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Kampfgeschwader 255: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 1. März 2026, 11:10 Uhr

Verband Kampfgeschwader 255 (KG 255)
Das Kampfgeschwader 255 wurde am 15.03.1937 im Rahmen der massiven Luftwaffenaufrüstung in Süddeutschland aufgestellt. Der Stab und die I. Gruppe wurden in Landsberg am Lech formiert, während die II. Gruppe in Leipheim und die III. Gruppe in Memmingen stationiert waren. Als personelle und materielle Basis dienten Teile des Kampfgeschwaders 153. Ausgerüstet war der Verband primär mit der Junkers Ju 52 und später mit der Dornier Do 17. Am 01.05.1939 erfolgte im Zuge der Neunummerierung der Luftwaffenverbände die Umbenennung in das berühmte Kampfgeschwader 51 ("Edelweiß"). Dabei wurde die II. Gruppe abgegeben und bildete den Kern des Kampfgeschwaders 77. Das KG 255 markiert somit die Kernzelle eines der einsatzstärksten Kampfverbände des späteren Zweiten Weltkriegs.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: 15.03.1937 unter Verwendung von Abgaben des KG 153; Schwerpunktbildung im Luftkreis V (München).
Standorte: Landsberg (Stab/I.), Leipheim (II.) und Memmingen (III.); strategische Verteilung auf moderne Fliegerhorste in Schwaben und Oberbayern.
Umgliederung: 01.05.1939: Umbenennung in KG 51. Die II./KG 255 wurde zur II./KG 77 umformiert und schied aus dem Geschwaderverband aus.
Bewaffnung: Initial Junkers Ju 52 als Behelfsbomber, ab 1938 Umrüstung auf die Dornier Do 17 E/F ("Fliegender Bleistift") zur Steigerung der Offensivkraft.
Spezifische operative Details
Ausbildung: Intensives Training im Horizontalbombenwurf und im Formationsflug über den Übungsplätzen des süddeutschen Raumes zur Vorbereitung der Frontreife.
Traditionsbildung: Die im KG 255 begründeten Strukturen führten zur Annahme des "Edelweiß"-Wappens nach der Umbenennung, was die regionale Verbundenheit mit dem bayerischen Standort betonte.
Führungswechsel: Die Dienstzeit beim KG 255 prägte zahlreiche spätere Geschwaderkommodore, die im KG 51 zu den erfolgreichsten taktischen Führern der Luftwaffe aufstiegen.
Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
Taktik-Entwicklung: Die im KG 255 erprobten Verfahren für den Einsatz gegen Land- und Seeziele flossen in die spätere Ausbildung für Anti-Schiffs-Einsätze ein.
Personal-Schnittstelle: Ehemalige Beobachter und Piloten des KG 255/51 wurden im Kriegsverlauf teilweise zu See-Einsatzverbänden kommandiert, um deren navigatorische Expertise zu nutzen.
Biografischer Marker: In den Personalakten dokumentiert der Dienst beim KG 255 die Zugehörigkeit zur Aufbaugeneration der modernen Kampffliegerwaffe.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Kampfgeschwader: Aufstellungsbefehle, Stellenbesetzungslisten und Dislozierungsübersichten des KG 255 (1937–1939).
BArch RL 2-II Generalstab der Luftwaffe: Unterlagen zur Umgliederung und Neunummerierung der Kampfverbände am 01.05.1939.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Offiziere und technisches Personal mit Dienstzeit beim Kampfgeschwader 255.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945 (Gliederungen und Kurzchroniken der Kampfgeschwader).
Völker, Karl-Heinz Die deutsche Luftwaffe 1933–1939 (Details zum Aufbau der Kampfgeschwader in den süddeutschen Luftkreisen).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Luftwaffe nebst Stellenbesetzung (Referenz zur Umbenennung KG 255 in KG 51).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132