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18. Vorpostenflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| Rückzug 1944: || colspan="3" | Nach der Invasion Beteiligung an verlustreichen Rückzugsgefechten und Verlegung nach Südnorwegen zur Sicherung der dortigen Seewege.
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| Norwegen: || colspan="3" | 1944–1945: Einsatz im Bereich Kristiansand und im Skagerrak; Durchführung von Geleitaufgaben und Überwachung der minengefährdeten Transitstrecken.
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| Skagerrak-Schutz: || colspan="3" | 1945: Sicherung der „U-Boot-Autobahn“ im Skagerrak; Schutz der aus Deutschland nach Norwegen verlegenden Boote gegen britische U-Boot-Lauerer.
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| Seenotdienst: || colspan="3" | Aktive Beteiligung an Such- und Rettungsaktionen für beschädigte U-Boote in den norwegischen Küstengewässern nach verstärkten Luftangriffen.
 
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| Minenwarndienst: || colspan="3" | Durchführung von Kontrollfahrten zur Identifizierung neuer Minenfelder, um die Tauchwege für ein- und auslaufende U-Boote freizuhalten.
 
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Aufgestellt als [[18. Vorpostengruppe]] mit den Schiffen 7 (Möwe), 26 (Julius Pickenpack) und 47 (Wilhelm Huth) und im Oktober 1940 zur 18. Vorpostenflottille erweitert. Eingesetzt wurde die Flottille zum Sicherungsdienst im Kanal. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie nach Südnorwegen verlegt und dort mit Geleitaufgaben betraut.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
  
'''Operationen:'''
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1940 - 1944: Sicherungsdienst im Kanal.
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| BArch RM 106.357 || colspan="3" | 18. Vorpostenflottille: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) inklusive der detaillierten Gefechtsberichte aus dem Kanal und Norwegen.
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1944 - 1945: Geleitdienst vor Südnorwegen und im Skagerak.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Kommandanten und Besatzungsmitgliedern der Boote V 1801 bis V 1815 mit Nachweisen über Sondereinsätze.
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'''Boote der Flottille:'''
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen in Norwegen: Dokumentiert die Unterstellung unter den Admiral der norwegischen Südküste ab Herbst 1944.
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Vp. 1801, Vp. 1802, Vp. 1803, Vp. 1804, Vp. 1804, Vp. 1805, Vp. 1806, Vp. 1807, Vp. 1808, Vp. 1809, Vp. 1810, Vp. 1811, Vp. 1812,
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! colspan="3" | Literaturverweise
  
Vp. 1813, Vp. 1814, Vp. 1815, Vp. 1816, Vp. 1817.
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(Aus Lexikon der Wehrmacht)
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen im Westen und Norden).
 
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| Tessin, Georg || colspan="3" | „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, Übersicht der Sicherungsverbände im Bereich Skagerrak).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Technische Daten der Fischdampfer-Umbauten der 18. Flottille).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 15:52 Uhr

Verband 18. Vorpostenflottille
Die 18. Vorpostenflottille entstand im Oktober 1940 durch die Erweiterung der 18. Vorpostengruppe, die mit den Schiffen 7 (Möwe), 26 (Julius Pickenpack) und 47 (Wilhelm Huth) formiert worden war. Der Verband entwickelte sich zu einer tragenden Säule des Sicherungsdienstes im Ärmelkanal. Nach der alliierten Invasion in der Normandie leistete die Flottille einen entscheidenden Beitrag zur Evakuierung der französischen Küste und sicherte in der Endphase des Krieges die lebenswichtigen Geleitzugwege vor Südnorwegen und im Skagerrak für die verbliebene deutsche Flotte.
Operativer Werdegang und Einsatzräume
Aufstellung: Oktober 1940 durch Umgliederung und Verstärkung der 18. Vorpostengruppe; Ausrüstung mit schwer bewaffneten Vorpostenbooten (V 1801 bis V 1815).
Kanaldienst: 1940–1944: Permanenter Sicherungs- und Vorpostendienst im Ärmelkanal; Abwehr britischer Schnellboot-Angriffe und Schutz des Küstenverkehrs.
Rückzug 1944: Nach der Invasion Beteiligung an verlustreichen Rückzugsgefechten und Verlegung nach Südnorwegen zur Sicherung der dortigen Seewege.
Norwegen: 1944–1945: Einsatz im Bereich Kristiansand und im Skagerrak; Durchführung von Geleitaufgaben und Überwachung der minengefährdeten Transitstrecken.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Biskaya-Transit: Während der Zeit im Kanal Sicherung der nördlichen Ansteuerungswege für die in Westfrankreich stationierten Frontflottillen gegen alliierte Fliegerkräfte.
Skagerrak-Schutz: 1945: Sicherung der „U-Boot-Autobahn“ im Skagerrak; Schutz der aus Deutschland nach Norwegen verlegenden Boote gegen britische U-Boot-Lauerer.
Seenotdienst: Aktive Beteiligung an Such- und Rettungsaktionen für beschädigte U-Boote in den norwegischen Küstengewässern nach verstärkten Luftangriffen.
Minenwarndienst: Durchführung von Kontrollfahrten zur Identifizierung neuer Minenfelder, um die Tauchwege für ein- und auslaufende U-Boote freizuhalten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106.357 18. Vorpostenflottille: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) inklusive der detaillierten Gefechtsberichte aus dem Kanal und Norwegen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Kommandanten und Besatzungsmitgliedern der Boote V 1801 bis V 1815 mit Nachweisen über Sondereinsätze.
BArch RM 45-III Marinedienststellen in Norwegen: Dokumentiert die Unterstellung unter den Admiral der norwegischen Südküste ab Herbst 1944.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Vorpostenflottillen im Westen und Norden).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, Übersicht der Sicherungsverbände im Bereich Skagerrak).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Technische Daten der Fischdampfer-Umbauten der 18. Flottille).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132