Aktionen

1. U-Ausbildungsabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
(13 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[1. U-Ausbildungsabteilung]]  - - [[2. U-Ausbildungsabteilung]] - - - - [[Die Heimat der U-Boote]] - - [[Hauptseite]]
+
1. U-Ausbildungsabteilung [[2. U-Ausbildungsabteilung]]
  
<big><span style="color:saddlebrown;">ABTEILUNG</span></big>
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
|-
 +
| || colspan="3" |
 +
 
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
 
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
| style="width:92%" |
+
| style="width:75%" |
| style="width:2%" |
+
|-
 +
! Dienststelle
 +
! '''1. Unterseebootsausbildungsabteilung'''
 
|-
 
|-
|<br>
+
| ||
 
|-
 
|-
| || '''Stützpunkt: || Plön
+
| ||
 
|-
 
|-
| || '''Aufgestellt:''' || 00.02.1940
+
| colspan="3" | Die 1. U.A.A. war die zentrale Instanz für die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer. Sie fungierte als Bindeglied zwischen der allgemeinen Schiffsstammabteilung und der praktischen Seeausbildung. Ihr Fokus lag auf der Vermittlung technischer und taktischer Basiskenntnisse in schulischer Form sowie an Modellen und Simulatoren an Land.
 
|-
 
|-
| || '''Aufgelöst:''' || 08.05.1945
+
| ||
 
|-
 
|-
|<br>
+
| ||
 
|-
 
|-
|}
+
! colspan="3" | Standorte, Unterstellung & Geschichte
 
+
|-
<big><span style="color:saddlebrown;">KOMMANDEURE</span></big>
+
| ||
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
|-
 +
| Hauptstandort: || colspan="3" | Plön (Schleswig-Holstein), Lager Stadtheide. Die übergeordnete Division operierte zudem in Neustadt i.H., Pillau und gegen Kriegsende in Hamburg-Finkenwerder.
 +
|-
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.) zugeordnet.
 +
|-
 +
| Kriegsende: || colspan="3" | Auflösung im März 1945 im Raum Hamburg. Einsatz von Teilen des Personals in Marine-Infanterie-Verbänden während der letzten Abwehrkämpfe.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Ausbildungsinhalte & Spezifische Besonderheiten
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Besonderheit „Rundgang-Examen“: || colspan="3" | In Plön mussten die Schüler an großformatigen Wandtafeln und Schnittmodellen des Typs VII C im „Blind-Verfahren“ jedes Ventil und jede Leitung benennen. Dieses Auswendiglernen der Rohrpläne war die lebensnotwendige Basis für die spätere Leckabwehr unter Wasser.
 +
|-
 +
| Besonderheit „Tauchretter-Vorschulung“: || colspan="3" | Die 1. U.A.A. führte die theoretische und erste praktische Einweisung in den Dräger-Tauchretter durch. In kleinen Übungsbecken wurde das Atmen unter Widerstand und der Druckausgleich trainiert, bevor es zur „Härteprüfung“ nach Neustadt ging.
 +
|-
 +
| Besonderheit „Lager Stadtheide“: || colspan="3" | Das Ausbildungslager in Plön war bekannt für seinen extremen Fokus auf Ordnung und technische Disziplin. Die Schüler wurden darauf eingeschworen, dass „Schlamperei an Land den Tod auf See“ bedeutet.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Kommandeure
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| 00.02.1940 – 00.05.1940: || colspan="3" | Fregattenkapitän Hans Rose.
 +
|-
 +
| 00.06.1940 – 00.11.1941: || colspan="3" | Fregattenkapitän Albrecht Schmidt.
 +
|-
 +
| 00.11.1941 – 00.04.1943: || colspan="3" | Kapitän zur See Lothar Zechlin.
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| 00.07.1943 – 00.02.1945: || colspan="3" | Fregattenkapitän Friedrich-Karl Schünemann.
| style="width:25%" |
 
| style="width:20%" |
 
| style="width:80%" |
 
 
|-
 
|-
|<br>
+
| 00.02.1945 – 00.05.1945: || colspan="3" | Fregattenkapitän Hans Pauckstadt.
 
|-
 
|-
| || 00.02.1940 - 00.05.1940 || Fregattenkapitän || Hans Rose
+
| ||
 
|-
 
|-
| || 00.06.1940 - 00.11.1941 || Fregattenkapitän || Albrecht Schmidt
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
|-
 
|-
| || 00.11.1941 - 00.04.1943 || Kapitän zur See || Lothar Zechlin
+
| ||
 
|-
 
|-
| || 00.07.1943 - 00.02.1945 || Fregattenkapitän || Friedrich-Karl Schünemann
+
| Auswahlfilter: || colspan="3" | Wer in Plön die theoretischen Hürden der Rohrpläne oder die Tauchretter-Einweisung nicht bestand, wurde ausgesondert und erreichte nie ein Schulboot.
 
|-
 
|-
| || 00.02.1945 - 08.05.1945 || Fregattenkapitän || [[Hans Pauckstadt]]
+
| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert die 1. U.A.A. den Moment, in dem aus einem allgemeinen Marinesoldaten ein spezialisierter U-Boot-Fahrer wurde.
 
|-
 
|-
|<br>
+
| ||
 
|-
 
|-
|}
+
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
 
<big><span style="color:saddlebrown;">ANMERKUNGEN</span></big>
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| ||  
| style="width:20%" |
 
| style="width:95%" |
 
| style="width:2%" |
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
+
| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Unterseeboot-Ausbildungsabteilungen (Lehrgangsverzeichnisse und Organisationsunterlagen zur 1. U.A.A. Plön).
 
 
Die 1. U-Ausbildungsabteilung wurde im Februar 1940 als U-Ausbildungabteilung gegründet. Im April 1941 wurde sie in 1. U-Ausbildungsflottille umbenannt. Sie wurde bei Kriegsende am 08.05.1945 aufgelöst. Diese Abteilungen dienten der Ausbildung und Schulung von U-Bootbesatzungen und Kommandanten.
 
 
 
<span style="color:red;">HINWEIS:</span> Alle <span style="color:blue;">BLAU</span>  hervorgehobenen Wörter, Bezeichnungen und Personen sind Verlinkungen zur besseren Erklärung. <span style="color:green;">GRÜN</span>  hervorgehobene Wörter, Bezeichnungen und Personen sind Verlinkungen die noch nicht bearbeitet sind, aber in Zukunft noch bearbeitet werden. Ein Klick auf diese Stellen wird sie zu der entspechenden Erklärung führen.
 
 
|-
 
|-
|}
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Richtlinien des H.K.U. zur Standardisierung der U-Boot-Grundausbildung).
 
 
<big><span style="color:saddlebrown;">IN EIGENER SACHE</span></big>
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| ||
| style="width:25%" |
 
| style="width:95%" |
 
| style="width:2%" |
 
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |  
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
 
'''Sie wollen diese Seiten unterstützen ?'''
 
 
 
Wenn sie Bilder, sowie weiterführende Daten von U-Booten, Kommandanten, Besatzungsmitgliedern, Schiffen, Flugzeugen, Kopien von Kriegstagebüchern oder Informationen jeglicher Art die diese Seiten ergänzen und weiter führen würde, entbehren könnten, würde ich mich darüber freuen.
 
 
 
Auch der Hinweis auf Schreib- oder andere Fehler ist ausdrücklich erwünscht und erbeten !!!. Bei der Masse an Informationen ist es mir, als Einzelperson, fast schon nicht mehr möglich alles Korrektur zu Lesen. DANKE !
 
 
 
Infos über meine Person und die Verwendung von zur Verfügung gestellten Daten und Dokumenten finden sie hier: [[Über mich|Über meine Person]].
 
 
 
Weitere Suchadressen für die Suche nach Angehörigen, Klicke hier : [[Adressen|Such-Adressen]]
 
 
 
Weitere Interessante Seiten im Internet, siehe hier [[Internetseiten]]
 
 
 
Klicke hier U-Boot-Archiv-Wiki: [[Kontaktadresse]]
 
 
|-
 
|-
|}
+
| ||
 
 
<big><span style="color:saddlebrown;">LITERATURVERWEISE</span></big>
 
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Ausbildungsorganisation).
| style="width:27%" |
 
| style="width:80%" |
 
| style="width:2%" |
 
 
|-
 
|-
|<br>
+
| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Struktur der Ausbildungseinheiten).
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || Rainer Busch/Hans J. Röll ||'''Der U-Boot-Krieg 1939 – 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften'''
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
| || || 2008 - Mittler Verlag - ISBN-978-3813205121
+
! colspan="3" |
 
|-
 
|-
| || || Seite 306.
+
| ||
 
|-
 
|-
|<br>
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 
|}
 
|}
  
[[1. U-Ausbildungsabteilung]]  - - [[2. U-Ausbildungsabteilung]] - - - - [[Die Heimat der U-Boote]] - - [[Hauptseite]]
+
 
 +
1. U-Ausbildungsabteilung [[2. U-Ausbildungsabteilung]]

Aktuelle Version vom 3. März 2026, 12:35 Uhr

1. U-Ausbildungsabteilung ← 2. U-Ausbildungsabteilung

Dienststelle 1. Unterseebootsausbildungsabteilung
Die 1. U.A.A. war die zentrale Instanz für die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer. Sie fungierte als Bindeglied zwischen der allgemeinen Schiffsstammabteilung und der praktischen Seeausbildung. Ihr Fokus lag auf der Vermittlung technischer und taktischer Basiskenntnisse in schulischer Form sowie an Modellen und Simulatoren an Land.
Standorte, Unterstellung & Geschichte
Hauptstandort: Plön (Schleswig-Holstein), Lager Stadtheide. Die übergeordnete Division operierte zudem in Neustadt i.H., Pillau und gegen Kriegsende in Hamburg-Finkenwerder.
Unterstellung: Ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.) zugeordnet.
Kriegsende: Auflösung im März 1945 im Raum Hamburg. Einsatz von Teilen des Personals in Marine-Infanterie-Verbänden während der letzten Abwehrkämpfe.
Ausbildungsinhalte & Spezifische Besonderheiten
Besonderheit „Rundgang-Examen“: In Plön mussten die Schüler an großformatigen Wandtafeln und Schnittmodellen des Typs VII C im „Blind-Verfahren“ jedes Ventil und jede Leitung benennen. Dieses Auswendiglernen der Rohrpläne war die lebensnotwendige Basis für die spätere Leckabwehr unter Wasser.
Besonderheit „Tauchretter-Vorschulung“: Die 1. U.A.A. führte die theoretische und erste praktische Einweisung in den Dräger-Tauchretter durch. In kleinen Übungsbecken wurde das Atmen unter Widerstand und der Druckausgleich trainiert, bevor es zur „Härteprüfung“ nach Neustadt ging.
Besonderheit „Lager Stadtheide“: Das Ausbildungslager in Plön war bekannt für seinen extremen Fokus auf Ordnung und technische Disziplin. Die Schüler wurden darauf eingeschworen, dass „Schlamperei an Land den Tod auf See“ bedeutet.
Kommandeure
00.02.1940 – 00.05.1940: Fregattenkapitän Hans Rose.
00.06.1940 – 00.11.1941: Fregattenkapitän Albrecht Schmidt.
00.11.1941 – 00.04.1943: Kapitän zur See Lothar Zechlin.
00.07.1943 – 00.02.1945: Fregattenkapitän Friedrich-Karl Schünemann.
00.02.1945 – 00.05.1945: Fregattenkapitän Hans Pauckstadt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auswahlfilter: Wer in Plön die theoretischen Hürden der Rohrpläne oder die Tauchretter-Einweisung nicht bestand, wurde ausgesondert und erreichte nie ein Schulboot.
Personalhistorie: In den Stammrollen markiert die 1. U.A.A. den Moment, in dem aus einem allgemeinen Marinesoldaten ein spezialisierter U-Boot-Fahrer wurde.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Unterseeboot-Ausbildungsabteilungen (Lehrgangsverzeichnisse und Organisationsunterlagen zur 1. U.A.A. Plön).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Richtlinien des H.K.U. zur Standardisierung der U-Boot-Grundausbildung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Ausbildungsorganisation).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Struktur der Ausbildungseinheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132


1. U-Ausbildungsabteilung ← 2. U-Ausbildungsabteilung