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IV. Marine-Artillerieabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 11:59 Uhr

Verband IV. Marine-Artillerieabteilung
Die IV. Marine-Artillerieabteilung war ein bedeutender Friedenstruppenteil der Marine-Artillerie am Standort Cuxhaven. Bei Kriegsausbruch diente sie als zentrale personelle und organisatorische Basis für die Aufstellung zahlreicher spezialisierter Küsten- und Flakverbände. Für die U-Boot-Waffe war diese Abteilung als „Ausbildungsschmiede“ für das artilleristische Fachpersonal sowie als Ursprung der Sicherungsverbände für die Elbmündung von strategischer Relevanz.
Historischer Kontext & Organisation
Standort: Cuxhaven (Niedersachsen); strategische Schlüsselposition zur Sicherung der Elbmündung und der Zufahrtswege nach Hamburg und zum Nord-Ostsee-Kanal.
Auflösung 1939: Mit der Mobilmachung im August/September 1939 erfolgte die Auflösung als aktiver Friedensverband zur Formierung spezialisierter Kriegseinheiten.
Nachfolgeeinheiten: Aus der Struktur entstanden die 4. Ersatz-Marine-Artillerieabteilung sowie die operative Marine-Artillerieabteilung 134 (M.A.A. 134).
Flak-Expansion: Aufstellung der Marine-Flakabteilungen M.Fla.A. 214, 224, 234, 244, 254, 264, 274, 284 und 294 aus dem personellen Kern der IV. M.A.A.
Aufgaben und Wirkungsbereich
Küstenschutz: Sicherung der deutschen Bucht gegen See- und Luftangriffe; Betrieb schwerer Küstenbatterien zur Sperrung der Elbeinfahrt für feindliche Überwasserstreitkräfte.
Ausbildung: Durchführung der artilleristischen Grund- und Fachausbildung für Mannschaften und Offiziersanwärter der Marine-Artillerie-Laufbahn.
Mobilmachung: Funktion als personeller "Durchlauferhitzer" für die schnelle Besetzung der Flak-Gürtel um die norddeutschen Kriegshäfen bei Kriegsbeginn.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktschutz: Die aus der IV. M.A.A. hervorgegangenen Flak-Abteilungen sicherten die U-Boot-Auslaufwege der Elbmündung gegen alliierte Minenleger und Torpedobomber.
Artillerie-Schulung: Viele U-Boot-Männer erhielten hier ihre erste Einweisung an Geschützen, bevor sie zur spezialisierten U-Boot-Artillerie-Ausbildung wechselten.
Personalstamm: In den Stammrollen norddeutscher U-Boot-Besatzungen markiert die IV. M.A.A. oft den militärischen Ausgangspunkt unmittelbar vor der U-Boot-Meldung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 142 Unterlagen zur Mobilmachungsplanung und der Umgliederung der IV. M.A.A. in die verschiedenen Fachabteilungen.
BArch RM 45-I / 62 Akten des Küstenbefehlshabers Deutsche Bucht zur operativen Zuweisung der aus der IV. M.A.A. entstandenen Flak-Einheiten.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Offizieren, die den Übergang von der IV. M.A.A. zu den neuen M.Fla.A.-Einheiten (z. B. 214 oder 224) vollzogen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Küstenverteidigung und Marine-Flak).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, zur Aufstellung der Marine-Flak-Abteilungen im Raum Cuxhaven).
Harnack, Wolfgang "Die Verteidigung der Küsten" (Rolle der M.A.A. 134 beim Schutz der Elbmündung).
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