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11. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die 11. Vorpostenflottille war ein operativer Verband der Sicherungsstreitkräfte, der im September 1939 aus acht Fischdampfern für den Dienst in der Ostsee aufgestellt wurde. Nach ihrer Verlegung in die Nordsee im Januar 1940 übernahm die Flottille zentrale Aufgaben im Geleit- und Sicherungsdienst auf der strategisch wichtigen Route zwischen der Elbmündung und Rotterdam. Als Teil der Vorpostenverbände leistete sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Handelsschifffahrt und zur Überwachung des Küstenvorfeldes gegen feindliche See- und Luftstreitkräfte.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formiert im September 1939 aus acht requirierten Fischdampfern. Die Unterstellung erfolgte zunächst unter den Führer der Vorpostenboote Ost, später unter den Führer der Vorpostenboote Nord.
 
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| Standort: || colspan="3" | Nach dem ersten Einsatz in der Ostsee erfolgte im Januar 1940 die Verlegung in die Nordsee mit dem Hauptstützpunkt Wesermünde.
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| Operationen: || colspan="3" | 1939 Ostsee; 1940–1943 Nordsee (im Austausch gegen die 10. V-Flottille). Einsatzschwerpunkt war der Geleitdienst auf der Strecke Elbe-Rotterdam zur Sicherung des Nachschubs.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 stellte die Flottille ihren Dienst ein; die verbliebenen Fahrzeuge wurden teilweise dem Deutschen Minenräumdienst zugeteilt oder an die Eigner zurückgegeben.
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale
  
Aufgestellt im September 1939 aus acht Fischdampfern. Eingesetzt in der Ostsee und im Januar 1940 in die Nordsee verlegt und im geleit Elbe/Rotterdam eingesetzt. Sie unterstand dabei dem Führer der Vorpostenboote Nord.
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'''Operationen:'''
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Die eingesetzten Fischdampfer wurden für den Kriegseinsatz mit leichten und mittleren Flak-Waffen sowie Wasserbomben-Abwurfschienen für die U-Jagd ausgerüstet.
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1939 - Ostsee
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Hauptaufgabe war die Sicherung von Frachtschiffen gegen britische Schnellbootangriffe und Lufttorpedos in den engen Fahrwassern der niederländischen und deutschen Küste.
1940 - 1943 - Nordsee (im Austausch gegen die 10. V-Flottille). Stützpunkt Wesermünde. Einsatz im Geleitdienst Elbe-Rotterdam.
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'''Einheiten der Flottille:'''
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| Vorpostendienst: || colspan="3" | Kontinuierliche Überwachung der Seegebiete zur frühzeitigen Identifizierung feindlicher Minenleger und zur Meldung von Flugzeugbewegungen.
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Vp. 1101, Vp. 1102, Vp. 1102 II, Vp. 1103, Vp. 1103 II, Vp. 1104, Vp. 1104 II, Vp. 1105, Vp. 1105 II, Vp. 1106, Vp. 1106 II,
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
  
Vp. 1106 III, Vp. 1106 IV, Vp. 1106 V, Vp. 1107, Vp. 1107 II, Vp. 1107 III, Vp. 1108, Vp. 1109, Vp. 1110, Vp. 1111, Vp. 1112,
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Vp. 1113, Vp. 1114, Vp. 1115.
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| Transit-Sicherung: || colspan="3" | Die Flottille sicherte die Zwangswege in der Deutschen Bucht, die von U-Booten beim Auslaufen aus den Nordseehäfen in Richtung Atlantik genutzt werden mussten.
 
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| Fliegerabwehr: || colspan="3" | Durch den Flak-Schutz der Vorpostenboote wurden alliierte Jagdbomber davon abgehalten, U-Boote im aufgetauchten Zustand während der Revierfahrt anzugreifen.
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| Seenotfall: || colspan="3" | Beteiligung an Such- und Rettungsoperationen für in der Nordsee verunglückte oder durch Feindeinwirkung beschädigte U-Boote.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 65 || colspan="3" | Führer der Vorpostenboote: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 11. Vorpostenflottille in der Nordsee und Ostsee.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die Geleitzuglage im Raum Elbe-Rotterdam und die Sicherungsmaßnahmen der V-Flottillen.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über Flottillenchefs und Kommandanten der eingesetzten Vorpostenboote.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
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| Arndt, Peter || colspan="3" | „Deutsche Sperrbrecher 1914–1945“ (Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Sperrbrechern und Vorpostenbooten).
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| Fock, Harald || colspan="3" | „Flottenchronik“ (Details zu den organisatorischen Änderungen und Unterstellungen der Sicherungsverbände).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 15:04 Uhr

Verband 11. Vorpostenflottille
Die 11. Vorpostenflottille war ein operativer Verband der Sicherungsstreitkräfte, der im September 1939 aus acht Fischdampfern für den Dienst in der Ostsee aufgestellt wurde. Nach ihrer Verlegung in die Nordsee im Januar 1940 übernahm die Flottille zentrale Aufgaben im Geleit- und Sicherungsdienst auf der strategisch wichtigen Route zwischen der Elbmündung und Rotterdam. Als Teil der Vorpostenverbände leistete sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Handelsschifffahrt und zur Überwachung des Küstenvorfeldes gegen feindliche See- und Luftstreitkräfte.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert im September 1939 aus acht requirierten Fischdampfern. Die Unterstellung erfolgte zunächst unter den Führer der Vorpostenboote Ost, später unter den Führer der Vorpostenboote Nord.
Standort: Nach dem ersten Einsatz in der Ostsee erfolgte im Januar 1940 die Verlegung in die Nordsee mit dem Hauptstützpunkt Wesermünde.
Operationen: 1939 Ostsee; 1940–1943 Nordsee (im Austausch gegen die 10. V-Flottille). Einsatzschwerpunkt war der Geleitdienst auf der Strecke Elbe-Rotterdam zur Sicherung des Nachschubs.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 stellte die Flottille ihren Dienst ein; die verbliebenen Fahrzeuge wurden teilweise dem Deutschen Minenräumdienst zugeteilt oder an die Eigner zurückgegeben.
Spezifische Merkmale
Ausrüstung: Die eingesetzten Fischdampfer wurden für den Kriegseinsatz mit leichten und mittleren Flak-Waffen sowie Wasserbomben-Abwurfschienen für die U-Jagd ausgerüstet.
Geleitschutz: Hauptaufgabe war die Sicherung von Frachtschiffen gegen britische Schnellbootangriffe und Lufttorpedos in den engen Fahrwassern der niederländischen und deutschen Küste.
Vorpostendienst: Kontinuierliche Überwachung der Seegebiete zur frühzeitigen Identifizierung feindlicher Minenleger und zur Meldung von Flugzeugbewegungen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Sicherung: Die Flottille sicherte die Zwangswege in der Deutschen Bucht, die von U-Booten beim Auslaufen aus den Nordseehäfen in Richtung Atlantik genutzt werden mussten.
Fliegerabwehr: Durch den Flak-Schutz der Vorpostenboote wurden alliierte Jagdbomber davon abgehalten, U-Boote im aufgetauchten Zustand während der Revierfahrt anzugreifen.
Seenotfall: Beteiligung an Such- und Rettungsoperationen für in der Nordsee verunglückte oder durch Feindeinwirkung beschädigte U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 65 Führer der Vorpostenboote: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 11. Vorpostenflottille in der Nordsee und Ostsee.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Geleitzuglage im Raum Elbe-Rotterdam und die Sicherungsmaßnahmen der V-Flottillen.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Flottillenchefs und Kommandanten der eingesetzten Vorpostenboote.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen).
Arndt, Peter „Deutsche Sperrbrecher 1914–1945“ (Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Sperrbrechern und Vorpostenbooten).
Fock, Harald „Flottenchronik“ (Details zu den organisatorischen Änderungen und Unterstellungen der Sicherungsverbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132