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Admiral norwegische Südküste: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die Stelle des '''Admiral norwegische Südküste''' wurde mit der Besetzung Norwegens am 09.04.1940 in Kristiansand gebildet und dem Kommandierenden Admiral Norwegen unterstellt. Er kontrollierte die norwegische Südküste von der schwedisch-norwegischen Grenze bis zum Jössingfjord. Er wurde im August 1940 wieder aufgelöst, als die Mitarbeiter nach Tromsö verlegt wurden, um dann die Dienststelle des Admiral der norwegischen Polarküste zu bilden.
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| colspan="3" | Die Dienststelle Admiral norwegische Südküste wurde mit der Besetzung Norwegens am 09.04.1940 in Kristiansand formiert und dem Kommandierenden Admiral Norwegen unterstellt. Ihr Befehlsbereich erstreckte sich von der schwedisch-norwegischen Grenze bis zum Jössingfjord. Primäre Aufgabe war die Sicherung der strategisch kritischen Skagerrak-Passage sowie die Etablierung einer funktionierenden Küstenverteidigung unmittelbar nach dem Abschluss der Kampfhandlungen. Bereits im August 1940 wurde die Dienststelle wieder aufgelöst, da ihr Stab und die Ressourcen nach Tromsö verlegt wurden, um dort den personellen Kern für den neu geschaffenen Admiral der norwegischen Polarküste zu bilden. Diese Umgliederung trug der Verschiebung des strategischen Fokus auf das Nordmeer und die Eismeer-Geleitzüge Rechnung.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Einrichtung am 09.04.1940 (Unternehmen Weserübung) in Kristiansand zur administrativen und operativen Kontrolle des südnorwegischen Küstenraums.
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| Befehlsbereich: || colspan="3" | Küstenstreifen zwischen der schwedischen Grenze und dem Jössingfjord; Überwachung der strategischen Einfahrten in den Oslofjord und das Skagerrak.
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| Transformation: || colspan="3" | August 1940: Auflösung und Verlegung des Stabes nach Tromsö; Aufgehen der Dienststelle in der neuen Organisation des Admirals der norwegischen Polarküste.
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| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Admiralstabsdienststellen im skandinavischen Raum).
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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 07:39 Uhr

Dienststelle Admiral norwegische Südküste
Die Dienststelle Admiral norwegische Südküste wurde mit der Besetzung Norwegens am 09.04.1940 in Kristiansand formiert und dem Kommandierenden Admiral Norwegen unterstellt. Ihr Befehlsbereich erstreckte sich von der schwedisch-norwegischen Grenze bis zum Jössingfjord. Primäre Aufgabe war die Sicherung der strategisch kritischen Skagerrak-Passage sowie die Etablierung einer funktionierenden Küstenverteidigung unmittelbar nach dem Abschluss der Kampfhandlungen. Bereits im August 1940 wurde die Dienststelle wieder aufgelöst, da ihr Stab und die Ressourcen nach Tromsö verlegt wurden, um dort den personellen Kern für den neu geschaffenen Admiral der norwegischen Polarküste zu bilden. Diese Umgliederung trug der Verschiebung des strategischen Fokus auf das Nordmeer und die Eismeer-Geleitzüge Rechnung.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Einrichtung am 09.04.1940 (Unternehmen Weserübung) in Kristiansand zur administrativen und operativen Kontrolle des südnorwegischen Küstenraums.
Befehlsbereich: Küstenstreifen zwischen der schwedischen Grenze und dem Jössingfjord; Überwachung der strategischen Einfahrten in den Oslofjord und das Skagerrak.
Unterstellung: Truppendienstliche und operative Führung durch den Kommandierenden Admiral Norwegen; enge Kooperation mit dem Seekommandanten Kristiansand.
Transformation: August 1940: Auflösung und Verlegung des Stabes nach Tromsö; Aufgehen der Dienststelle in der neuen Organisation des Admirals der norwegischen Polarküste.
Spezifische operative Details
Skagerrak-Sperre: Koordination der ersten systematischen Minenräum- und Sicherungseinsätze zur Absicherung der deutschen Nachschubwege zwischen Dänemark und Norwegen.
K-Verbände Vorläufer: Frühe Erkundung der südnorwegischen Küstengewässer für potentielle Stützpunkte kleinerer Einheiten und Küstenbatterien zum Schutz des Schiffsverkehrs.
Hafenorganisation: Übernahme und Instandsetzung der norwegischen Hafenanlagen in Kristiansand und Arendal zur Nutzung durch die deutsche Kriegsmarine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transitkontrolle: Sicherung der Ansteuerungsweg für U-Boote, die in der ersten Phase der Besetzung südnorwegische Häfen als Nothäfen oder Versorgungsstützpunkte anliefen.
Küstenartillerie: Etablierung der ersten schweren Batterien, die später den Schutzraum für einlaufende U-Boote gegen britische Schnellboote und Fliegerverbände bildeten.
Biografischer Marker: In den Personalakten markiert diese kurze Dienstzeit die Phase der administrativen Konsolidierung Norwegens unmittelbar nach der Invasion.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 55 / 112 Admiral norwegische Südküste: Akten zur Aufstellung, Organisation und den ersten operativen Befehlen zur Küstensicherung im Raum Kristiansand.
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung (Skl): Unterlagen zur strategischen Neugliederung der norwegischen Befehlsbereiche und zur Stabverlegung nach Tromsö 1940.
BArch RM 121 / 162 Marine-Verwaltung: Bestimmungen über die Befugnisse des Admirals und die Zusammenarbeit mit den norwegischen Hafenbehörden.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation Norwegen und der Admiralitätsstruktur).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Admiralstabsdienststellen im skandinavischen Raum).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten (Details zur artilleristischen Sicherung und der ersten Batterieaufstellungen an der norwegischen Südküste).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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