Aktionen

Donau: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center" |- | style="width:2%" | |- | || colspan="3"…“)
 
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:80%;align:center"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
|-
 
|-
| style="width:2%" |
+
| || colspan="3" |
 +
 
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Die '''DONAU''' war ein U-Bootbegleitschiff der deutschen Kriegsmarine. Ursprünglich als Stückgutschiff NICEA im Auftrag der Reederei Deutsche Levante-Linie (DLL) in Hamburg gebaut.
+
| style="width:25%" |
 +
| style="width:75%" |
 +
|-
 +
! Datenblatt
 +
! '''U-Boot-Begleitschiff Donau'''
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| colspan="3" | Das Begleitschiff Donau war ein ehemaliger Handelsdampfer, der nach umfangreichen Umbauten als schwimmender Stützpunkt für die U-Boot-Ausbildung diente. Er verfügte über Werkstätten, Unterkünfte und Versorgungseinrichtungen, die den Schulflottillen in der Ostsee einen autarken Betrieb ermöglichten.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Baudaten & Technische Metamorphose
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Bauwerft: || colspan="3" | Stettiner Oderwerke (Baunummer 797).
 +
|-
 +
| Kiellegung: || colspan="3" | 1928 (als Frachtdampfer "Nicea" für die D.G. Levante-Linie).
 +
|-
 +
| Verlängerung 1934: || colspan="3" | Umbau bei den Deutschen Werken Hamburg; das Schiff wurde durch ein neues Vorschiff auf 92,6 m verlängert.
 +
|-
 +
| Vermessung (Zivil): || colspan="3" | ca. 1.945 BRT (Bruttoregistertonnen).
 +
|-
 +
| Indienststellung: || colspan="3" | 29.04.1938 (nach Umbau zum U-Boot-Begleitschiff durch die Kriegsmarine).
 +
|-
 +
| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 97,5 m / Breite: 12,7 m / Tiefgang: 5,4 m.
 +
|-
 +
| Einsatzverdrängung: || colspan="3" | ca. 4.620 t (Tonnen).
 +
|-
 +
| Antrieb: || colspan="3" | Verbunddampfmaschine mit Abgasturbine, 2.500 PS, Geschwindigkeit: ca. 12 kn.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Bewaffnung & Ausrüstung
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Flak-Bewaffnung: || colspan="3" | 4 x 3,7-cm SK C/30 und 4 x 2-cm Flak C/30.
 +
|-
 +
| Werkstattkapazität: || colspan="3" | Ausgerüstet für mechanische und elektrische Reparaturen; Lager für Brennstoff, Frischwasser, Proviant und Torpedos für die zugeteilten Frontboote.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Einsätze & Lebenslauf (1938–1945)
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| 1938 – 1940: || colspan="3" | Dienst bei der U-Flottille "Wedding" (Kiel) als Begleitschiff für die Frontausbildung.
 +
|-
 +
| 1940 – 1944: || colspan="3" | Begleitschiff der 21. U-Flottille (Pillau). Einsatz als Wohn- und Werkstattschiff für die in der Ausbildung befindlichen Besatzungen.
 +
|-
 +
| 1944 – 1945: || colspan="3" | Einsatz bei der 20. U-Flottille und zuletzt bei der 26. U-Flottille (Warnemünde). Beteiligung an Transportaufgaben in der östlichen Ostsee während der Evakuierungsphasen.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Der Kiel des Schiffes wurde 1922 bei Brückenbau Flender, Zweigniederlassung Schiffs- und Dockbauwerft Siems bei Lübeck gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 19.12.1922 und die Indienststellung am 26.04.1923.
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 1.927 BRT (ab 1934 1.945 BRT). Es war 87,50 m lang (ab 1934 92,60 m) und 8,50 m breit.
+
! colspan="3" | Das Ende (Flensburg 1945)
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 1 × 3-fach Expansionsdampfmaschine (AG Neptun Rostock) erzeugte eine Leistung von 809 kW (1100 PS). Diese konnten das Schiff auf bis zu 10,0 kn (19 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 30 Mann (216 Mann - Kriegsmarine).
+
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Bewaffnet war die Donau mit:
+
| Schicksal: || colspan="3" | Das Schiff überstand die Kriegshandlungen unbeschadet. Am 14.06.1945 kam es jedoch im Hafen von Flensburg zu einer massiven Munitionsexplosion auf einem benachbarten Gelände, die eine Kettenreaktion auslöste.
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | 4 x 3,7-cm Flak - 4 x 2-cm-Flak
+
| Untergang: || colspan="3" | Infolge der Detonationen sank der Tender Donau auf der Reede von Flensburg. Bei diesem Unglück kamen insgesamt über 60 Menschen ums Leben. Das Wrack wurde später gehoben und verschrottet.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte:'''
+
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Nach über zehn Jahren Dienstjahren wurde die NICEA durch Ansetzen eines neuen Vorschiffs auf 92.60 m verlängert, wobei ihr Bruttorauminhalt auf 1.945 BRT stieg. Gleichzeitig wurde die Maschinenanlage des Schiffs mit einer neuen Kesselanlage und weiteren Umbauten versehen, um eine höhere Geschwindigkeit zu ermöglichen. Am 24.02.1937 wurde das Schiff an die Reederei Karl Grammerstorf in Kiel verkauft.
+
| ||  
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Bereits am 08.03.1937 wurde das Schiff an die Kriegsmarine weiterverkauft. Diese ließ es bei den Stettiner Oderwerken zum U-Boot-Begleitschiff umbauen und auf den Namen DONAU umbenennen. Nach dem Umbau verdrängte das Schiff 4620 t. Es war mit vier 3.7-cm Flak und vier 2-cm Flak bewaffnet und hatte eine Stammbesatzung von 216 Mann. Die DONAU wurde am 29.04.1938 unter dem Befehl von Kapitänleutnant Paul Schulze in Dienst gestellt und als Beischiff der [[1. U-Flottille WEDDIGEN|U-Flottille WEDDIGEN]] zugeteilt. Von Juli 1940 bis Juni 1944 war sie Begleitschiff der [[21. U-Flottille]] in Pillau. Ab Juli 1944 war sie bei der [[20. U-Flottille]], ebenfalls in Pillau, und ab Januar 1945 bei der [[26. U-Flottille]] (bis Februar 1945 in Pillau, danach in Warnemünde) eingesetzt.
+
| BArch RM 92 / 5086 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) und Unterlagen zum Einsatz der Begleitschiffe bei den U-Flottillen (Dokumentation der Flottillenzugehörigkeit und technischer Daten).
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Am 14.06.1945 lag die DONAU in Flensburg, als sie bei der Explosion des Munitionslagers in Kielseng schwer beschädigt wurde und daraufhin kenterte. Sie wurde dann in situ abgebrochen.  
+
| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der U-Boot-Ausbildungsabteilungen und Schulflottillen (Pillau und Warnemünde - Beinhaltet Informationen zum Wohnschiffbetrieb).
 +
|-
 +
| BArch RM 7 || colspan="3" | Schadensberichte und Dokumentationen über den Verbleib von Einheiten in der Flensburger Förde (Belegt das Explosionsunglück vom 14.06.1945).
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/Nicea_(Schiff)#U-Boot-Begleitschiff_Donau | → U-Bootbegleitschiff Donau]
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 +
| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945". Band 4: Hilfsschiffe I: Werkstattschiffe, Tender, Versorger (Details zum Umbau und den technischen Änderungen).
 +
|-
 +
| Hildebrand / Röhr || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe. Biographien - ein Spiegel der Marinegeschichte". Band 9 (Spezialschiffe und Hilfseinheiten).
 +
|-
 +
| Jung, Dieter || colspan="3" | "Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine 1939-1945 und ihr Verbleib" (Dokumentation des Explosionsunglücks und des Verbleibs).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 +
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 16:34 Uhr

Datenblatt U-Boot-Begleitschiff Donau
Das Begleitschiff Donau war ein ehemaliger Handelsdampfer, der nach umfangreichen Umbauten als schwimmender Stützpunkt für die U-Boot-Ausbildung diente. Er verfügte über Werkstätten, Unterkünfte und Versorgungseinrichtungen, die den Schulflottillen in der Ostsee einen autarken Betrieb ermöglichten.
Baudaten & Technische Metamorphose
Bauwerft: Stettiner Oderwerke (Baunummer 797).
Kiellegung: 1928 (als Frachtdampfer "Nicea" für die D.G. Levante-Linie).
Verlängerung 1934: Umbau bei den Deutschen Werken Hamburg; das Schiff wurde durch ein neues Vorschiff auf 92,6 m verlängert.
Vermessung (Zivil): ca. 1.945 BRT (Bruttoregistertonnen).
Indienststellung: 29.04.1938 (nach Umbau zum U-Boot-Begleitschiff durch die Kriegsmarine).
Dimensionen: Länge: 97,5 m / Breite: 12,7 m / Tiefgang: 5,4 m.
Einsatzverdrängung: ca. 4.620 t (Tonnen).
Antrieb: Verbunddampfmaschine mit Abgasturbine, 2.500 PS, Geschwindigkeit: ca. 12 kn.
Bewaffnung & Ausrüstung
Flak-Bewaffnung: 4 x 3,7-cm SK C/30 und 4 x 2-cm Flak C/30.
Werkstattkapazität: Ausgerüstet für mechanische und elektrische Reparaturen; Lager für Brennstoff, Frischwasser, Proviant und Torpedos für die zugeteilten Frontboote.
Einsätze & Lebenslauf (1938–1945)
1938 – 1940: Dienst bei der U-Flottille "Wedding" (Kiel) als Begleitschiff für die Frontausbildung.
1940 – 1944: Begleitschiff der 21. U-Flottille (Pillau). Einsatz als Wohn- und Werkstattschiff für die in der Ausbildung befindlichen Besatzungen.
1944 – 1945: Einsatz bei der 20. U-Flottille und zuletzt bei der 26. U-Flottille (Warnemünde). Beteiligung an Transportaufgaben in der östlichen Ostsee während der Evakuierungsphasen.
Das Ende (Flensburg 1945)
Schicksal: Das Schiff überstand die Kriegshandlungen unbeschadet. Am 14.06.1945 kam es jedoch im Hafen von Flensburg zu einer massiven Munitionsexplosion auf einem benachbarten Gelände, die eine Kettenreaktion auslöste.
Untergang: Infolge der Detonationen sank der Tender Donau auf der Reede von Flensburg. Bei diesem Unglück kamen insgesamt über 60 Menschen ums Leben. Das Wrack wurde später gehoben und verschrottet.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 / 5086 Kriegstagebuch (KTB) und Unterlagen zum Einsatz der Begleitschiffe bei den U-Flottillen (Dokumentation der Flottillenzugehörigkeit und technischer Daten).
BArch RM 123 Akten der U-Boot-Ausbildungsabteilungen und Schulflottillen (Pillau und Warnemünde - Beinhaltet Informationen zum Wohnschiffbetrieb).
BArch RM 7 Schadensberichte und Dokumentationen über den Verbleib von Einheiten in der Flensburger Förde (Belegt das Explosionsunglück vom 14.06.1945).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945". Band 4: Hilfsschiffe I: Werkstattschiffe, Tender, Versorger (Details zum Umbau und den technischen Änderungen).
Hildebrand / Röhr "Die deutschen Kriegsschiffe. Biographien - ein Spiegel der Marinegeschichte". Band 9 (Spezialschiffe und Hilfseinheiten).
Jung, Dieter "Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine 1939-1945 und ihr Verbleib" (Dokumentation des Explosionsunglücks und des Verbleibs).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132