Aktionen

12. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 3: Zeile 3:
 
| || colspan="3" |  
 
| || colspan="3" |  
  
{| class="wikitable"
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband
 
! '''12. Minensuchflottille'''
 
! '''12. Minensuchflottille'''
 
|-
 
|-
Zeile 15: Zeile 15:
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Die 12. Minensuchflottille wurde im September 1939 aufgestellt. Aufgelöst im Oktober 1942. Boote an die 46. Minensuchflottille übergeben. Die Besatzungen bilden die 24. Minensuchflottille. Neuaufgestellt im November 1944 für den Geleitdienst in der Ostsee. Aufgelöst im November 1947.
+
| colspan="3" | Die 12. Minensuchflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der in seiner zweiten Aufstellungsphase (1942–1944) eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Westfrankreich einnahm. Mit Hauptbasen in Lorient, Brest und Concarneau war die Flottille für das „Ein- und Ausboxen“ der Front-U-Boote im gefährlichen Küstenvorfeld der Biskaya verantwortlich. Neben der aktiven Minenräumung zum Schutz vor britischen Luftminen bot der Verband auslaufenden Booten massiven Flak-Schutz gegen alliierte Jagdbomber und koordinierte Rettungsmaßnahmen bei Verlusten im Golf von Gascogne.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | '''Operationen'''
+
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historischer Kontext & Einsatzphasen
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Erste Aufstellung: || colspan="3" | September 1939 bis Mai 1940; formiert aus Hilfsminensuchbooten und Fischdampfern; Einsatzschwerpunkt in der Ostsee und Sicherung während des Unternehmens „Weserübung“.
 +
|-
 +
| Zweite Aufstellung: || colspan="3" | Neuaufstellung im März 1942 in Den Helder aus der 2. M-Flottille (Reserve); Ausrüstung mit modernen Minensuchbooten vom Typ 1940 (z. B. M 402, M 443) für den harten Biskayadienst.
 +
|-
 +
| Stützpunkte West: || colspan="3" | Operative Basis in Lorient (Bunker „Keroman“), Brest und Concarneau; Sicherung der strategischen Ansteuerungswege der Atlantik-Flottillen bis zur Auflösung im August 1944.
 +
|-
 +
| Kampfhandlungen: || colspan="3" | Permanenter Abwehrkampf gegen britische Schnellboote, Zerstörer und Luftstreitkräfte; Beteiligung an der Evakuierung der französischen Westküste nach der alliierten Invasion.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" |1939 – 1942: Sicherungsdienst in der Nordsee, im holländischen Küstenvorfeld und im Kanal.  
+
| Geleitsicherung: || colspan="3" | Durchführung des „Ein- und Ausboxens“; direkter Schutz der Frontboote vor feindlichen U-Jagd-Verbänden während der besonders verwundbaren Revierfahrt im Küstenvorfeld.
 +
|-
 +
| Minenabwehr: || colspan="3" | Kontinuierliches Freihalten der Fahrrinnen von britischen Magnet- und Akustikminen zur Gewährleistung verlustfreier Ein- und Auslaufmanöver der schweren U-Boot-Einheiten.
 
|-
 
|-
| colspan="3" |1944 - 1945: Geleitdienst in der Ostsee.
+
| Flak-Schirm: || colspan="3" | Bereitstellung einer mobilen Flugabwehrplattform für U-Boote; Abwehr von Luftangriffen während der Passage durch die stark überwachte Biskaya-Zone.
 +
|-
 +
| Seenotrettung: || colspan="3" | Einsatz der M-Boote zur gezielten Suche und Aufnahme von Überlebenden versenkter U-Boote im Operationsgebiet des Golfs von Gascogne.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| BArch RM 106-350 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 12. Minensuchflottille inklusive detaillierter Gefechtsberichte aus der Biskaya.
 
|-
 
|-
| ||  
+
| BArch RM 45-V || colspan="3" | Marinedienststellen in Frankreich: Dokumentiert die operative Unterstellung unter den Führer der Minensuchboote West und die Geleitkoordination mit dem B.d.U.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/12MinSuch.htm | → 12. Minensuchflottille]
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige der M-Boote M 402 bis M 443 mit Dokumentationen über Abwehrerfolge gegen Luftangriffe.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Westraum).
 +
|-
 +
| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Technische Daten und Verbleib der Minensuchboote vom Typ 1940).
 +
|-
 +
| Lassaulx, Friedrich v. || colspan="3" | „Minensuchboote gegen England“ (Zeitgenössischer Bericht über die taktischen Herausforderungen im Sicherungsdienst an der Atlantikküste).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 3. März 2026, 11:32 Uhr

Verband 12. Minensuchflottille
Die 12. Minensuchflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der in seiner zweiten Aufstellungsphase (1942–1944) eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Westfrankreich einnahm. Mit Hauptbasen in Lorient, Brest und Concarneau war die Flottille für das „Ein- und Ausboxen“ der Front-U-Boote im gefährlichen Küstenvorfeld der Biskaya verantwortlich. Neben der aktiven Minenräumung zum Schutz vor britischen Luftminen bot der Verband auslaufenden Booten massiven Flak-Schutz gegen alliierte Jagdbomber und koordinierte Rettungsmaßnahmen bei Verlusten im Golf von Gascogne.
Historischer Kontext & Einsatzphasen
Erste Aufstellung: September 1939 bis Mai 1940; formiert aus Hilfsminensuchbooten und Fischdampfern; Einsatzschwerpunkt in der Ostsee und Sicherung während des Unternehmens „Weserübung“.
Zweite Aufstellung: Neuaufstellung im März 1942 in Den Helder aus der 2. M-Flottille (Reserve); Ausrüstung mit modernen Minensuchbooten vom Typ 1940 (z. B. M 402, M 443) für den harten Biskayadienst.
Stützpunkte West: Operative Basis in Lorient (Bunker „Keroman“), Brest und Concarneau; Sicherung der strategischen Ansteuerungswege der Atlantik-Flottillen bis zur Auflösung im August 1944.
Kampfhandlungen: Permanenter Abwehrkampf gegen britische Schnellboote, Zerstörer und Luftstreitkräfte; Beteiligung an der Evakuierung der französischen Westküste nach der alliierten Invasion.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitsicherung: Durchführung des „Ein- und Ausboxens“; direkter Schutz der Frontboote vor feindlichen U-Jagd-Verbänden während der besonders verwundbaren Revierfahrt im Küstenvorfeld.
Minenabwehr: Kontinuierliches Freihalten der Fahrrinnen von britischen Magnet- und Akustikminen zur Gewährleistung verlustfreier Ein- und Auslaufmanöver der schweren U-Boot-Einheiten.
Flak-Schirm: Bereitstellung einer mobilen Flugabwehrplattform für U-Boote; Abwehr von Luftangriffen während der Passage durch die stark überwachte Biskaya-Zone.
Seenotrettung: Einsatz der M-Boote zur gezielten Suche und Aufnahme von Überlebenden versenkter U-Boote im Operationsgebiet des Golfs von Gascogne.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106-350 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 12. Minensuchflottille inklusive detaillierter Gefechtsberichte aus der Biskaya.
BArch RM 45-V Marinedienststellen in Frankreich: Dokumentiert die operative Unterstellung unter den Führer der Minensuchboote West und die Geleitkoordination mit dem B.d.U.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Marineangehörige der M-Boote M 402 bis M 443 mit Dokumentationen über Abwehrerfolge gegen Luftangriffe.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Westraum).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 2: Technische Daten und Verbleib der Minensuchboote vom Typ 1940).
Lassaulx, Friedrich v. „Minensuchboote gegen England“ (Zeitgenössischer Bericht über die taktischen Herausforderungen im Sicherungsdienst an der Atlantikküste).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132