'''
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
 +
| colspan="3" | Die Marine-Flakabteilung 219 war der maßgebliche Verband für die Luftverteidigung des U-Boot-Stützpunktes Gotenhafen. Aufgestellt im Februar 1940, fungierte sie nach einer kurzen Umgliederungsphase (25. M.A.A.) ab März 1941 dauerhaft als „Flakkommandeur Gotenhafen“. In dieser taktischen Schlüsselrolle trug die Abteilung die Gesamtverantwortung für den Luftraum über den dortigen Werftanlagen und den Liegeplätzen der 22. und 27. U-Flottille. Besonders in der Spätphase des Krieges sicherte die M.Fla.A. 219 die Endmontage und Erprobung der neuen Elektro-U-Boote (Typ XXI) gegen sowjetische Luftangriffe, bevor der Verband im März 1945 in die verlustreichen Endkämpfe um die Oxhöfter Kämpe und Hela verwickelt wurde.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die Marine-Flakabteilung 219 wurde im Februar 1940 in Gotenhafen aufgestellt und dem Marine-Flakregiment 9 unterstellt. Am 25.01.1941 umbenannt in 25. Marine-Artillerieabteilung umbenannt. Neu aufgestellt am 01.02.1941 in Swinemünde und im März 1941 nach Gotenhafen verlegt. Sie unterstand dort dem Kommandanten im Abschnitt Gotenhafen und fungierte als >>Flakkommandeur Gotenhafen<<.
+
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Erste Formation im Februar 1940; nach kurzer Umbenennung (25. M.A.A.) erfolgte die dauerhafte Neuaufstellung am 01.02.1941 in Swinemünde/Gotenhafen.
 +
|-
 +
 
 +
| Taktische Rolle: || colspan="3" | Einsatz als „Flakkommandeur Gotenhafen“; Ausübung der taktischen Befehlsgewalt über sämtliche Flak-Batterien im gesamten Festungsbereich.
 +
|-
 +
 
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Administrativ dem Marine-Flakregiment 9 zugeordnet; operativ dem Kommandanten im Abschnitt Gotenhafen (Seekommandant Westpreußen) unterstellt.
 +
|-
 +
 
 +
| Ende 1945: || colspan="3" | Einsatz im direkten Erdkampf während der Räumung Gotenhafens im März 1945; Verteidigung der Rückzugsrouten über die Oxhöfter Kämpe bis nach Hela.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
 
 +
| Flottillenschutz: || colspan="3" | Sicherung der taktischen Ausbildungsflottillen (22. und 27. U-Flottille); Schutz der Schulboote und Besatzungsunterkünfte vor Luftangriffen in der Danziger Bucht.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marineflak/MFlakAbt.htm | → Marine-Flakabteilung 219]
+
 
 +
| Typ-XXI-Programm: || colspan="3" | Luftraumüberwachung über den Ausrüstungspier und Erprobungsfeldern für die neuen Elektro-U-Boote zur Gewährleistung der termingerechten Frontreife.
 
|-
 
|-
 +
 +
| Biografischer Marker: || colspan="3" | In den Personalunterlagen markiert die Dienststellung „Flakkommandeur Gotenhafen“ eine Position mit höchster Verantwortung für die maritime Infrastruktur im Osten.
 +
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Marine-Flakabteilungen: Kernbestand für die Aufstellungsbefehle, taktische Gliederungspläne und Batterie-Stellungslisten im Raum Gotenhafen.
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 45-I / 62 || colspan="3" | Küstenbefehlshaber mittlere Ostsee: Akten zur operativen Führung durch den Flakkommandeur und die Luftabwehrkoordination in der Danziger Bucht.
 +
|-
 +
 
 +
| BArch RM 7 / 2341 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Berichte zur Verteidigung Gotenhafens und dem taktischen Einsatz der Flak-Abteilungen im infanteristischen Erdkampf 1945.
 
|-
 
|-
 +
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
 
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Die Marine-Flak im Bereich Gotenhafen und Westpreußen).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
 
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 8, zur systematischen Übersicht der Marine-Flak-Abteilung 219 und deren Unterstellungen).
 
|-
 
|-
 +
 +
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet technische Details zur Bewaffnung und Struktur des Marine-Flakregiments 9 in der Ostsee).
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 12:42 Uhr

Verband Marine-Flakabteilung 219 (M.Fla.A. 219)
Die Marine-Flakabteilung 219 war der maßgebliche Verband für die Luftverteidigung des U-Boot-Stützpunktes Gotenhafen. Aufgestellt im Februar 1940, fungierte sie nach einer kurzen Umgliederungsphase (25. M.A.A.) ab März 1941 dauerhaft als „Flakkommandeur Gotenhafen“. In dieser taktischen Schlüsselrolle trug die Abteilung die Gesamtverantwortung für den Luftraum über den dortigen Werftanlagen und den Liegeplätzen der 22. und 27. U-Flottille. Besonders in der Spätphase des Krieges sicherte die M.Fla.A. 219 die Endmontage und Erprobung der neuen Elektro-U-Boote (Typ XXI) gegen sowjetische Luftangriffe, bevor der Verband im März 1945 in die verlustreichen Endkämpfe um die Oxhöfter Kämpe und Hela verwickelt wurde.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Erste Formation im Februar 1940; nach kurzer Umbenennung (25. M.A.A.) erfolgte die dauerhafte Neuaufstellung am 01.02.1941 in Swinemünde/Gotenhafen.
Taktische Rolle: Einsatz als „Flakkommandeur Gotenhafen“; Ausübung der taktischen Befehlsgewalt über sämtliche Flak-Batterien im gesamten Festungsbereich.
Unterstellung: Administrativ dem Marine-Flakregiment 9 zugeordnet; operativ dem Kommandanten im Abschnitt Gotenhafen (Seekommandant Westpreußen) unterstellt.
Ende 1945: Einsatz im direkten Erdkampf während der Räumung Gotenhafens im März 1945; Verteidigung der Rückzugsrouten über die Oxhöfter Kämpe bis nach Hela.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Flottillenschutz: Sicherung der taktischen Ausbildungsflottillen (22. und 27. U-Flottille); Schutz der Schulboote und Besatzungsunterkünfte vor Luftangriffen in der Danziger Bucht.
Typ-XXI-Programm: Luftraumüberwachung über den Ausrüstungspier und Erprobungsfeldern für die neuen Elektro-U-Boote zur Gewährleistung der termingerechten Frontreife.
Biografischer Marker: In den Personalunterlagen markiert die Dienststellung „Flakkommandeur Gotenhafen“ eine Position mit höchster Verantwortung für die maritime Infrastruktur im Osten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 642 Marine-Flakabteilungen: Kernbestand für die Aufstellungsbefehle, taktische Gliederungspläne und Batterie-Stellungslisten im Raum Gotenhafen.
BArch RM 45-I / 62 Küstenbefehlshaber mittlere Ostsee: Akten zur operativen Führung durch den Flakkommandeur und die Luftabwehrkoordination in der Danziger Bucht.
BArch RM 7 / 2341 Seekriegsleitung (Skl): Berichte zur Verteidigung Gotenhafens und dem taktischen Einsatz der Flak-Abteilungen im infanteristischen Erdkampf 1945.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Die Marine-Flak im Bereich Gotenhafen und Westpreußen).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 8, zur systematischen Übersicht der Marine-Flak-Abteilung 219 und deren Unterstellungen).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Bietet technische Details zur Bewaffnung und Struktur des Marine-Flakregiments 9 in der Ostsee).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132