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Admiral Schwarzes Meer: Unterschied zwischen den Versionen

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| Stabsquartiere: || colspan="3" | Bukarest; ab 12.05.1942 Eforia/Konstanza; ab 23.06.1942 Simferopol/Krim; ab Sept. 1943 Odessa; zuletzt Carmen Sylva und Plzeň.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Zunächst OKM direkt; ab März 1941 Admiral Südost; ab Februar 1943 Marinegruppenkommando Süd. Personal via Station Ostsee.
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| Ende 1944: || colspan="3" | Nach dem Kriegsaustritt Rumäniens (25.08.1944) Rückzug der Einheiten über Serbien nach Deutschland; Auflösung der Dienststelle im Oktober 1944.
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| Stützpunkte: || colspan="3" | Sicherstellung der logistischen Infrastruktur in Konstanza (Rumänien) und Sewastopol (Krim) für die Instandsetzung und Versorgung der U-Boote.
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| Evakuierung: || colspan="3" | Nach dem Verlust der Basen 1944 koordinierten die Stäbe die Selbstversenkung der letzten Boote vor der türkischen Küste und den Rückzug des Personals.
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| BArch RM 35-III || colspan="3" | Dienststellen im Bereich Schwarzes Meer: Kriegstagebücher und Akten des Admirals/Kommandierenden Admirals Schwarzes Meer.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage im Schwarzen Meer und die Zusammenarbeit mit den rumänischen Verbündeten.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Dienstzeiten der Befehlshaber und Stabsoffiziere im Kommandobereich Südost/Süd.
 
 
Gegründet wurde diese Dienststelle im Februar 1941 als Teil der Deutschen Wehrmachtmission in Rumänien und im Rahmen der Deutschen Marinemission in Rumänien, am 05.04.1941 wurde ein Chef installiert. Am 01.07.1941 wurde die Dienstelle dann endgültig in "Admiral Schwarzes Meer" umbenannt. Die Stabsquartiere lagen in Bukarest, ab 12.05.1942 in Eforia bei Konstanza und ab dem 23.06.1942 in Simferopol auf der Krim (im Sommer 1942 Residierte ein kleiner Führungsstab in Fort Ivan Baba). Im März 1941, wurde der Admiral Schwarzes Meer, dem Befehl des Admirals Südost unterstellt. Zuvor war er direkt dem Oberkommando der Marine untergeordnet und in Personalangelegenheiten dem Stationskommando Ostsee angegliedert. Der Admiral Schwarzes Meer war der See- und Landführer aller Seestreitkräfte im Schwarzen Meer. Das Kommandogebiet umfasste das gesamte Schwarze Meer, das Asowsche Meer und alle angrenzenden Küsten in deutscher Hand. Am 01.02.1943 wurde er zum Kommandierender Admiral Schwarzes Meer umbenannt.
 
 
 
Nach der Umbenennung wurde die Dienststelle Marinegruppenkommando Süd untergeordnet. Im September 1943 wurde der Quartiermeisterstab, zusammen mit dem in Simferopol verbleibenden Führungsstab, nach Odessa verlegt. Im Februar 1944 wurde das Personal von Konstanza nach Carmen Sylva verlegt, ein kleine Reststab blieb kurzfristig auf der Krim in Betrieb. Mit dem rumänischen Ausstieg aus dem Krieg am 25.08.1944 war der Kommandierender Admiral Schwarzes Meer praktisch ohne Befehlsgebiet. Die Mehrzahl der verbleibenden Schiffe und Fahrzeuge wurde zerstört, einige Fahrzeuge und Schiffe wurden auf der Donau in deutsch kontrolliertes Gebieten evakuiert. Die Landeinheiten und Schiffsbesatzungen zogen von Rumänien aus, durch Serbien, nach Deutschland. Der Admiral und seine Mitarbeiter ließen sich nach dem Rückzug in Plzeň in Böhmen nieder. Die Dienststelle wurde im Oktober 1944 aufgelöst.
 
 
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'''BEFEHLSHABER'''
 
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| || 15.05.1942 - 14.09.1942 || Vizeadmiral || Hans-Heinrich Wurmbach
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Landdienststellen: Admiral Schwarzes Meer).
 
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| || 15.09.1942 - 09.11.1942 || Konteradmiral || Hellmuth Heye
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Struktur der Kommandobehörden im Südraum).
 
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| || 10.11.1942 - 01.02.1943 || Vizeadmiral || Robert Witthoeft-Emden
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS“ (Gliederung der Marineeinheiten im Schwarzen Meer).
 
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| || 01.02.1943 - 19.11.1943 || Vizeadmiral || Gustav Kieseritzky
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| || 22.11.1943 - 09.11.1944 || Vizeadmiral || Helmuth Brinkmann
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'''UNTERSTELLTE EINHEITEN'''
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
 
Seekommandant Kaukasus, Seekommandant Krim, Seekommandant Ukraine, Seekommandant X, Seetransportchef Schwarzes Meer, Oberwerftstab Schwarzes Meer, Deutsches Marinelehrkommando Rumänien, 11. Marinenachrichtenabteilung (mot.), 1. Marinekraftwageneinsatzabteilung, Marinefestungspionierbataillon 340, Donauflottille, [[30. U-Flottille]], 1. Schnellbootsflottille, 3. Räumbootsflottille, 30. Räumbootsflottille, 30. Geleitflottille, 31. Geleitflottille, 1. Unterseebootsjagdflottille, 3. Unterseebootsjagdflottille, 23. Unterseebootsjagdflottille, 3. Artillerieträgerflottille, 3. Transportflottille, 1. Landungsflottille, 3. Landungsflottille, 5. Landungsflottille, 7. Landungsflottille.
 
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 10:47 Uhr

Dienststelle Admiral Schwarzes Meer
Gegründet im Februar 1941 als Teil der Deutschen Wehrmachtmission in Rumänien, fungierte die Dienststelle als See- und Landführer aller Seestreitkräfte im Schwarzen Meer. Am 01.07.1941 erfolgte die endgültige Umbenennung in Admiral Schwarzes Meer. Das Kommandogebiet umfasste das gesamte Schwarze Meer, das Asowsche Meer und alle angrenzenden Küsten in deutscher Hand. Am 01.02.1943 wurde die Dienststelle in Kommandierender Admiral Schwarzes Meer umbenannt und dem Marinegruppenkommando Süd unterstellt. Nach dem Verlust des Befehlsgebiets im August 1944 wurde die Dienststelle im Oktober 1944 offiziell aufgelöst.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Februar 1941 (Wehrmachtmission); ab 05.04.1941 mit Chef; ab 01.07.1941 Admiral Schwarzes Meer; ab 01.02.1943 Kommandierender Admiral.
Stabsquartiere: Bukarest; ab 12.05.1942 Eforia/Konstanza; ab 23.06.1942 Simferopol/Krim; ab Sept. 1943 Odessa; zuletzt Carmen Sylva und Plzeň.
Unterstellung: Zunächst OKM direkt; ab März 1941 Admiral Südost; ab Februar 1943 Marinegruppenkommando Süd. Personal via Station Ostsee.
Ende 1944: Nach dem Kriegsaustritt Rumäniens (25.08.1944) Rückzug der Einheiten über Serbien nach Deutschland; Auflösung der Dienststelle im Oktober 1944.
Die Befehlshaber
1941 - 1942: Vizeadmiral Friedrich-Wilhelm Fleischer (05.04.1941 - 02.05.1942).
1942: Vizeadmiral Hans-Heinrich Wurmbach (15.05.1942 - 14.09.1942).
1942: Konteradmiral Hellmuth Heye (15.09.1942 - 09.11.1942).
1942 - 1943: Vizeadmiral Robert Witthoeft-Emden (10.11.1942 - 01.02.1943).
1943: Vizeadmiral Gustav Kieseritzky (01.02.1943 - 19.11.1943).
1943 - 1944: Vizeadmiral Helmuth Brinkmann (22.11.1943 - 09.11.1944).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
30. U-Flottille: Der Admiral Schwarzes Meer war operativ verantwortlich für den Einsatz der 30. U-Boot-Flottille (U 9, U 18, U 19, U 20, U 23, U 24) im Kampf gegen die Sowjetflotte.
Stützpunkte: Sicherstellung der logistischen Infrastruktur in Konstanza (Rumänien) und Sewastopol (Krim) für die Instandsetzung und Versorgung der U-Boote.
Evakuierung: Nach dem Verlust der Basen 1944 koordinierten die Stäbe die Selbstversenkung der letzten Boote vor der türkischen Küste und den Rückzug des Personals.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-III Dienststellen im Bereich Schwarzes Meer: Kriegstagebücher und Akten des Admirals/Kommandierenden Admirals Schwarzes Meer.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage im Schwarzen Meer und die Zusammenarbeit mit den rumänischen Verbündeten.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeiten der Befehlshaber und Stabsoffiziere im Kommandobereich Südost/Süd.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Landdienststellen: Admiral Schwarzes Meer).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Struktur der Kommandobehörden im Südraum).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS“ (Gliederung der Marineeinheiten im Schwarzen Meer).
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