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Führer der U-Boote Ost: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Mit Zuspitzung der politischen Lage trat am 18.08.1939 eine Neuorganisation beim Führer der U-Boote in Kraft. Der Führer der U-Boote, Kapitän zur See und Kommodore [[Karl Dönitz]], sollte als Führer der U-Boote Seekriegsleitung mit seinem aktiven Stab jeweils an der Stelle eingesetzt werden (Ostsee oder Nordsee), an der der Schwerpunkt der Unterseebootseinsätze liegen würde. Da zunächst nur mit einem Krieg gegen Polen gerechnet wurde, fungierte der F.d.U. Skl am 18.08.1939 mit seinem Stab in Swinemünde gleichzeitig als Führer der U-Boot Ost, während am gleichen Tag die Dienststelle des [[Führer der U-Boote West|F.d.U. West]] gebildet wurde. Nach der Flucht der polnischen Kriegsschiffe nach England verlegte der Kapitän zur See und Kommodore Dönitz am 31.08.1939 nach Wilhelmshaven, wo er am dem 01.09.1939 als [[Führer der U-Boote West|F.d.U. West]] fungierte, während Fregattenkapitän Schomburg zum F.d.U. Ost ernannt wurde. Am 19.09.1939 kamen die Operationen in der Ostsee zum Erliegen, so dass der F.d.U. Ost und der F.d.U. West aufgelöst wurde. Es gab fortan nur noch den F.d.U. Im März 1943 wurde in Danzig die Dienststelle des F.d.U. Ost gebildet. Ihm unterstanden die in der Heimat zum Fronteinsatz klarmachenden Boote (Neubauten und Reparaturboote). Am 28.03.1945 verlegte der F.d.U. Ost über Hela und Rendsburg nach Schirnau bei Rendsburg.
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| Standorte: || colspan="3" | Hauptsitz in Kiel; kriegsbedingte Verlegungen nach Swinemünde und Gotenhafen zur Sicherung der Ausbildungsgebiete in der östlichen Ostsee.
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur Erprobung und Abnahme beim F.d.U. Ost).
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 11:07 Uhr

Dienststelle Führer der Unterseeboote Ost
Der Führer der Unterseeboote Ost (F.d.U. Ost) war eine operative Kommandobehörde der Kriegsmarine, die für die Führung, Ausbildung und Organisation der U-Boot-Waffe im Bereich der Ostsee zuständig war. Er fungierte als zentrale Schnittstelle zwischen der strategischen Führung und den praktischen Ausbildungsflottillen, um die Frontreife neuer Besatzungen und Einheiten sicherzustellen.
Historische Entwicklung und Standorte
Kaiserliche Marine: Existenz eines „Führers der Unterseeboote in der Ostsee“ (F.d.U. Ostsee) bis 31.12.1918, primär eingesetzt zur Bekämpfung der russischen Flottenverbände.
Reichsmarine: Aufgrund des U-Boot-Verbots (Versailler Vertrag) keine offizielle Dienststelle; Steuerung geheimer Aktivitäten über die Marineleitung (Abteilung A II).
Kriegsmarine: Einrichtung am 03.09.1939 in Kiel aus dem vormaligen Stab von Karl Dönitz, der zeitgleich zum Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) ernannt wurde.
Standorte: Hauptsitz in Kiel; kriegsbedingte Verlegungen nach Swinemünde und Gotenhafen zur Sicherung der Ausbildungsgebiete in der östlichen Ostsee.
Auflösung 1945: Die Dienststelle wurde am 11.03.1945 aufgelöst; Aufgehen der Kompetenzen im Stab des Kommandierenden Admirals der Unterseeboote (Konteradmiral v. Friedeburg).
Spezifische Merkmale & Aufgaben
Ausbildungsleitung: Zentrale Instanz für die taktische Schulung neuer Besatzungen; Koordination der U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) und der Ausbildungsflottillen (z. B. 24. U-Flottille).
Operative Führung: Kommando über die im Baltikum aktiv eingesetzten Boote, insbesondere während des Feldzuges gegen die Sowjetunion ab dem 22.06.1941.
Abnahmekommando: Überwachung der Erprobungsprogramme für Neubauten (Agru-Front) zur Feststellung der technischen und personellen Frontreife vor der Verlegung nach Westen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderbildung: Der F.d.U. Ost prägte durch seine Richtlinien den einheitlichen Standard der U-Boot-Ausbildung und sicherte die personelle Qualität des Offizierskorps der Frontboote.
Frontvorbereitung: Sicherstellung der logistischen und taktischen Versorgung der Boote vor ihrem Transit durch die dänischen Gewässer in den Nordatlantik oder das Eismeer.
Personalhistorie: In den Werdegängen der Kommandanten markiert eine Unterstellung beim F.d.U. Ost meist die finale Phase der Ausbildung vor dem ersten Feindflug-Kommando.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 30 Akten der Führer der Unterseeboote: Kriegstagebücher (KTB) und operative Befehlssätze des F.d.U. Ost.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Einordnung der Ostsee-U-Boot-Operationen und Ausbildungsplanung.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Stellenbesetzungen und Kommandierungen in den Stab des F.d.U. Ost.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Organisation der U-Boot-Waffe).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Kontext zur Erprobung und Abnahme beim F.d.U. Ost).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132