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Fliegerversuchskommando Warnemünde: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 10:33 Uhr

Einrichtung Fliegerversuchskommando (FVK) Warnemünde
Das Fliegerversuchskommando Warnemünde war eine zentrale Erprobungs- und Entwicklungseinrichtung der deutschen Luftfahrt auf der Landzunge zwischen der Ostsee und dem Breitling. Es fungierte als technische Schnittstelle zwischen der Flugzeugindustrie (z. B. Heinkel, Arado, Dornier) und der militärischen Führung. Kernaufgabe war die praktische Erprobung neuer Flugzeugtypen auf ihre Seetauglichkeit, Start- und Landeeigenschaften auf dem Wasser sowie die Integration von Bordwaffen und Funktechnik. In der Zeit der getarnten Aufrüstung (bis 1935) war das FVK maßgeblich an der Entwicklung moderner See- und Bordflugzeuge beteiligt. Mit der Gründung der Luftwaffe gingen die Kompetenzen des FVK weitgehend in der Erprobungsstelle (E-Stelle) See Travemünde auf, wobei Warnemünde als wichtiger Werft- und Teststandort für die Typenentwicklung erhalten blieb.
Historischer Kontext & Organisation
Standort: Warnemünde-Hohe Düne; ideale Lage durch direkten Zugang zum offenen Meer für Seegangsversuche und zum geschützten Breitling für Startmessungen.
Heinkel-Verbindung: Enge räumliche und personelle Verzahnung mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken; Warnemünde war die Geburtsstätte fast aller frühen Heinkel-Seeflugzeuge.
Personalstruktur: Einsatz hochspezialisierter Versuchsflieger, Ingenieure und technischer Beamter zur Durchführung von Lastgrenz- und Vibrationsmessungen an Prototypen.
Tarnbezeichnung: Bis zur offiziellen Enttarnung der Luftwaffe 1935 diente das FVK als zivile Forschungseinrichtung zur Umgehung der Versailler Rüstungsbeschränkungen.
Spezifische operative Details
Katapulterprobung: Durchführung gefährlicher Startversuche von Katapultanlagen zur Vorbereitung des Einsatzes auf den schweren Einheiten der Kriegsmarine.
Korrosionsforschung: Langzeittests zur Widerstandsfähigkeit von Leichtmetall-Legierungen gegen aggressives Salzwasser und maritime Witterungseinflüsse.
Bewaffnungstests: Erprobung von Torpedo-Abwurfeinrichtungen und der Einbau-Konfiguration von Maschinengewehren in Schwimmerflugzeugen wie der He 60 oder Ar 196.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fernaufklärung: Die in Warnemünde optimierten See-Fernaufklärer (z.B. Do 18) bildeten die Basis für die spätere Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und U-Boot-Rudeln.
Rettungswesen: Erprobung von Seenot-Ausrüstung und Schlauchboot-Systemen, die für die Rettung von U-Boot-Besatzungen und abgestürzten Fliegern gleichermaßen genutzt wurden.
Biografischer Marker: In den Personalakten dokumentiert eine Verwendung beim FVK eine herausragende fliegerische und technologische Expertise im maritimen Bereich.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RL 3 Generalluftzeugmeister: Akten zur technischen Erprobung und Entwicklung von Seeflugzeugen an den Standorten Warnemünde und Travemünde.
BArch RL 39 Erprobungsstellen der Luftwaffe: Detaillierte Berichte über Typenprüfungen und Abnahmeprotokolle für Bordflugzeuge der Kriegsmarine.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Versuchsflieger und technische Offiziere mit Kommandierungen zum Fliegerversuchskommando Warnemünde.
Literaturverweise
Koos, Volker Luftfahrt zwischen Ostsee und Breitling (Das Standardwerk zur Geschichte des Standortes Warnemünde und des FVK).
Beauvais / Kössler Die deutschen Flugerprobungsstellen bis 1945 (Details zur Organisation und den Aufgaben der Versuchs-Kommandos).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Bietet Kontext zur Zusammenarbeit zwischen Werften, FVK und der Flottenführung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132