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Küstenfliegergruppe 506: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 506 war ein fliegender Verband der Luftwaffe, der operativ eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete. Für die U-Boot-Waffe fungierte sie als das „Auge der Flotte“ bei der Aufklärung alliierter Geleitzüge und zur direkten Bekämpfung von Seezielen mittels Torpedoeinsatz. Durch ihre weitreichenden Patrouillen in der Nordsee und vor Norwegen bildete sie ein kritisches Element in der Koordination der Rudeltaktik und der Sicherung aus- und einlaufender Boote.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 01.07.1937 in Dievenow; kurzzeitige Auflösung im Oktober 1939 und sofortige Neuaufstellung aus der Kü.Fl.Gr. 406.
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| Umwandlung: || colspan="3" | Ab 19.11.1941 Umbenennung in Kampfgruppe 506; im Juni 1942 endgültige Umwandlung zur II. Gruppe des Kampfgeschwaders 26 (Löwengeschwader).
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Operative Basen u. a. in Pillau, Kamp (Pommern), Stavanger (Norwegen) sowie Amsterdam-Schellingwoude zur Überwachung der Nordseezugänge.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Die Reste der Gruppe wurden in den letzten Kriegsmonaten zumeist im Verband des Kampfgeschwaders 26 zur Abwehr alliierter Flottenverbände eingesetzt.
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| Seefernaufklärung: || colspan="3" | Strategisches Aufspüren alliierter Konvois und präzise Standortmeldung an den B.d.U. zur taktischen Heranführung der U-Boot-Rudel.
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| U-Boot-Sicherung: || colspan="3" | Luftgestützter Begleitschutz für Frontboote beim Passieren gefährdeter Seegebiete zur Abwehr feindlicher Luftangriffe und U-Jagd-Verbände.
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| Torpedoeinsatz: || colspan="3" | Durchführung koordinierter Angriffe mit der Heinkel He 115 auf Schiffsziele; oft in direkter taktischer Abstimmung mit operierenden Unterseebooten.
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| Seenotdienst: || colspan="3" | Aktive Suche und Rettung von U-Boot-Besatzungsmitgliedern nach Versenkungen oder Havarien in den weiträumigen Küstengewässern.
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| Anfänge: || colspan="3" | Ausrüstung mit Heinkel He 60 und He 59 zur Nahaufklärung und für den allgemeinen Küstendienst.
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| Hauptwaffen: || colspan="3" | Primärer Einsatz der Heinkel He 115 (Torpedoflugzeug) und He 114 zur Bekämpfung von Seezielen und Fernaufklärung.
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| Modernisierung: || colspan="3" | Ab Sommer 1941 sukzessive Umstellung der Gruppe auf die leistungsstarke zweimotorige Junkers Ju 88 A.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RL 10/487-491 || colspan="3" | Verbände der Luftwaffe: Kriegstagebücher und detaillierte Einsatzberichte der Küstenfliegergruppe 506 über dem Nordatlantik und der Nordsee.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Marineoffizieren, die als Beobachter oder Verbindungsoffiziere zur Kü.Fl.Gr. 506 abkommandiert waren.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Dokumentiert die operative Zusammenarbeit mit dem Führer der See-Luftstreitkräfte und dem B.d.U.
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| Völker, Karl-Heinz || colspan="3" | "Die deutsche Luftwaffe 1933–1939. Aufbau, Struktur und staatsökonomische Grundlagen" (Organisation der Küstenflieger).
 
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| || colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 506 wurde am 1. Juli 1937 in Dievenow aus dem Stab und der 1. Staffel der Küstenfliegergruppe 306 aufgestellt. Am 1. Dezember 1937 kamen in Kamp (2. Staffel) und Pillau (3. Staffel) zwei weitere Staffeln zur Gruppe. Am 22. Oktober 193 wurde die Gruppe aufgelöst. Der Stab und die 1. Staffel kamen zur Küstenfliegergruppe 806, die 2. Staffel zur Küstenfliegergruppe 406 und die 3. Staffel zur Küstenfliegergruppe 806.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Luftwaffe: Ausbildung und taktische Kooperation).
 
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| || colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 506 wurde am 22. Oktober 1939 aus der Küstenfliegergruppe 406 neu aufgestellt. Die 2. Staffel wurde am 6. Oktober 1941 mit der 2. / Küstenfliegergruppe 906 getauscht. Am gleichen Tag wurde in Grove eine Ergänzungsstaffel aufgestellt und mit der Junkers Ju 88 A ausgerüstet. Während des Sommers 1941 wurde das gesamte Geschwader auf die Junkers Ju 88 A ausgerüstet. Am 19. November 1941 wurde die Gruppe in Kampfgruppe 506 umbenannt. Am 8. Juni 1942 wurde die Gruppe zur II. Gruppe des Kampfgeschwaders 26 umgewandelt, die Ergänzungsstaffel wurde zur 12. Staffel des Kampfgeschwaders 26.  
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die deutschen U-Boote und ihre Hilfsschiffe" (Details zum Zusammenwirken von Luftwaffe und U-Boot-Waffe).
 
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(Aus Lexikon der Wehrmacht)
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 13:09 Uhr

Verband Küstenfliegergruppe 506
Die Küstenfliegergruppe 506 war ein fliegender Verband der Luftwaffe, der operativ eng mit der Kriegsmarine zusammenarbeitete. Für die U-Boot-Waffe fungierte sie als das „Auge der Flotte“ bei der Aufklärung alliierter Geleitzüge und zur direkten Bekämpfung von Seezielen mittels Torpedoeinsatz. Durch ihre weitreichenden Patrouillen in der Nordsee und vor Norwegen bildete sie ein kritisches Element in der Koordination der Rudeltaktik und der Sicherung aus- und einlaufender Boote.
Historische Entwicklung und Standorte
Aufstellung: Formierung am 01.07.1937 in Dievenow; kurzzeitige Auflösung im Oktober 1939 und sofortige Neuaufstellung aus der Kü.Fl.Gr. 406.
Umwandlung: Ab 19.11.1941 Umbenennung in Kampfgruppe 506; im Juni 1942 endgültige Umwandlung zur II. Gruppe des Kampfgeschwaders 26 (Löwengeschwader).
Einsatzgebiete: Operative Basen u. a. in Pillau, Kamp (Pommern), Stavanger (Norwegen) sowie Amsterdam-Schellingwoude zur Überwachung der Nordseezugänge.
Ende 1945: Die Reste der Gruppe wurden in den letzten Kriegsmonaten zumeist im Verband des Kampfgeschwaders 26 zur Abwehr alliierter Flottenverbände eingesetzt.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Seefernaufklärung: Strategisches Aufspüren alliierter Konvois und präzise Standortmeldung an den B.d.U. zur taktischen Heranführung der U-Boot-Rudel.
U-Boot-Sicherung: Luftgestützter Begleitschutz für Frontboote beim Passieren gefährdeter Seegebiete zur Abwehr feindlicher Luftangriffe und U-Jagd-Verbände.
Torpedoeinsatz: Durchführung koordinierter Angriffe mit der Heinkel He 115 auf Schiffsziele; oft in direkter taktischer Abstimmung mit operierenden Unterseebooten.
Seenotdienst: Aktive Suche und Rettung von U-Boot-Besatzungsmitgliedern nach Versenkungen oder Havarien in den weiträumigen Küstengewässern.
Ausrüstung und Bewaffnung
Anfänge: Ausrüstung mit Heinkel He 60 und He 59 zur Nahaufklärung und für den allgemeinen Küstendienst.
Hauptwaffen: Primärer Einsatz der Heinkel He 115 (Torpedoflugzeug) und He 114 zur Bekämpfung von Seezielen und Fernaufklärung.
Modernisierung: Ab Sommer 1941 sukzessive Umstellung der Gruppe auf die leistungsstarke zweimotorige Junkers Ju 88 A.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10/487-491 Verbände der Luftwaffe: Kriegstagebücher und detaillierte Einsatzberichte der Küstenfliegergruppe 506 über dem Nordatlantik und der Nordsee.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Marineoffizieren, die als Beobachter oder Verbindungsoffiziere zur Kü.Fl.Gr. 506 abkommandiert waren.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Dokumentiert die operative Zusammenarbeit mit dem Führer der See-Luftstreitkräfte und dem B.d.U.
Literaturverweise
Völker, Karl-Heinz "Die deutsche Luftwaffe 1933–1939. Aufbau, Struktur und staatsökonomische Grundlagen" (Organisation der Küstenflieger).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marine-Luftwaffe: Ausbildung und taktische Kooperation).
Rössler, Eberhard "Die deutschen U-Boote und ihre Hilfsschiffe" (Details zum Zusammenwirken von Luftwaffe und U-Boot-Waffe).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132