Aktionen

Marinebefehlshaber Nordfrankreich: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 +
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die Dienststelle des '''Marinebefehlshabers Nordfrankreich''' wurde im Mai 1940 in Boulogne aufgestellz und dem Kommandierenden Admiral Frankreich unterstellt. Der Befehlsbereich des Marinebefehlshabers umfasste zunächst die französische Nordküste. Im Juni 1940 wurde der Befehlsbereich um die belgische Küste bis zur belgisch-holländischen Grenze mit Ausnahme Antwerpens erweitert (Antwerpen gehörte zum Befehlsbereich des Kommandierenden Admirals in den Niederlanden). Im Juli 1940 wurde der Befehlsbereich aufgeteilt. Der Stab war nunmehr für den westlichen Teil des bisherigen Befehlsbereichs von der Mündung des Coueson in die Bucht von Saint-Michel bis zur Somme-Mündung verantwortlich. Für den nordöstlichen Befehlsbereich wurde die Dienststelle des Marinebefehlshabers Kanalküste eingerichtet.Im Februar 1941 wurden die beiden Befehlsbereiche unter dem Marinebefehlshaber Kanalküste wieder vereinigt, wobei die Dienststelle des Marinebefehlshabers Nordfrankreich aufgelöst wurde.
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Aufgestellt im Mai 1940 in Boulogne für das Gebiet Nordfrankreich bis zur belgisch-holländischen Grenze. Im Juli 1940 nach Trouville verlegt, verkleinerte sich der Befehlsbereich im Osten bis zur Somme-Mündung, im Westen bis zur Cousesnon-Mündung. Im Februar 1941 aufgelöst, der Befehlsbereich kam zum Marinebefehlshaber Kanalküste.
+
! Dienststelle
 +
! '''Marinebefehlshaber Nordfrankreich'''
 +
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| colspan="3" | Die Dienststelle des Marinebefehlshabers Nordfrankreich war eine territoriale Kommandobehörde zur Sicherung und Verwaltung der besetzten Küstenabschnitte in Belgien und Frankreich. Errichtet im Mai 1940 in Boulogne, unterstand sie dem Kommandierenden Admiral Frankreich. Der Befehlsbereich erstreckte sich zunächst über die französische Nordküste und die belgische Grenze. Nach einer Teilung im Juli 1940 verantwortete der Stab von Trouville aus den westlichen Abschnitt bis zur Mündung des Couesnon. Für die U-Boot-Waffe war diese Dienststelle in der kritischen Phase 1940/41 von strategischer Bedeutung, da sie die Küstenabschnitte für die riskante Passage durch die engste Stelle des Ärmelkanals sicherte und die Häfen als logistische Nothäfen für einlaufende Boote instand setzte, bevor der Stab im Februar 1941 im Kommando des Marinebefehlshabers Kanalküste aufging.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Errichtung im Mai 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug; Sitz zunächst in Boulogne zur Koordination der maritimen Sicherung im besetzten Gebiet.
 +
|-
 +
 +
| Bereichsdynamik: || colspan="3" | Juli 1940: Verlegung nach Trouville; Zuständigkeit für den Abschnitt Somme-Mündung bis zur Bucht von Saint-Michel (Mündung des Couesnon).
 +
|-
 +
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Operative Führung durch das Marinegruppenkommando West; truppendienstliche Zuordnung zum Kommandierenden Admiral Frankreich.
 +
|-
 +
 +
| Auflösung: || colspan="3" | Februar 1941: Organisatorische Zusammenführung mit dem Marinebefehlshaber Kanalküste zur Straffung der Verteidigungsstrukturen im Invasionsraum.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| Kanalsicherung: || colspan="3" | Überwachung der Flanken während der U-Boot-Passagen durch die Straße von Dover; Koordination der Küsten-Artillerie zur Abwehr britischer Flottenvorstöße.
 +
|-
 +
 +
| Stützpunktaufbau: || colspan="3" | Leitung der Instandsetzungsarbeiten in Häfen wie Boulogne und Trouville zur Schaffung logistischer Kapazitäten und geschützter Ankerplätze für U-Boote.
 +
|-
 +
 +
| Küstenschutz: || colspan="3" | Führung der Hafenschutzflottillen und Sicherungsverbände im Kanalbereich als defensiver Schirm für die verlegenden Frontboote auf dem Weg in den Atlantik.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| BArch RM 35-II || colspan="3" | Marinegruppenkommando West: Akten zur operativen Führung, den territorialen Befugnissen und den taktischen Anweisungen für den Marinebefehlshaber Nordfrankreich.
 +
|-
 +
 +
| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zur strategischen Bewertung der Befehlshaber-Dienststellen an der Kanalküste und deren Bedeutung für die Passage der Flotte.
 +
|-
 +
 +
| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalwesen: Dokumente zur personellen Besetzung der Stäbe und der unterstellten Sicherungseinheiten im Befehlsbereich Nordfrankreich/Belgien.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Die Struktur der Marinebefehlshaber im besetzten Frankreich).
 +
|-
 +
 +
| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Darstellung der taktischen Gliederung der Seekommandanturen und Batteriestellungen im Westraum).
 +
|-
 +
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marinebefehlshaber und deren zeitlicher Abfolge).
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 13:19 Uhr

Dienststelle Marinebefehlshaber Nordfrankreich
Die Dienststelle des Marinebefehlshabers Nordfrankreich war eine territoriale Kommandobehörde zur Sicherung und Verwaltung der besetzten Küstenabschnitte in Belgien und Frankreich. Errichtet im Mai 1940 in Boulogne, unterstand sie dem Kommandierenden Admiral Frankreich. Der Befehlsbereich erstreckte sich zunächst über die französische Nordküste und die belgische Grenze. Nach einer Teilung im Juli 1940 verantwortete der Stab von Trouville aus den westlichen Abschnitt bis zur Mündung des Couesnon. Für die U-Boot-Waffe war diese Dienststelle in der kritischen Phase 1940/41 von strategischer Bedeutung, da sie die Küstenabschnitte für die riskante Passage durch die engste Stelle des Ärmelkanals sicherte und die Häfen als logistische Nothäfen für einlaufende Boote instand setzte, bevor der Stab im Februar 1941 im Kommando des Marinebefehlshabers Kanalküste aufging.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Errichtung im Mai 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug; Sitz zunächst in Boulogne zur Koordination der maritimen Sicherung im besetzten Gebiet.
Bereichsdynamik: Juli 1940: Verlegung nach Trouville; Zuständigkeit für den Abschnitt Somme-Mündung bis zur Bucht von Saint-Michel (Mündung des Couesnon).
Unterstellung: Operative Führung durch das Marinegruppenkommando West; truppendienstliche Zuordnung zum Kommandierenden Admiral Frankreich.
Auflösung: Februar 1941: Organisatorische Zusammenführung mit dem Marinebefehlshaber Kanalküste zur Straffung der Verteidigungsstrukturen im Invasionsraum.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kanalsicherung: Überwachung der Flanken während der U-Boot-Passagen durch die Straße von Dover; Koordination der Küsten-Artillerie zur Abwehr britischer Flottenvorstöße.
Stützpunktaufbau: Leitung der Instandsetzungsarbeiten in Häfen wie Boulogne und Trouville zur Schaffung logistischer Kapazitäten und geschützter Ankerplätze für U-Boote.
Küstenschutz: Führung der Hafenschutzflottillen und Sicherungsverbände im Kanalbereich als defensiver Schirm für die verlegenden Frontboote auf dem Weg in den Atlantik.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II Marinegruppenkommando West: Akten zur operativen Führung, den territorialen Befugnissen und den taktischen Anweisungen für den Marinebefehlshaber Nordfrankreich.
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zur strategischen Bewertung der Befehlshaber-Dienststellen an der Kanalküste und deren Bedeutung für die Passage der Flotte.
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Dokumente zur personellen Besetzung der Stäbe und der unterstellten Sicherungseinheiten im Befehlsbereich Nordfrankreich/Belgien.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Die Struktur der Marinebefehlshaber im besetzten Frankreich).
Harnack, Wolfgang „Die Verteidigung der Küsten“ (Detaillierte Darstellung der taktischen Gliederung der Seekommandanturen und Batteriestellungen im Westraum).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marinebefehlshaber und deren zeitlicher Abfolge).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132