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Personalreserve: Unterschied zwischen den Versionen

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'''<u>PERSONALRESERVE</u>'''
 
 
 
Die Personalreserve umfasst die Gesamtheit aller auf nicht strukturgebundenen Dienstposten für Reservisten Beorderter. Für die Beorderung kommen ausschließlich Freiwillige in Frage. Die Personalreserve ist eine planerische Vorsorge zur Kompensation von fehlendem Personal oder der Deckung temporär erhöhten Bedarfs zur Steigerung der Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit von Truppenteilen und Dienststellen, denen hierfür Reservisten zugeordnet werden. Sie trägt darüber hinaus zur Erhaltung der unverzichtbaren Fähigkeit zur Rekonstitution bei. Die Personalreserve besteht aus Offizieren, Unteroffizieren sowie den Anwärtern dieser Laufbahnen sowie im erforderlichen Umfang aus Mannschaften. Spezialisten werden vorrangig in der Personalreserve beordert.
 
  
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen BArch RM 121/642 markiert der Vermerk „z. V.“ (zur Verfügung) – etwa „z. V. der 1. U.L.D.“ – eine Umbruchphase vor der Übernahme eines neuen Kommandos oder Lehrgangs.
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[[Allgemeines]]
 

Aktuelle Version vom 3. März 2026, 12:41 Uhr

Organisation Personalreserve
Die Personalreserve bezeichnete den Pool an Soldaten und Offizieren, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, jedoch noch keinem festen Bordkommando oder einer Dienststelle zugewiesen waren. Sie diente als personeller Puffer zur Deckung von Verlusten und zur kurzfristigen Zusammenstellung von Besatzungen für Neubauten.
Funktion und Zweck
Auffangbecken: Aufnahme von Soldaten nach dem Verlust ihres Schiffes oder nach der Außerdienststellung ihres Bootes (z. B. Typ VII C).
Pufferfunktion: Sicherstellung der Einsatzbereitschaft durch schnellen Ersatz für Urlauber oder krankheitsbedingte Ausfälle. Mobilität war oberstes Gebot: Abkommandierung innerhalb von 24 Stunden möglich.
Zwischenstation: Wartephase für Offiziere zwischen zwei Fachlehrgängen (z. B. nach dem Nachrichtenlehrgang vor Beginn des U.W.O.-Lehrgangs).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Baubelehrung: Zusammenstellung neuer Besatzungen (insbes. für Typ XXI) aus der Personalreserve der zuständigen U-Lehrdivision (U.L.D.). Kennenlernen der Technik bereits vor der offiziellen Indienststellung.
Verlustausgleich: Aufgrund der massiv steigenden Verlustraten ab 1943 war die Personalreserve überlebenswichtig, um erfahrene Obermatrosen oder Wachoffiziere als Ersatz bereitzustellen.
Personalhistorie: In den Stammrollen BArch RM 121/642 markiert der Vermerk „z. V.“ (zur Verfügung) – etwa „z. V. der 1. U.L.D.“ – eine Umbruchphase vor der Übernahme eines neuen Kommandos oder Lehrgangs.
Verwaltung und Standorte
Zuständigkeit: Die Verwaltung erfolgte durch die Schiffsstammabteilungen (S.S.A.) oder die Stäbe der jeweiligen Unterseeboots-Flottillen.
Stabsreserve: Offiziere und Spezialisten wurden oft direkt der Personalreserve des A.d.U. (Admiral der Unterseeboote) unterstellt, um sie strategisch auf die Frontflottillen zu verteilen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121/642 Stammrollen und Personalunterlagen (Nachweise über Versetzungen zur Personalreserve und „z.V.“-Kommandierungen)
BArch PERS 6 Personalakten der Marineoffiziere (Dokumentation der Wartezeiten und Zuweisungen zur Baubelehrung aus der Reserve)
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Personalorganisation und Reservebildung)
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Details zur personellen Fluktuation und der Besatzungszusammenstellung)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132