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30. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Flottille wurde am 15.03.1943 mit den Besatzungen der 15. Minensuchflottille aufgestellt. Aufgabe der Flottille war der Geleit- und Sicherungsdienst in Mittel- und Südnorwegen. Die Flottille unterstand dem Admiral norwegische Westküste und wurde im Mai 1945 aufgelöst.
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| colspan="2" | Die 30. Minensuchflottille wurde am 15.03.1943 aufgestellt. Die personelle Basis bildeten die erfahrenen Besatzungen der 15. Minensuchflottille. Der Verband war als operative Einheit für den Geleit- und Sicherungsdienst in den Gewässern von Mittel- und Südnorwegen vorgesehen. Die Flottille unterstand truppendienstlich dem Admiral der norwegischen Westküste. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Offenhaltung der Zwangswegsysteme entlang der zerklüfteten norwegischen Küste, dem Schutz der küstennahen Schifffahrt gegen britische Luft- und Seeangriffe sowie der Sicherung strategisch wichtiger Transporte. Die Auflösung des Verbandes erfolgte nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
 
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| Begleitschutz: || colspan="3" | Sicherung der U-Boote während der gefährlichen Revierfahrt in den Küstengewässern vor britischen MTB-Vorstößen.
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| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/30MinSuch.htm | → 30. Minensuchflottille]
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Aktuelle Version vom 10. März 2026, 17:35 Uhr

Verband 30. Minensuchflottille
Die 30. Minensuchflottille wurde am 15.03.1943 aufgestellt. Die personelle Basis bildeten die erfahrenen Besatzungen der 15. Minensuchflottille. Der Verband war als operative Einheit für den Geleit- und Sicherungsdienst in den Gewässern von Mittel- und Südnorwegen vorgesehen. Die Flottille unterstand truppendienstlich dem Admiral der norwegischen Westküste. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Offenhaltung der Zwangswegsysteme entlang der zerklüfteten norwegischen Küste, dem Schutz der küstennahen Schifffahrt gegen britische Luft- und Seeangriffe sowie der Sicherung strategisch wichtiger Transporte. Die Auflösung des Verbandes erfolgte nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 15.03.1943; Übernahme der Besatzungsstämme der 15. Minensuchflottille.
Aufgabe: Geleit- und Sicherungsdienst; Minensuchen; U-Jagd im Küstenvorfeld; Küstenschutz.
Unterstellung: Admiral norwegische Westküste (Sitz Bergen).
Ende 1945: Mai 1945; Kapitulation in Norwegen; anschließende Räumtätigkeit im Rahmen der GMSA möglich.
Operationen (1943–1945)
Einsatzraum: Küstengewässer von Mittel- und Südnorwegen (u. a. Stavanger, Bergen, Trondheim).
Geleitdienst: Sicherung von Erztransportern und Versorgungsschiffen gegen alliierte U-Boote und Flieger.
Sperrwaffen: Kontrolle und Räumung von britischen Luftminen in den Fjordeingängen und Hafenzufahrten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslaufsicherung: Offenhaltung der minenfreien Gassen für die Front-U-Boote der 11. Flottille (Bergen) und 13. Flottille (Trondheim).
Begleitschutz: Sicherung der U-Boote während der gefährlichen Revierfahrt in den Küstengewässern vor britischen MTB-Vorstößen.
Rettungsdienst: Beteiligung an Such- und Bergungsaktionen bei Havarien oder Verlusten von U-Booten im Sicherungsbereich.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Sicherungsverbände: Kriegstagebücher und Einsatzberichte der 30. Minensuchflottille (1943–1945).
BArch RM 45-II Admiral norwegische Westküste: Akten über die Sicherung der Geleitwege und Flottilleneinsätze.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Flottillenchefs und des Stammpersonals der 30. M.S.-Flottille.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sicherungsstreitkräfte).
Lenton, H. T. „German Warships of the Second World War“ (Technische Details der M-Boote).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Chronologie der Minensuch-Verbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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