Aktionen

Admiral norwegische Westküste: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center" |- | style="width:2%" | |- | || colspan="3"…“)
 
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
 +
 
 +
|-
 +
|
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 +
 
 +
|-
 +
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 +
|-
 +
! Verband
 +
! '''Admiral der norwegischen Westküste'''
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| colspan="3" | Die Dienststelle des Admirals der norwegischen Westküste wurde am 09.04.1940 im Zuge der Besetzung Norwegens in Bergen formiert. Sie bildete das operative Zentrum für die Sicherung der strategisch bedeutsamen Fjorde und Küstenabschnitte, die als Ein- und Auslaufwege für die U-Boot-Waffe in das Nordmeer dienten. Am 01.02.1943 erfolgte die Aufwertung zum Kommandierenden Admiral der norwegischen Westküste, wobei die Dienststelle direkt dem Marineoberkommando (M.O.K.) Norwegen unterstellt wurde.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Historische Entwicklung und Gliederung
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung am 09.04.1940; anfängliche Unterstellung der Hafenkommandanten in Stavanger, Bergen, Drontheim und Narvik.
 +
|-
 +
 
 +
| Dynamik 1940: || colspan="3" | Umwandlung der Hafenkommandanten Bergen und Drontheim zu Seekommandanten im April 1940; zeitgleiche Unterstellung des Seekommandanten Molde.
 +
|-
 +
 
 +
| Nordküste: || colspan="3" | Ende Mai 1940 Trennung: Seekommandant Drontheim wurde zum Admiral der norwegischen Nordküste aufgewertet und übernahm den Bereich Narvik.
 +
|-
 +
 
 +
| Endgültige Form: || colspan="3" | Im August 1940 kam der Seekommandant Stavanger-Süd hinzu; der Befehlsbereich erstreckte sich fortan von Kap Statlandet bis zum Langesund.
 +
|-
 +
 
 +
| Ende 1945: || colspan="3" | Auflösung der Dienststelle mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Übergabe der Befehlsgewalt an die britischen Besatzungstruppen in Bergen.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
 
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 
 +
| Küstenbefehlshaber: || colspan="3" | Verantwortung für die Verteidigung der Küste gegen alliierte Invasionsversuche und die Sicherung der strategischen Rohstofftransporte (Eisenerz).
 +
|-
 +
 
 +
| Sicherungsverbände: || colspan="3" | Führung der im Küstenvorfeld eingesetzten Vorposten- und Minensuchflottillen zur Freihaltung der U-Boot-Zulaufwege von feindlichen Minensperren.
 +
|-
 +
 
 +
| Stützpunkt-Logistik: || colspan="3" | Koordination der Hafenkommandanturen zur materiellen und personellen Versorgung der Front-U-Boote in den norwegischen Basen.
 +
|-
 +
 
 +
| Flakschutz: || colspan="3" | Operative Leitung der Marine-Flak-Abteilungen im Westraum zum Schutz der U-Boot-Liegeplätze vor britischen Luftangriffen.
 +
|-
 +
 
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA)
 +
 
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" |
 
  
Die Dienststelle des Admirals der norwegischen Westküste wurde am 09.04.1940 in Bergen im Zuge der deutschen Besetzung Norwegens gebildet. Ihm unterstanden die Hafenkommandanten in Stavanger, Bergen, Trontheim und Narvik. Die Hafenkommandanten in Bergen und Trontheim wurden noch im April 1940 zu Seekommandanten umgewandelt, im gleichen Monat kam noch der Seekommandant von Molde hinzu. Ende Mai 1940 wurde der Seekommandant von Trontheim zum Admiral der norwegischen Nordküste umgewandelt, wobei ihm der Hafenkommandant von Narvik unterstellt wurde. Im August 1940 trat nach Auflösung des Admirals der norwegischen Südküste der Seekommandant Stavanger-Süd zum Befehlsbereich des Admirals der norwegischen Westküste. Damit war die endgültige Gliederung des Befehlsbereiches erreicht. Der Befehlsbereich umfasste nun das Gebiet von Kap Statlandet bis zum Langesund. Am 01.02.1943 wurde die Dienststelle in Kommandierender Admiral der norwegischen Westküste umbenannt. Der Admiral der norwegischen Westküste unterstand dem Kommandierenden Admiral Norwegen, ab dem 01.02.1943 dem Marineoberkommando Norwegen. Der Admiral der norwegischen Westküste war nicht nur Küstenbefehlshaber. Ihm unterstanden auch die im Küstenvorfeld eingesetzten Sicherungsverbände (s. u.).  
+
| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen in Norwegen: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) und Befehlsstrukturen des Admirals der norwegischen Westküste.
 
|-
 
|-
 +
 +
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Dokumentiert die organisatorischen Umgliederungsbefehle und strategischen Zuweisungen für den Bereich Bergen.
 +
|-
 +
 +
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Admirale und Stabsoffiziere, die die Dienststelle in Bergen und Stavanger führten.
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Literaturverweise
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Norwegen: Küstenbefehlshaber und Seekommandanturen).
 +
|-
 +
 +
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte und Gliederung der Marine-Dienststellen in Norwegen).
 +
|-
 +
 +
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 +
|-
 +
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 11:52 Uhr

Verband Admiral der norwegischen Westküste
Die Dienststelle des Admirals der norwegischen Westküste wurde am 09.04.1940 im Zuge der Besetzung Norwegens in Bergen formiert. Sie bildete das operative Zentrum für die Sicherung der strategisch bedeutsamen Fjorde und Küstenabschnitte, die als Ein- und Auslaufwege für die U-Boot-Waffe in das Nordmeer dienten. Am 01.02.1943 erfolgte die Aufwertung zum Kommandierenden Admiral der norwegischen Westküste, wobei die Dienststelle direkt dem Marineoberkommando (M.O.K.) Norwegen unterstellt wurde.
Historische Entwicklung und Gliederung
Aufstellung: Formierung am 09.04.1940; anfängliche Unterstellung der Hafenkommandanten in Stavanger, Bergen, Drontheim und Narvik.
Dynamik 1940: Umwandlung der Hafenkommandanten Bergen und Drontheim zu Seekommandanten im April 1940; zeitgleiche Unterstellung des Seekommandanten Molde.
Nordküste: Ende Mai 1940 Trennung: Seekommandant Drontheim wurde zum Admiral der norwegischen Nordküste aufgewertet und übernahm den Bereich Narvik.
Endgültige Form: Im August 1940 kam der Seekommandant Stavanger-Süd hinzu; der Befehlsbereich erstreckte sich fortan von Kap Statlandet bis zum Langesund.
Ende 1945: Auflösung der Dienststelle mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Übergabe der Befehlsgewalt an die britischen Besatzungstruppen in Bergen.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Küstenbefehlshaber: Verantwortung für die Verteidigung der Küste gegen alliierte Invasionsversuche und die Sicherung der strategischen Rohstofftransporte (Eisenerz).
Sicherungsverbände: Führung der im Küstenvorfeld eingesetzten Vorposten- und Minensuchflottillen zur Freihaltung der U-Boot-Zulaufwege von feindlichen Minensperren.
Stützpunkt-Logistik: Koordination der Hafenkommandanturen zur materiellen und personellen Versorgung der Front-U-Boote in den norwegischen Basen.
Flakschutz: Operative Leitung der Marine-Flak-Abteilungen im Westraum zum Schutz der U-Boot-Liegeplätze vor britischen Luftangriffen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA)
BArch RM 45-III Marinedienststellen in Norwegen: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) und Befehlsstrukturen des Admirals der norwegischen Westküste.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Dokumentiert die organisatorischen Umgliederungsbefehle und strategischen Zuweisungen für den Bereich Bergen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Admirale und Stabsoffiziere, die die Dienststelle in Bergen und Stavanger führten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Norwegen: Küstenbefehlshaber und Seekommandanturen).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte und Gliederung der Marine-Dienststellen in Norwegen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132