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4. Marine-Ersatz-Artillerieabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Gegründet im September 1939 im niedersächsischen Cuxhaven. Die Abteilung war dem Abschnitt Cuxhaven unterstellt. Mitte 1943 wurde sie von Cuxhaven nach Altenwalde bei Cuxhaven verlegt. Am 01.01.1944 wurde sie dem Kommando des 2. Admiral der Nordsee unterstellt und in 12. Marineersatzabteilung umbenannt.
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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 09:03 Uhr

Verband 4. Marine-Ersatz-Artillerieabteilung (4. M.E.A.A.)
Die 4. Marine-Ersatz-Artillerieabteilung wurde im September 1939 in Cuxhaven aufgestellt und war zunächst dem Abschnitt Cuxhaven unterstellt. Als personelles Reservoir und Ausbildungsstätte für die Marine-Artillerie im Bereich der Elbmündung sicherte sie den Nachschub für die Küsten- und Flakbatterien. Mitte 1943 erfolgte die Verlegung nach Altenwalde bei Cuxhaven. Zum 01.01.1944 wurde die Abteilung im Rahmen einer umfassenden Umorganisation der Ersatzwesen dem Kommando des 2. Admirals der Nordsee unterstellt und in 12. Marineersatzabteilung umbenannt. Neben der artilleristischen Grundschulung leistete die Abteilung einen wesentlichen Beitrag zur infanteristischen Ausbildung von Ersatzmannschaften für die Sicherungsverbände der Deutschen Bucht.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: September 1939 in Cuxhaven zur Deckung des massiv gestiegenen Personalbedarfs an der artilleristischen Küstenfront bei Kriegsausbruch.
Standorte: 1939–1943 Cuxhaven (Stadtbereich/Kasernen); ab Mitte 1943 Verlegung in das Lager Altenwalde zur Erweiterung der Ausbildungskapazitäten.
Unterstellung: Ursprünglich Seekommandant Cuxhaven (Abschnitt); ab 01.01.1944 administrative Führung durch den 2. Admiral der Nordsee in Wilhelmshaven.
Umbenennung: 01.01.1944: Auflösung der Bezeichnung 4. M.E.A.A. und Neuaufstellung als 12. Marineersatzabteilung zur Vereinheitlichung der Ersatzstrukturen.
Spezifische operative Details
Flak-Schwerpunkt: Intensive Ausbildung an leichten und mittleren Flak-Geschützen (2-cm und 3,7-cm) für den Objektschutz der Elbmündung und der dortigen Marineanlagen.
Marine-Artillerie-Schule: Enge personelle und fachliche Verflechtung mit den Lehrgängen der Küstenartillerieschule (K.A.S.) zur Sicherstellung einheitlicher Ausbildungsstandards.
Festungsdienst: Bereitstellung von Personal für die schweren Batterien der Festung Cuxhaven und die vorgelagerten Inselstellungen (z.B. Neuwerk).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Flak-Personal: Ausbildung von Artillerie-Gasten, die nach ihrer Grundschulung in Cuxhaven zur spezialisierten Flak-Ausbildung für U-Boot-Wintergärten kommandiert wurden.
Basisschutz: Sicherung des Luftraums über der Außenelbe, einem der wichtigsten Transitwege für U-Boote auf dem Marsch von Hamburg oder Kiel in die Nordsee.
Biografischer Marker: In den Stammrollen markiert der Dienst bei der 4. M.E.A.A. oft die erste militärische Prägung vor der Spezialisierung zum U-Boot-Artilleristen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Marine-Ersatzwesen: Dienstvorschriften über die Umgliederung und Unterstellung der Marineersatzabteilungen im Nordseebereich (1944).
BArch RM 121 / 642 Personalwesen: Stammrollen der 4. M.E.A.A. und der 12. M.E.A. mit Nachweisen über Personalzugänge und Versetzungen zur Front.
BArch RM 45-I / [Nr.] Seekommandant Cuxhaven: Akten zur Verteidigungsorganisation der Elbmündung und der Einbindung der Ersatzabteilungen.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Ersatzorganisation und der Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Artillerie-Ersatzabteilungen).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Bietet Kontext zur strategischen Bedeutung Cuxhavens als Marinestandort).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132