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Wachoffiziers-Vorausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Wachoffiziers-Vorausbildung (oft auch als U-Wachoffiziers-Vorausbildung bezeichnet) war ein vorgeschalteter, praktischer Ausbildungsblock, der sicherstellen sollte, dass die Offizieranwärter die grundlegenden seemännischen und technischen Fertigkeiten beherrschten, bevor sie in die taktisch anspruchsvollen Lehrgänge eintraten.
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| colspan="3" | Die Wachoffiziers-Vorausbildung bildete das fachliche und charakterliche Fundament für den Offiziersnachwuchs der U-Boot-Waffe. In diesem mehrwöchigen Lehrgang wurde über die Eignung der Seeoffiziere entschieden, um auf den Brücken der Frontboote als II. oder I. Wachoffizier Dienst zu tun.
 
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! colspan="3" | Zielsetzung und Zielgruppe:
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
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| colspan="3" | Sie richtete sich an Seekadetten und Fähnriche zur See, die für die U-Boot-Laufbahn vorgesehen waren. Ziel war es, das theoretische Wissen der Marineschule Mürwik erstmals auf See anzuwenden und die physische sowie psychische Eignung für den Dienst auf engstem Raum (beispielsweise auf dem Typ VII C) zu prüfen.
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| Selektion: || colspan="3" | Diente als „Sieb“ für Offiziere der Überwasserflotte. Prüfung der Tauglichkeit für den Dienst in der Enge, Anforderungen in Navigation, Signalwesen und Nervenstärke.
 
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| Fachinhalte: || colspan="3" | Beherrschung der Navigations- und Ortungsgeräte, Identifizierung von Schiffstypen bei Nacht und Nebel sowie fehlerfreier Signaldienst (Morsen/Winken) zur Wahrung der Funkstille.
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| Torpedowesen: || colspan="3" | Theoretische Einweisung am Vorhaltrechner und Angriffssimulator (Schätzung von Gegnerfahrt, Entfernung und Lagewinkel).
 
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! colspan="3" | Ausbildungsinhalte:
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| Standorte: || colspan="3" | Durchführung bei den Unterseeboots-Ausbildungsabteilungen (U.A.A.), primär in Plön (1. U.A.A.), Memel oder Pillau. Praktische Erfahrung oft auf Schulbooten vom Typ II.
 
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| colspan="3" | Der Fokus lag auf der praktischen Bordroutine. Die Anwärter durchliefen alle Stationen des Bootes, um das Zusammenspiel von Technik und Besatzung zu verstehen. Sie unterstützten den Obermatrosen bei Decksdiensten, lernten die Grundlagen der Trimmung im Austausch mit dem Leitenden Ingenieur und erhielten erste Einweisungen in die Signal- und Nachrichtenmittel.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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! colspan="3" | Praktischer Brückendienst:
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| Qualitätssicherung: || colspan="3" | Sicherung des fachlichen Niveaus trotz hoher Schlagzahl des Neubauprogramms. Ausbildung zur eigenständigen Bootsführung im Notfall.
 
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| Operative Sicherheit: || colspan="3" | Schulung für sofortige Befehlsgebung (z. B. Alarmtauchen) bei plötzlichen Angriffen ohne Verzögerung durch den Kommandanten.
 
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| colspan="3" | Unter Aufsicht erfahrener Wachoffiziere wurden die Schüler in die Wachführung bei Überwasserfahrt eingeführt. Dies beinhaltete das korrekte Führen des Logbuchs, die Ausguck-Organisation und die Anwendung der Ausweichregeln (Kollisionsverhütung).
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| Karriere: || colspan="3" | Markiert in den Stammrollen den offiziellen Wechsel zum U-Boot-Dienst. Zwingende Voraussetzung für den U-Lehrgang und den Aufstieg zum Kommandanten.
 
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! colspan="3" | Voraussetzung für Speziallehrgänge:  
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| colspan="3" | Erst nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Vorausbildung wurden die Offiziere zu den fachspezifischen Kursen wie dem Torpedooffizierslehrgang, dem Artillerielehrgang oder dem Nachrichtenlehrgang zugelassen.
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| BArch RM 123 / 244 || colspan="3" | Unterlagen der 1. Unterseeboots-Ausbildungsabteilung (U.A.A.) mit Lehrgangsplänen und Beurteilungsbögen.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine (Nachweis über Kommandierung und Abschluss der W.V.A.).
 
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! colspan="3" | Plattformen:
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| BArch RM 92 / 5002 || colspan="3" | Akten der U-Boot-Ausbildungskonferenzen zur Anpassung an taktische Anforderungen.
 
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| colspan="3" | Die Vorausbildung fand oft auf Schulbooten der Unterseeboots-Lehr-Divisionen oder auf Begleitschiffen statt, um den Betrieb der Frontflottillen nicht zu belasten.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die deutschen U-Boot-Kommandanten" (Liefert wichtigen Kontext zur allgemeinen Ausbildungslaufbahn).
 
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Herzog, Bodo || colspan="3" | "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Beschreibt die Struktur und Organisation der Ausbildungseinheiten in der Ostsee).
 
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| Mallmann Showell || colspan="3" | "Das Archiv der deutschen U-Boote" (Beinhaltet Details zum Dienstalltag und zur praktischen Schulung in den U-Schulen).
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| Bundesarchiv, Signatur RM 91 || colspan="3" | Dienststellen der U-Boot-Waffe – Invenio Online-Recherche. Enthält Ausbildungsrichtlinien und Lehrgangspläne für Offizieranwärter
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | Siehe [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/| Lexikon der Wehrmacht] Artikel über die Offiziersausbildung in der Kriegsmarine und die Rolle der Lehr-Divisionen.
 
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 13:02 Uhr

Ausbildung Wachoffiziers-Vorausbildung
Die Wachoffiziers-Vorausbildung bildete das fachliche und charakterliche Fundament für den Offiziersnachwuchs der U-Boot-Waffe. In diesem mehrwöchigen Lehrgang wurde über die Eignung der Seeoffiziere entschieden, um auf den Brücken der Frontboote als II. oder I. Wachoffizier Dienst zu tun.
Historischer Kontext & Organisation
Selektion: Diente als „Sieb“ für Offiziere der Überwasserflotte. Prüfung der Tauglichkeit für den Dienst in der Enge, Anforderungen in Navigation, Signalwesen und Nervenstärke.
Fachinhalte: Beherrschung der Navigations- und Ortungsgeräte, Identifizierung von Schiffstypen bei Nacht und Nebel sowie fehlerfreier Signaldienst (Morsen/Winken) zur Wahrung der Funkstille.
Torpedowesen: Theoretische Einweisung am Vorhaltrechner und Angriffssimulator (Schätzung von Gegnerfahrt, Entfernung und Lagewinkel).
Standorte: Durchführung bei den Unterseeboots-Ausbildungsabteilungen (U.A.A.), primär in Plön (1. U.A.A.), Memel oder Pillau. Praktische Erfahrung oft auf Schulbooten vom Typ II.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Qualitätssicherung: Sicherung des fachlichen Niveaus trotz hoher Schlagzahl des Neubauprogramms. Ausbildung zur eigenständigen Bootsführung im Notfall.
Operative Sicherheit: Schulung für sofortige Befehlsgebung (z. B. Alarmtauchen) bei plötzlichen Angriffen ohne Verzögerung durch den Kommandanten.
Karriere: Markiert in den Stammrollen den offiziellen Wechsel zum U-Boot-Dienst. Zwingende Voraussetzung für den U-Lehrgang und den Aufstieg zum Kommandanten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 / 244 Unterlagen der 1. Unterseeboots-Ausbildungsabteilung (U.A.A.) mit Lehrgangsplänen und Beurteilungsbögen.
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine (Nachweis über Kommandierung und Abschluss der W.V.A.).
BArch RM 92 / 5002 Akten der U-Boot-Ausbildungskonferenzen zur Anpassung an taktische Anforderungen.
Literaturverweise
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die deutschen U-Boot-Kommandanten" (Liefert wichtigen Kontext zur allgemeinen Ausbildungslaufbahn).
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Beschreibt die Struktur und Organisation der Ausbildungseinheiten in der Ostsee).
Mallmann Showell "Das Archiv der deutschen U-Boote" (Beinhaltet Details zum Dienstalltag und zur praktischen Schulung in den U-Schulen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132