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Marinedienststelle Boulogne: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Kriegsmarinedienststelle Boulogne bestand von August 1940 bis Januar 1941 mit einer Zweigstelle in Le Havre. Nach der Auflösung wurde die Dienststelle als Kommandant der Seeverteidigung Boulogne weitergeführt, welche in den Kommandant der Seeverteidigung Pas de Calais integriert wurde. Chef der Kriegsmarinedienststelle Boulogne war der Kapitän zur See Friedrich Frisius (später Kommandant der Seeverteidigung Pas de Calais).  
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| colspan="3" | Die Marinedienststelle Boulogne (auch Hafen- oder Seekommandantur Pas-de-Calais) war die zentrale Instanz für Hafenbetrieb, Küstenverteidigung und Logistik im Raum Boulogne. Aufgrund der geografischen Nähe zu England fungierte sie als einer der am stärksten umkämpften Stützpunkte und als kritischer Knotenpunkt für die Geleitsicherung im Ärmelkanal sowie für operative Durchbruchsversuche der Kriegsmarine.
 
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| colspan="3" | Aufgabe der Kriegsmarinedienststellen war u.a. die Bereitstellung von Hilfsschiffen, die Vorbereitung und Durchführung von Truppen und Nachschubtransporten, die Besetzung der Hilfsschiffe mit Personal usw.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Operativ dem Kommandierenden Admiral Frankreich (später Marinegruppenkommando West); truppendienstlich dem Befehlshaber der Sicherung West.
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| Aufgaben: || colspan="3" | Instandsetzung der Hafenanlagen, Leitung des Hafenschutzes und Koordination mit der Marineartillerie (u. a. Batterien „Siegfried“/„Todt“). Versorgung der Durchgangsgeleite unter britischem Fernfeuer aus Dover.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Erklärung zur „Festung“ 1944. Kapitulation der Marineteile am 22.09.1944 nach kanadischer Einschließung und planmäßiger Sprengung der Hafenanlagen.
 
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Führung von Minensuchflottillen zur Freihaltung der Zwangswege, die für U-Boote als „Abkürzung“ in den Atlantik lebensnotwendig waren.
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 14:21 Uhr

Dienststelle Marinedienststelle Boulogne
Die Marinedienststelle Boulogne (auch Hafen- oder Seekommandantur Pas-de-Calais) war die zentrale Instanz für Hafenbetrieb, Küstenverteidigung und Logistik im Raum Boulogne. Aufgrund der geografischen Nähe zu England fungierte sie als einer der am stärksten umkämpften Stützpunkte und als kritischer Knotenpunkt für die Geleitsicherung im Ärmelkanal sowie für operative Durchbruchsversuche der Kriegsmarine.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Eingerichtet am 25.05.1940 unmittelbar nach der Besetzung der Stadt.
Unterstellung: Operativ dem Kommandierenden Admiral Frankreich (später Marinegruppenkommando West); truppendienstlich dem Befehlshaber der Sicherung West.
Aufgaben: Instandsetzung der Hafenanlagen, Leitung des Hafenschutzes und Koordination mit der Marineartillerie (u. a. Batterien „Siegfried“/„Todt“). Versorgung der Durchgangsgeleite unter britischem Fernfeuer aus Dover.
Kriegsende: Erklärung zur „Festung“ 1944. Kapitulation der Marineteile am 22.09.1944 nach kanadischer Einschließung und planmäßiger Sprengung der Hafenanlagen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Nothafen: Wichtige Anlaufstelle für beschädigte U-Boote bei Märschen durch den Ärmelkanal oder Verlegungen von den Werften zu den Biskaya-Flottillen.
Kleinkampfverbände: Ab 1944 logistische Basis und Vorbereitungszentrum für den Einsatz von Kleinst-U-Booten (Typen „Biber“ und „Molch“).
Wegesicherung: Führung von Minensuchflottillen zur Freihaltung der Zwangswege, die für U-Boote als „Abkürzung“ in den Atlantik lebensnotwendig waren.
Nachrichtenwesen: Betrieb von Funk- und Wetterstellen zur Meldung britischer Schiffsbewegungen an den B.d.U. für die Planung von Durchbrüchen durch die Straße von Dover.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45 / 33 Akten der Seekommandantur Pas-de-Calais (KTB Boulogne und Berichte zur Hafenverteidigung).
BArch RM 61 / 12 Akten des Befehlshabers der Sicherung West (Unterstellung der Sicherungsflottillen).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Strategische Planung Boulogne / Unternehmen Seelöwe).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Hafenkommandanturen in Frankreich).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8, Hafenschutzfahrzeuge).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132