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Verbindungsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | '''Verbindungsoffiziere''' sind im militärischen Kontext Offiziere, deren Aufgabe das Halten und Pflegen von dienstlichen Kontakten, insbesondere der Austausch von Informationen mit anderen militärischen oder zivilen Stellen oder Organisationen ist. Aufbau und Halten von Verbindung ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche vernetzte Operationsführung.
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| || colspan="3" | Verbindungsoffiziere sind Angehörige der entsendenden Verbände/Einrichtungen/Nationen. Sie tauschen Informationen aus und stellen Fachexpertise der entsendenden Bereiche bereit. Meist sorgen sie für einen "kurzen Draht" zwischen den Organisationen. Besondere Bedeutung erhalten die Verbindungsoffiziere unter anderem bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit und bei der Durchführung gemeinsamer Militäroperationen. Expertise und Professionalität der Verbindungsoffiziere ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg integrierter Operationen.
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! '''Verbindungsoffizier'''
 
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| colspan="3" | Allgemein betrachtet war ein Verbindungsoffizier (V.O.) in der Marine kein Dienstgrad, sondern eine Funktionsbezeichnung. Er fungierte als „diplomatischer und fachlicher Botschafter“ seiner Dienststelle bei einer anderen Einheit, Teilstreitkraft oder sogar bei ausländischen Verbündeten. Für die U-Boot-Waffe war diese Rolle entscheidend, um die Isolation der Boote auf See durch eine perfekte Organisation an Land auszugleichen.
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| colspan="3" | Reichsmarine (01.01.1919 – 15.03.1935): Aufgrund der personellen Beschränkungen oft in Personalunion mit anderen Ämtern, um den Kontakt zum Reichswehrministerium und zivilen Schifffahrtsbehörden zu halten.
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| colspan="3" | Kriegsmarine (16.03.1935 – 23.05.1945): Spezialisierung der V.O.-Rollen. In der Hochphase des Krieges gab es kaum einen Stab ohne einen V.O., um Reibungsverluste in der Bürokratie und Taktik zu vermeiden.
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 12:20 Uhr

Datenblatt Verbindungsoffizier
Allgemein betrachtet war ein Verbindungsoffizier (V.O.) in der Marine kein Dienstgrad, sondern eine Funktionsbezeichnung. Er fungierte als „diplomatischer und fachlicher Botschafter“ seiner Dienststelle bei einer anderen Einheit, Teilstreitkraft oder sogar bei ausländischen Verbündeten. Für die U-Boot-Waffe war diese Rolle entscheidend, um die Isolation der Boote auf See durch eine perfekte Organisation an Land auszugleichen.
Historische Einordnung
Kaiserliche Marine (bis 31.12.1918): Sicherstellung der Kommunikation zwischen der Admiralität und dem Großen Hauptquartier des Kaisers sowie zu den osmanischen und österreichischen Verbündeten.
Reichsmarine (01.01.1919 – 15.03.1935): Aufgrund der personellen Beschränkungen oft in Personalunion mit anderen Ämtern, um den Kontakt zum Reichswehrministerium und zivilen Schifffahrtsbehörden zu halten.
Kriegsmarine (16.03.1935 – 23.05.1945): Spezialisierung der V.O.-Rollen. In der Hochphase des Krieges gab es kaum einen Stab ohne einen V.O., um Reibungsverluste in der Bürokratie und Taktik zu vermeiden.
Kernaufgaben
Informationsaustausch: Er übermittelte Lageberichte, Befehle und technische Anforderungen zwischen zwei Stäben (z. B. zwischen der U-Boot-Waffe und der Luftwaffe).
Interessenvertretung: Er stellte sicher, dass die Bedürfnisse seiner Teilstreitkraft (z. B. Luftunterstützung für U-Boote) bei der Planung anderer Einheiten berücksichtigt wurden.
Konfliktlösung: Bei Kompetenzstreitigkeiten zwischen verschiedenen Dienststellen (z. B. Marine vs. Heer bei der Verteidigung der U-Boot-Bunker) vermittelte der V.O. direkt vor Ort.
Technische Koordination: V.O.s der Waffenlaufbahn hielten den Kontakt zu den Werften (z. B. Marinearsenal Kiel), um Neuerungen direkt in die Produktion einfließen zu lassen.
Besondere Formen in der U-Boot-Waffe
Flak-V.O.: Koordinierte den Schutz der einlaufenden Boote mit den Flak-Batterien der Luftwaffe an der Küste.
Wetter-V.O.: Übertrug meteorologische Daten der Luftwaffe in die Einsatzplanung des B.d.U..
Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung. Berichte von V.O.s aus den verschiedenen Kriegsschauplätzen.
BArch PERS 6 Personalakten. Hier findet man Offiziere, deren Werdegang durch zahlreiche „V.O.-Kommandierungen“ gekennzeichnet ist, was auf diplomatisches Geschick und breites Fachwissen hindeutet.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 3 listet die V.O.s in den jeweiligen Stabsstellen auf).
Michael Salewski Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945. (Band 1-3).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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