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Luft-Nachrichtenschule Dievenow: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Schule lag in Flensburg und wurde 1939 nach Dievenow verlegt. Die Schule bildete Bordfunker und Bord-Funkmeß-Personal aus. Am 20.09.1944 wurde die I. Gruppe zur II. / Luftnachrichten-Ausbildungs-Regiment 4, die II. Gruppe wurde am 19.01.1945 aufgelöst.
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| Funktion: || colspan="3" | Ausbildung in drahtloser Telegrafie (d.T.), Peilwesen und später Funkmesstechnik (Radar) für Fernaufklärer und Seenotrettungsflugzeuge.
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 14:59 Uhr

Dienststelle Luft-Nachrichtenschule Dievenow
Die Luftnachrichtenschule 6 (See) in Dievenow war das technologische Bindeglied zwischen der Luftwaffe und der Seekriegsführung. Als zentrale Ausbildungsstätte für den Luftnachrichtendienst über See (Ln-Dienst See) war sie verantwortlich für die Schulung von Funkern, Horchspezialisten und Radartechnikern, die die lebenswichtigen Verbindungen zu den Einheiten auf See sicherstellten.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Etablierung in den 1930er Jahren in Dievenow (Pommern) als spezialisierte Ausbildungsstätte für das Bordfunkwesen über See.
Funktion: Ausbildung in drahtloser Telegrafie (d.T.), Peilwesen und später Funkmesstechnik (Radar) für Fernaufklärer und Seenotrettungsflugzeuge.
Zusammenarbeit: Schulung des Personals für die Koordination zwischen Fernaufklärern (z. B. FAGr 40) und den U-Boot-Gruppen im Atlantik.
Ende: Frühjahr 1945: Einstellung des Schulbetriebs bei Herannahen der Roten Armee; Evakuierung nach Westen oder Einsatz des Personals im Erdkampf.
Spezialausbildung für U-Boot-Kommandanten
Radar-Abwehr: Ab 1943/44 Schulung von Kommandanten an Funkmessbeobachtungsgeräten (z. B. „Metox“, „Naxos“) zur Ortung feindlicher Radarsignale.
Ortungstechnik: Erprobung und Einweisung in modernste Ortungsverfahren, um das technologische Know-how der Luftwaffe auf die U-Boot-Waffe zu übertragen.
Kooperation: Perfektionierung der Funkmess-Verfahren zur Einweisung von „Wolfsrudeln“ auf Konvois durch die Seefernaufklärung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Expertise: Schaffung der technischen Grundlagen, die es Fernaufklärern ermöglichten, im Atlantik operierende U-Boote punktgenau zu finden und zu führen.
Neue Bootstypen: Vorbereitung von Kommandanten der Typen Typ XXI und Typ XXIII auf die Nutzung moderner Funkmess-Anlagen.
Bordfunker: Fachlicher Feinschliff für das Personal, das auf den Maschinen die Funk-Fühlung zu den U-Boot-Gruppen hielt.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 2-IV / 121 Akten des Generalquartiermeisters der Luftwaffe zur personellen Ergänzung der Marinefliegerverbände.
BArch RM 121 / 142 Lehrplanunterlagen der Fliegerwaffenschulen (See) für nachrichtentechnische Lehrgänge.
BArch RL 35 Unterlagen der Luftnachrichtentruppe (Ausbildungsrichtlinien am Standort Dievenow).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Marineluftwaffe).
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Kontext Funknavigation und Ortungstechnik).
Hoffmann, Karl Otto "Die Geschichte der Luftnachrichtentruppe" (Details zum Standort Dievenow).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132