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Führer der U-Boote Nordmeer: Unterschied zwischen den Versionen

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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Führungsoffiziere im Nordmeer).
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| style="text-align:center" colspan="3" |  [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 08:51 Uhr

Dienststelle Führer der Unterseeboote Nordmeer
Die Dienststelle Führer der U-Boote Nordmeer wurde im Januar 1943 im Zuge einer Umstrukturierung der U-Boot-Führung in Norwegen geschaffen. Sie ging aus der Teilung des Bereichs F.d.U. Norwegen hervor, um die operative Führung der Boote im arktischen Raum (Eismeer) zu intensivieren. Der F.d.U. Nordmeer war verantwortlich für die Planung und Durchführung der Angriffe auf die alliierten Geleitzüge (Murmansk-Konvois) sowie für die Aufrechterhaltung der U-Boot-Vorpostenketten zum Schutz der norwegischen Küste. Er unterstand operativ dem Marineoberkommando (MOK) Norwegen.
Entstehung, Funktion und operative Führung
Aufstellung: Januar 1943; gebildet zur spezialisierten Führung der im Nordmeer und der Barentssee operierenden Einheiten.
Standorte: Narvik (Hauptquartier); zeitweise vorgeschobene Gefehtsstände in Hammerfest und Kirkenes zur Leitung der Eismeer-Operationen.
Dienststellung: Besetzt durch Kapitän zur See Rudolf Peters (Jan. 1943 – Dez. 1944) und Fregattenkapitän Reinhard Suhren (Dez. 1944 – Mai 1945).
Aufgabe: Operative Leitung der U-Boote gegen die PQ/JW-Geleitzüge; Koordination der Wetterfunk-U-Boote im Arktisraum; Küstensicherung.
Ende 1945: Im Zuge der allgemeinen Rückzugsbewegungen und der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Dienststelle in Norwegen aufgelöst.
Spezifische Merkmale
Unterstellung: Operativ dem Marineoberkommando Norwegen; truppendienstlich dem Befehlshaber der Unterseeboote (BdU).
Flottillen: Dem F.d.U. Nordmeer unterstanden primär die in Nordnorwegen stationierten Teile der 11. und 13. U-Flottille sowie die Stützpunktgruppe Nord.
Taktik: Führung von U-Boot-Gruppen unter extremen klimatischen Bedingungen und schwierigen Funkverhältnissen im Polargebiet.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Konvoikrieg: Zentrale Schaltstelle für die Bekämpfung des alliierten Nachschubs für die Sowjetunion über die Nordroute.
Wetterdienst: Strategische Bedeutung durch die Führung von Spezial-U-Booten, die für die Wettervorhersage der Wehrmacht im Nordatlantik und Polarraum essenziell waren.
Aufklärung: Enge Zusammenarbeit mit dem Fliegerführer Eismeer zur kombinierten Luft-See-Aufklärung gegnerischer Flottenverbände.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Kriegstagebücher mit operativen Weisungen an den F.d.U. Nordmeer.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Verteidigung des Nordraums und die taktischen Berichte aus dem Bereich Narvik.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der F.d.U. (u. a. Kapitän zur See Rudolf Peters, Korvettenkapitän Reinhard Suhren).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Führung und Organisation: F.d.U. Nordmeer).
Rössler, Eberhard „Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Einsatzberichte aus den arktischen Gewässern).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Führungsoffiziere im Nordmeer).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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