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Kampfgruppe 606: Unterschied zwischen den Versionen

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Die 2. Staffel der Küstenfliegergruppe 606 wurde im September 1938 ohne Gruppenstab in Kamp durch die Umbenennung der 2./Küstenfliegergruppe 706 aufgestellt. Am 22.10.1939 wurde die Staffel zur 2./Küstenfliegergruppe 906 umbenannt. Neu aufgestellt wurde die Kampfgruppe 606 im November 1939:
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Stab in Kiel Holtenau mit der Dornier Do 17 Z
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1. Staffel in Kiel-Holtenau mit der Dornier Do 17 Z
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! Verband
2. Staffel in Kiel-Holtenau mit der Dornier Do 18
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! '''Kampfgruppe 606'''
 
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3. Staffel in Kiel-Holtenau mit der Dornier Do 17 Z
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Nach Einsätzen über der Nord- und Ostsee verlegte die Gruppe Ende Juli 1940 nach Lannion in Frankreich. Bis März 1941 wurde die gesamte Gruppe auf die Junkers Ju 88 A umgerüstet und am 15.03.1941 dem Fliegerführer Atlantik unterstellt. Im Oktober 1941 wurde in Lannion eine Ergänzungskette gebildet. Diese wurde im Mai 1942 in die Ergänzungsstaffel des Kampfgeschwaders 6 eingegliedert. Im Dezember 1941 verlegte die Gruppe dann nach Catania in den Mittelmeerraum. Am 01.09.1942 wurde die Kampfgruppe 606 als neue I. Gruppe in das Kampfgeschwaders 77 eingegliedert.
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| colspan="3" | Die Kampfgruppe 606 war ein spezialisierter fliegender Verband der Luftwaffe für den Einsatz über See. Ursprünglich aus der Küstenfliegergruppe 606 hervorgegangen, entwickelte sie sich zu einer schlagkräftigen Einheit für die Seezielbekämpfung und Fernaufklärung. Sie bildete ein zentrales Element im Zusammenwirken zwischen Luftwaffe und Kriegsmarine bei der Bekämpfung des alliierten Schiffsverkehrs im Atlantik und Mittelmeer.
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| Standorte: || colspan="3" | Operative Basis unter dem Fliegerführer Atlantik in Brest und Lannion (Frankreich); später Einsätze von Stützpunkten in Italien und Nordafrika aus.
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| Einsatzprofil: || colspan="3" | Bewaffnete Seeaufklärung, Angriffe auf Geleitzüge mit Bomben und Lufttorpedos sowie Legen von Luftminen vor strategischen Engpässen und britischen Häfen.
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| Nachtaufklärung: || colspan="3" | Durchführung von Aufklärungsflügen bei Dunkelheit unter Einsatz von Leuchtbomben, um Geleitzüge für die nächtlichen Angriffe der Überwasserstreitkräfte und Boote zu markieren.
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| Minenlegung: || colspan="3" | Gezieltes Ausbringen von Magnet- und Akustikminen aus der Luft, um die alliierten Schifffahrtswege in Küstennähe systematisch zu blockieren.
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 16:09 Uhr

Verband Kampfgruppe 606
Die Kampfgruppe 606 war ein spezialisierter fliegender Verband der Luftwaffe für den Einsatz über See. Ursprünglich aus der Küstenfliegergruppe 606 hervorgegangen, entwickelte sie sich zu einer schlagkräftigen Einheit für die Seezielbekämpfung und Fernaufklärung. Sie bildete ein zentrales Element im Zusammenwirken zwischen Luftwaffe und Kriegsmarine bei der Bekämpfung des alliierten Schiffsverkehrs im Atlantik und Mittelmeer.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Entstanden im November 1939 durch Umbenennung der Küstenfliegergruppe 606. Zunächst mit Dornier Do 17 Z ausgerüstet, 1941 Umrüstung auf Junkers Ju 88 A.
Standorte: Operative Basis unter dem Fliegerführer Atlantik in Brest und Lannion (Frankreich); später Einsätze von Stützpunkten in Italien und Nordafrika aus.
Einsatzprofil: Bewaffnete Seeaufklärung, Angriffe auf Geleitzüge mit Bomben und Lufttorpedos sowie Legen von Luftminen vor strategischen Engpässen und britischen Häfen.
Ende: Auflösung im Jahr 1942 aufgrund schwerer Verluste; Eingliederung der Reste in das Kampfgeschwader 77 (I./KG 77). Ehemalige Angehörige dienten bis Mai 1945 in Koordinierungsstäben.
Spezifische Merkmale & Taktik
Torpedoeinsatz: Spezialisierung auf den Einsatz von Lufttorpedos (z.B. F5b) gegen manövrierende Handelsschiffe, was eine extrem niedrige Anflughöhe und hohe Präzision erforderte.
Nachtaufklärung: Durchführung von Aufklärungsflügen bei Dunkelheit unter Einsatz von Leuchtbomben, um Geleitzüge für die nächtlichen Angriffe der Überwasserstreitkräfte und Boote zu markieren.
Minenlegung: Gezieltes Ausbringen von Magnet- und Akustikminen aus der Luft, um die alliierten Schifffahrtswege in Küstennähe systematisch zu blockieren.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitzugsuche: Weitreichende Aufklärung im Ostatlantik zur Ortung von Konvois. Direkte Weitergabe der Sichtmeldungen an den B.d.U. zur taktischen Aufstellung der Wolfsrudel.
Abwehrhilfe: Gezielte Angriffe auf alliierte Geleitschiffe zur Schwächung des Sicherungsgürtels, um den Durchbruch für Boote vom Typ VII C oder Typ IX C zu erleichtern.
Stützpunktschutz: Durchführung von Sicherungsflügen über den französischen Stützpunkten zur Abwehr feindlicher Einheiten, die in den Zufahrtswegen der Bunker von Brest und Lorient lauerten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Akten der Verbände der Luftwaffe (Kriegstagebücher und Einsatzberichte der Kampfgruppe 606).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung (Operative Zusammenarbeit zwischen K.Gr. 606 und der U-Boot-Führung).
BArch RL 2-III Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Personelle Stärke und materielle Verluste des Verbandes).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über die Luftwaffenunterstützung im Seekrieg).
Dierich, Wolfgang "Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945" (Systematische Übersicht der Einsatzgeschichte).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 12, Luftwaffeneinheiten im Mittelmeerraum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132