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Fernaufklärer-Gruppe 123: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die Fernaufklärer-Gruppe 123 war ein spezialisierter Aufklärungsverband der Luftwaffe, der eine zentrale Rolle bei der taktischen und strategischen Luftaufklärung über See spielte. Die Gruppe operierte in enger Abstimmung mit den Seestreitkräften und lieferte unverzichtbare Daten über Schiffsbewegungen, Hafenanlagen und Wetterbedingungen im Atlantik sowie im Ärmelkanal.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | Truppendienstlich verschiedenen Fliegerkorps zugeordnet, operativ häufig dem Fliegerführer Atlantik unterstellt.
 
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Einsatz zweimotoriger Maschinen wie Dornier Do 17, Junkers Ju 88 und später Messerschmitt Me 410 für Hochgeschwindigkeits-Aufklärung.
 
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| Kriegsende: || colspan="3" | Rückzug nach Deutschland nach der Invasion 1944. Faktische Auflösung im Mai 1945; die wertvollen Bildarchive wurden teilweise vor der Kapitulation vernichtet.
 
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| Bildaufklärung: || colspan="3" | Durchführung hochriskanter Bildflüge über den Invasionshäfen in Südengland zur Dokumentation von Schiffsraumkonzentrationen und Verteidigungsanlagen.
 
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| Wettererkundung: || colspan="3" | Systematische Erfassung meteorologischer Daten über dem Ostatlantik, die als Grundlage für die Einsatzplanung von Marine und Luftwaffe dienten.
 
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| Höhenaufklärung: || colspan="3" | Einsatz spezialisierter Varianten (z. B. Ju 88 D) für Aufklärungsflüge in großen Höhen, um der alliierten Jägerabwehr und Flak zu entgehen.
 
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| Rudel-Einweisung: || colspan="3" | Maßgebliche Beteiligung am Aufspüren feindlicher Geleitzüge. Sichtmeldungen wurden über den Fliegerführer Atlantik direkt an den B.d.U. zur Koordination der Wolfsrudel weitergegeben.
 
| Rudel-Einweisung: || colspan="3" | Maßgebliche Beteiligung am Aufspüren feindlicher Geleitzüge. Sichtmeldungen wurden über den Fliegerführer Atlantik direkt an den B.d.U. zur Koordination der Wolfsrudel weitergegeben.
 
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| Routenplanung: || colspan="3" | Überwachung britischer Flottenbewegungen im Ärmelkanal zur Planung sicherer Überführungsrouten für Boote vom Typ [[VII C]] oder Typ [[IX C]] zu den Biskaya-Stützpunkten.
 
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| Meteorologische Daten: || colspan="3" | Bereitstellung kritischer Wetterprognosen für die U-Boot-Führung zur Einschätzung der Angriffsbedingungen und der Seeausdauer der Boote in stürmischen Perioden.
 
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 16:11 Uhr

Verband Fernaufklärer-Gruppe 123
Die Fernaufklärer-Gruppe 123 war ein spezialisierter Aufklärungsverband der Luftwaffe, der eine zentrale Rolle bei der taktischen und strategischen Luftaufklärung über See spielte. Die Gruppe operierte in enger Abstimmung mit den Seestreitkräften und lieferte unverzichtbare Daten über Schiffsbewegungen, Hafenanlagen und Wetterbedingungen im Atlantik sowie im Ärmelkanal.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Formiert 1939 aus bestehenden Aufklärungseinheiten; Staffeln verteilt über Stützpunkte wie Brest, Lannion und Buc (Frankreich) sowie Sizilien.
Unterstellung: Truppendienstlich verschiedenen Fliegerkorps zugeordnet, operativ häufig dem Fliegerführer Atlantik unterstellt.
Ausrüstung: Einsatz zweimotoriger Maschinen wie Dornier Do 17, Junkers Ju 88 und später Messerschmitt Me 410 für Hochgeschwindigkeits-Aufklärung.
Kriegsende: Rückzug nach Deutschland nach der Invasion 1944. Faktische Auflösung im Mai 1945; die wertvollen Bildarchive wurden teilweise vor der Kapitulation vernichtet.
Spezifische Merkmale & Taktik
Bildaufklärung: Durchführung hochriskanter Bildflüge über den Invasionshäfen in Südengland zur Dokumentation von Schiffsraumkonzentrationen und Verteidigungsanlagen.
Wettererkundung: Systematische Erfassung meteorologischer Daten über dem Ostatlantik, die als Grundlage für die Einsatzplanung von Marine und Luftwaffe dienten.
Höhenaufklärung: Einsatz spezialisierter Varianten (z. B. Ju 88 D) für Aufklärungsflüge in großen Höhen, um der alliierten Jägerabwehr und Flak zu entgehen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rudel-Einweisung: Maßgebliche Beteiligung am Aufspüren feindlicher Geleitzüge. Sichtmeldungen wurden über den Fliegerführer Atlantik direkt an den B.d.U. zur Koordination der Wolfsrudel weitergegeben.
Routenplanung: Überwachung britischer Flottenbewegungen im Ärmelkanal zur Planung sicherer Überführungsrouten für Boote vom Typ VII C oder Typ IX C zu den Biskaya-Stützpunkten.
Meteorologische Daten: Bereitstellung kritischer Wetterprognosen für die U-Boot-Führung zur Einschätzung der Angriffsbedingungen und der Seeausdauer der Boote in stürmischen Perioden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Akten der Verbände der Luftwaffe (Kriegstagebücher und personelle Struktur der FAGr 123).
BArch RM 7 / 2333 Unterlagen der Seekriegsleitung zum Westraum (Operative Zusammenarbeit zwischen Luftaufklärung und U-Boot-Führung).
BArch RL 2-III Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Materielle Ausstattung und Verluste der Gruppe).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Luftwaffenunterstützung im Seekrieg).
Dierich, Wolfgang "Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945" (Systematische Übersicht der Einsatzgeschichte der Aufklärungsgruppen).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 6, Luftwaffeneinheiten im Westen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132