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Führer der Minensuchboote West: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Führer der Minensuchboote West war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine zur Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich. Er koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände, um die Transitwege für U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Im August 1940 zur einheitlichen Führung der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal geschaffen.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
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| Operationsgebiet: || colspan="3" | Erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Koordination von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.
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| Wegsicherung: || colspan="3" | Freihalten der „Zwangswege“ für aus- und einlaufende U-Boote (Typ VII C / IX) der Frontstützpunkte Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux.
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| Minenräumdienst: || colspan="3" | Tägliche Räumung der durch die Royal Air Force (RAF) ständig neu gelegten Minenfelder unmittelbar vor den Stützpunkten.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den gefährlichen Küstenzonen.
 
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| colspan="3" | Die Dienststelle des Führers der Minensuchboote West wurde am 24.08.1939 in Cuxhaven auf dem Tender "Jagd" aufgestellt. Der Führer der Minensuchboote West war dem Befehlshaber der Sicherung der Nordsee unterstellt. Am 15.10.1939 tauschte der F.d.M. West mit dem Führer der Minensuchboote Ost Einsatzgebiet und Namen.
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| colspan="3" | Der neue Führer der Minensuchboote Ost befand sich auf dem Führerboot T 196. Nach der Besetzung Dänemarks vergrößerte sich der Bereich des F.d.M. Ost erheblich um das dänische Küstenvorfeld an der Nordsee bis Hanstholm. Mit Fortschreiten des Westfeldzuges im Mai und Juni 1940 dehnte sich der Befehlsbereich des F.d.M. West immer weiter nach Westen aus. Deshalb wurden während des Jahres 1940 drei Unterführer für den F.d.M. West ernannt:
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| colspan="3" | Im Mai 1940 der 2. F.d.M. West, am 02.10.1940 in 2. F.d.M. Nordfrankreich umbenannt.
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| Führung: || colspan="3" | Besetzt durch erfahrene Kapitäne zur See oder Konteradmirale. Ein bedeutender Kommandeur war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (08.1940 – 02.1943).
 
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| colspan="3" | Im August 1940 der Leider der Minenräumarbeiten Niederlande, am 02.10.1940 in 2. F.d.M. Niederlande / Belgien umbenannt.
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| Struktur: || colspan="3" | Dem Stab unterstanden zahlreiche Minensuchflottillen, bestehend aus modernen Booten (Typ 1935/1940) sowie umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchern.
 
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| colspan="3" | Im September 1940 der Leiter der Minenräumarbeiten Westfrankreich, am 02.10.1940 in 2. F.d.M. Westfrankreich umbenannt.
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| colspan="3" | Im August 1940 verlegte der F.d.M. West seinen Dienstsitz nach Trouville, wo er dem Befehlshaber der Sicherung West unterstellt wurde. Am 17.02.1941 wurde die Dienststelle des Führers der Minensuchboote West aufgelöst.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| Vorfeld-Sicherung: || colspan="3" | Ohne die Flottillen des F.d.M. West hätten die U-Boote die stark verminten Gewässer der Biskaya nicht passieren können. Sie bildeten den „Schild“ der U-Boot-Waffe beim Verlassen der Bunker.
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| Zusammenarbeit: || colspan="3" | Einsatz von Sperrbrechern als unmittelbarer Geleitschutz, um Minen durch bloßes Überfahren zur Detonation zu bringen und so den Weg für die Boote physisch freizumachen.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum F.d.M. West eine Phase höchster nautischer Verantwortung in einem der am stärksten umkämpften Seegebiete.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 54 || colspan="3" | (Akten der Sicherungsstreitkräfte West sowie Kriegstagebücher des F.d.M. West zu Minenräumoperationen).
 
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| BArch RM 121/642 || colspan="3" | (Stammrollen zur Erfassung des Personals in den unterstellten Sicherungsflottillen).
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| colspan="3" | Aus Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Sicherung/FdMWest.htm | → Führer der Minensuchboote West]
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung West und dem F.d.M. West).
 
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | "Im Küstenvorfeld" (Persönliche Aufzeichnungen zur Organisation der Minenabwehr in Frankreich).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 12:36 Uhr

Dienststelle Führer der Minensuchboote West
Der Führer der Minensuchboote West war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine zur Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich. Er koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände, um die Transitwege für U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
Aufstellung und Zuständigkeit
Aufstellung: Im August 1940 zur einheitlichen Führung der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal geschaffen.
Unterstellung: Unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
Operationsgebiet: Erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Koordination von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.
Kernaufgaben & Taktik
Wegsicherung: Freihalten der „Zwangswege“ für aus- und einlaufende U-Boote (Typ VII C / IX) der Frontstützpunkte Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux.
Minenräumdienst: Tägliche Räumung der durch die Royal Air Force (RAF) ständig neu gelegten Minenfelder unmittelbar vor den Stützpunkten.
Geleitschutz: Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den gefährlichen Küstenzonen.
Personal und Kommandeure
Führung: Besetzt durch erfahrene Kapitäne zur See oder Konteradmirale. Ein bedeutender Kommandeur war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (08.1940 – 02.1943).
Struktur: Dem Stab unterstanden zahlreiche Minensuchflottillen, bestehend aus modernen Booten (Typ 1935/1940) sowie umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Vorfeld-Sicherung: Ohne die Flottillen des F.d.M. West hätten die U-Boote die stark verminten Gewässer der Biskaya nicht passieren können. Sie bildeten den „Schild“ der U-Boot-Waffe beim Verlassen der Bunker.
Zusammenarbeit: Einsatz von Sperrbrechern als unmittelbarer Geleitschutz, um Minen durch bloßes Überfahren zur Detonation zu bringen und so den Weg für die Boote physisch freizumachen.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum F.d.M. West eine Phase höchster nautischer Verantwortung in einem der am stärksten umkämpften Seegebiete.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 54 (Akten der Sicherungsstreitkräfte West sowie Kriegstagebücher des F.d.M. West zu Minenräumoperationen).
BArch RM 121/642 (Stammrollen zur Erfassung des Personals in den unterstellten Sicherungsflottillen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung West und dem F.d.M. West).
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld" (Persönliche Aufzeichnungen zur Organisation der Minenabwehr in Frankreich).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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