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Führer der Minensuchboote: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die Dienststelle '''Führer der Minensuchboote''' (F.d.M.) wurde durch Befehl des Chefs der Marineleitung am 25.09.1933 in Kiel aufgestellt. Die Vergrößerung der für Sicherungsaufgaben (Minensuch-, Räum-, Vorposten- und Geleitaufgaben) einzusetzenden Fahrzeuge machte die Aufstellung dieses Stabes notwendig. Der Stab war dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte unterstellt. Seine Aufgaben umfassten:
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! Dienststelle
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! '''Führer der Minensuchboote (F.d.M.)'''
 
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| || colspan="3" | Entscheidung über Übungen des Minen- und Minensuchdienstes und des U-Boot-Abwehrdienstes.
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| colspan="3" | Der Führer der Minensuchboote war eine zentrale operative Dienststelle, die für die Planung und Durchführung aller Minenräum- und Sicherungsaufgaben in einem bestimmten Seegebiet verantwortlich war. Aufgestellt am 25.09.1933 in Kiel, bündelte die Dienststelle die heterogenen Verbände der Minensuch-, Räum- und Vorpostenboote unter einer einheitlichen Führungsebene. Für die U-Boot-Waffe war das Wirken des F.d.M. existenziell, da seine Einheiten die „Zwangswege“ aus den Stützpunkten von feindlichen Minensperren freihielten und den Geleitschutz in der gefährlichen Küstenphase gegen Luft- und Seeangriffe koordinierten.
 
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| || colspan="3" | Durchführung taktischer Übungen nach Anweisungen des B.d.A., Weiterentwicklung der Taktik.
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! colspan="3" | Historischer Werdegang und Struktur
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 25.09.1933 durch Befehl des Chefs der Marineleitung zur Zentralisierung der Sicherungsstreitkräfte der Reichsmarine.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Der Stab unterstand anfänglich dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte (B.d.A.) als Teil der mobilen Flottenkräfte.
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| Expansion: || colspan="3" | Ab 1939/40 Aufteilung in regionale Bereiche: F.d.M. West (Cuxhaven/Frankreich), F.d.M. Ost und später F.d.M. Nord (Norwegen) zur operativen Kontrolle der besetzten Gebiete.
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| Das Ende: || colspan="3" | 1945 geprägt von massiven Evakuierungseinsätzen in der Ostsee; nach der Kapitulation Überführung der Kernverbände in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
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! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Wegesicherung: || colspan="3" | Freihalten der Fahrrinnen von feindlichen Minen (Sperrwaffeneinsatz); lebensnotwendig für das sichere Auslaufen der U-Boote aus Basen wie Lorient oder Brest.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Koordination der Vorposten- und Räumboote zum Schutz der U-Boote vor feindlichen U-Jagd-Gruppen und Fliegerangriffen in den Küstenvorfeldern.
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| Kaderschmiede: || colspan="3" | Die ständige Gefechtsberührung der F.d.M.-Einheiten im Westraum diente vielen späteren U-Boot-Kommandanten als erste harte Bewährungsprobe im Seekrieg.
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| Sperrwaffen: || colspan="3" | Enge Zusammenarbeit mit der Inspektion der Sperrwaffen zur Erprobung neuer Räumgeräte gegen britische Magnet- und Akustikminen.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 55 || colspan="3" | Führer der Minensuchboote: Kernbestand für Stabsakten, operative Planungen und Kriegstagebücher (KTB) ab der Gründungsphase 1933.
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| BArch RM 1 || colspan="3" | Marineleitung / Reichsmarine: Dokumentiert den Aufstellungsbefehl, die personelle Struktur und die frühen Ausbaupläne der Sicherungsverbände.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Stabsoffiziere und Spezialisten, die den Aufbau der F.d.M.-Dienststellen ab 1933 und während des Krieges gestalteten.
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Organisation und Einsatzbereiche der Führer der Minensuchboote).
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| Lassaulx, Friedrich v. || colspan="3" | „Minensuchboote gegen England“ (Zeitgenössischer Bericht über die operativen Aufgaben unter dem F.d.M. West).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Sicherungsbereiche Ost, West und Nord).
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| || colspan="3" | Personalangelegenheiten, insbesondere Fachschulunterricht, Sport, Fürsorge, Traditionspflege, Lehrgangsbeschickung; "Durchgangsstellen" für Angelegenheiten der Offiziere und Beamten, Ausrüstungsfragen, Angelegenheiten des Kranken- und Gesundheitsdienstes, Jahresartillerie-, Sperr-, Gasschutzberichte, artillerie-, torpedo- und sperrtechnische sowie schiff- und maschinenbauliche Abänderungsanträge.
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
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| || colspan="3" | Am 01.04.1938 verlegte der Stab nach Cuxhaven. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 01.09.1939 wurden für die Nord- und Ostsee jeweils ein Führer der Minensuchboote kommandiert, die den Befehlshabern der Sicherung der Ostsee bzw. der Nordsee unterstellt wurden. Da der Schwerpunkt der Kriegsführung während des Polenfeldzuges in der Ostsee im Vordergrund lag, wurde der Führer der Minensuchboote zum Führer der Minensuchboot Ost.
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 15:44 Uhr

Dienststelle Führer der Minensuchboote (F.d.M.)
Der Führer der Minensuchboote war eine zentrale operative Dienststelle, die für die Planung und Durchführung aller Minenräum- und Sicherungsaufgaben in einem bestimmten Seegebiet verantwortlich war. Aufgestellt am 25.09.1933 in Kiel, bündelte die Dienststelle die heterogenen Verbände der Minensuch-, Räum- und Vorpostenboote unter einer einheitlichen Führungsebene. Für die U-Boot-Waffe war das Wirken des F.d.M. existenziell, da seine Einheiten die „Zwangswege“ aus den Stützpunkten von feindlichen Minensperren freihielten und den Geleitschutz in der gefährlichen Küstenphase gegen Luft- und Seeangriffe koordinierten.
Historischer Werdegang und Struktur
Aufstellung: Formierung am 25.09.1933 durch Befehl des Chefs der Marineleitung zur Zentralisierung der Sicherungsstreitkräfte der Reichsmarine.
Unterstellung: Der Stab unterstand anfänglich dem Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte (B.d.A.) als Teil der mobilen Flottenkräfte.
Expansion: Ab 1939/40 Aufteilung in regionale Bereiche: F.d.M. West (Cuxhaven/Frankreich), F.d.M. Ost und später F.d.M. Nord (Norwegen) zur operativen Kontrolle der besetzten Gebiete.
Das Ende: 1945 geprägt von massiven Evakuierungseinsätzen in der Ostsee; nach der Kapitulation Überführung der Kernverbände in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.).
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Freihalten der Fahrrinnen von feindlichen Minen (Sperrwaffeneinsatz); lebensnotwendig für das sichere Auslaufen der U-Boote aus Basen wie Lorient oder Brest.
Geleitschutz: Koordination der Vorposten- und Räumboote zum Schutz der U-Boote vor feindlichen U-Jagd-Gruppen und Fliegerangriffen in den Küstenvorfeldern.
Kaderschmiede: Die ständige Gefechtsberührung der F.d.M.-Einheiten im Westraum diente vielen späteren U-Boot-Kommandanten als erste harte Bewährungsprobe im Seekrieg.
Sperrwaffen: Enge Zusammenarbeit mit der Inspektion der Sperrwaffen zur Erprobung neuer Räumgeräte gegen britische Magnet- und Akustikminen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 55 Führer der Minensuchboote: Kernbestand für Stabsakten, operative Planungen und Kriegstagebücher (KTB) ab der Gründungsphase 1933.
BArch RM 1 Marineleitung / Reichsmarine: Dokumentiert den Aufstellungsbefehl, die personelle Struktur und die frühen Ausbaupläne der Sicherungsverbände.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Stabsoffiziere und Spezialisten, die den Aufbau der F.d.M.-Dienststellen ab 1933 und während des Krieges gestalteten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Organisation und Einsatzbereiche der Führer der Minensuchboote).
Lassaulx, Friedrich v. „Minensuchboote gegen England“ (Zeitgenössischer Bericht über die operativen Aufgaben unter dem F.d.M. West).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Sicherungsbereiche Ost, West und Nord).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132