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Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau: Unterschied zwischen den Versionen

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! Fachabteilung
! '''Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau'''
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! '''Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau (K II)'''
 
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| colspan="3" | Im Hauptamt Kriegsschiffbau wurden die Neukonstruktionen der deutschen Kriegsmarine geplant.
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| colspan="3" | Die Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau (K II) war die zentrale militärische Fachinstanz innerhalb des Hauptamtes Kriegsschiffbau (Amt K) im Oberkommando der Marine (OKM). Sie bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Seekriegsleitung (Skl), welche die taktischen Forderungen formulierte, und den Konstruktionsingenieuren, die für die technische Umsetzung auf den Werften zuständig waren. Die K II definierte die Kampfwerte neuer Einheiten, koordinierte die Einrüstung modernster Technologien wie Schnorchelanlagen und überwachte die militärische Abnahme der Neubauten vor deren Frontreife.
 
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| colspan="3" | Abteilung für militärische Fragen des Kriegsschiffsbaues.
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| Kampfwertfestlegung: || colspan="3" | Bestimmung der Bewaffnung (Torpedorohre, Flak), der Panzerung und der geforderten Höchstgeschwindigkeiten für neue U-Boot-Typen und Überwassereinheiten.
 
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| colspan="3" | Militärische Abteilung für Werften und Stützpunkte, zugleich allgemeine Angelegenheiten des Hauptamtes Kriegsschiffbau (K III A).
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| Abnahmeaufsicht: || colspan="3" | Überwachung der Erprobungsfahrten und finale Entscheidung, ob ein Neubau den harten Anforderungen der Front entsprach oder zur Mängelbeseitigung an die Werft zurückging.
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| Technologie-Integration: || colspan="3" | Strategische Planung und Koordination der Einrüstung neuer Systeme wie Funkmessgeräte (Radar), passiver Ortung und Schnorchelanlagen zur Erhaltung der Kampfkraft.
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| Konstruktionssteuerung: || colspan="3" | Kontinuierliche Anpassung der Baupläne an die sich ändernde taktische Lage im Atlantik durch direkte Weisungen an die Konstruktionsämter (K I).
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Gruppe für Rüstungsangelegenheiten (K III P).
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| Sektionsbau-Forcierung: || colspan="3" | Maßgebliche Beteiligung an der Umstellung auf die Sektionsbauweise beim Typ XXI, um die militärische Forderung nach Massenproduktion und hoher Unterwassergeschwindigkeit zu erfüllen.
 
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| colspan="3" | Abteilung Werft- und Arsenalverwaltung (K III V).
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| KLA-Rückkopplung: || colspan="3" | Systematische Auswertung der Erfahrungsberichte der Kriegsschiffbaulehrabteilungen (z. B. 2. KLA Hamburg); direkte Rückführung technischer Mängel in die laufende Serienproduktion.
 
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| colspan="3" | Abteilung Werftbetrieb (K III T).
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| Strategischer Transfer: || colspan="3" | Umsetzung der taktischen Konzepte des B.d.U. in technische Spezifikationen, insbesondere bei der Entwicklung der neuen Elektroboote und der Verstärkung der U-Flak-Bewaffnung.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| BArch RM 20 / 1905 ff || colspan="3" | Akten der Abteilung K II: Beinhaltet Sitzungsprotokolle zu den militärischen Forderungen für den U-Bootbau und die operative Abstimmung mit dem B.d.U.
 
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| BArch RM 7 / 234 ff || colspan="3" | Zusammenarbeit Skl und Amt K: Dokumentation des Informationsflusses und der Entscheidungsprozesse zwischen strategischer Planung und technischer Realisierung.
 
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| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Oberkommando/Kriegsschiffbau.htm | → Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau]
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| BArch RM 11 / 48 ff || colspan="3" | Erprobungsberichte der K II: Detaillierte Berichte über Abnahmeversuche der Typen VII, IX und XXI sowie daraus resultierende technische Modifikationen.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | „Die deutschen U-Boote und ihre Werften“ (Spezialisierter Fokus auf die Rolle der K II bei der Planung und technischen Umsetzung der Sektionsboote).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Umfassende technische Basisdaten der Marineeinheiten, basierend auf den militärischen Vorgaben der Abteilung K II).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2: Systematische Darstellung der personellen und organisatorischen Struktur der Abteilungen im OKM).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 16:00 Uhr

Fachabteilung Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau (K II)
Die Militärische Abteilung für Kriegsschiffbau (K II) war die zentrale militärische Fachinstanz innerhalb des Hauptamtes Kriegsschiffbau (Amt K) im Oberkommando der Marine (OKM). Sie bildete das entscheidende Bindeglied zwischen der Seekriegsleitung (Skl), welche die taktischen Forderungen formulierte, und den Konstruktionsingenieuren, die für die technische Umsetzung auf den Werften zuständig waren. Die K II definierte die Kampfwerte neuer Einheiten, koordinierte die Einrüstung modernster Technologien wie Schnorchelanlagen und überwachte die militärische Abnahme der Neubauten vor deren Frontreife.
Kernaufgaben und Zuständigkeit
Kampfwertfestlegung: Bestimmung der Bewaffnung (Torpedorohre, Flak), der Panzerung und der geforderten Höchstgeschwindigkeiten für neue U-Boot-Typen und Überwassereinheiten.
Abnahmeaufsicht: Überwachung der Erprobungsfahrten und finale Entscheidung, ob ein Neubau den harten Anforderungen der Front entsprach oder zur Mängelbeseitigung an die Werft zurückging.
Technologie-Integration: Strategische Planung und Koordination der Einrüstung neuer Systeme wie Funkmessgeräte (Radar), passiver Ortung und Schnorchelanlagen zur Erhaltung der Kampfkraft.
Konstruktionssteuerung: Kontinuierliche Anpassung der Baupläne an die sich ändernde taktische Lage im Atlantik durch direkte Weisungen an die Konstruktionsämter (K I).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sektionsbau-Forcierung: Maßgebliche Beteiligung an der Umstellung auf die Sektionsbauweise beim Typ XXI, um die militärische Forderung nach Massenproduktion und hoher Unterwassergeschwindigkeit zu erfüllen.
KLA-Rückkopplung: Systematische Auswertung der Erfahrungsberichte der Kriegsschiffbaulehrabteilungen (z. B. 2. KLA Hamburg); direkte Rückführung technischer Mängel in die laufende Serienproduktion.
Strategischer Transfer: Umsetzung der taktischen Konzepte des B.d.U. in technische Spezifikationen, insbesondere bei der Entwicklung der neuen Elektroboote und der Verstärkung der U-Flak-Bewaffnung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1905 ff Akten der Abteilung K II: Beinhaltet Sitzungsprotokolle zu den militärischen Forderungen für den U-Bootbau und die operative Abstimmung mit dem B.d.U.
BArch RM 7 / 234 ff Zusammenarbeit Skl und Amt K: Dokumentation des Informationsflusses und der Entscheidungsprozesse zwischen strategischer Planung und technischer Realisierung.
BArch RM 11 / 48 ff Erprobungsberichte der K II: Detaillierte Berichte über Abnahmeversuche der Typen VII, IX und XXI sowie daraus resultierende technische Modifikationen.
Literaturverweise
Rössler, Eberhard „Die deutschen U-Boote und ihre Werften“ (Spezialisierter Fokus auf die Rolle der K II bei der Planung und technischen Umsetzung der Sektionsboote).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Umfassende technische Basisdaten der Marineeinheiten, basierend auf den militärischen Vorgaben der Abteilung K II).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2: Systematische Darstellung der personellen und organisatorischen Struktur der Abteilungen im OKM).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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