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Kampfgeschwader 30: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Geschwaderstab entstand am 15.11.1939 in Greifswald. Die I. Gruppe bildete sich am 22.09.1939 in Jever, als die dort stationierte I. Gruppe des Kampfgeschwaders 25 umbenannt wurde. Drei Tage später wechselte die I. Gruppe auf ihren vorgesehenen Heimathorst nach Greifswald. Eine II. Gruppe entstand am 1. Dezember 1939 in Barth. Dort wurde auch einen Monat später die III. Gruppe aufgestellt. Im Herbst 1940 entstand die IV. (Ergänzungs-)Gruppe in Ludwigslust. Die Zerstörerstaffel entstand im Februar 1940 auf dem Fliegerhorst Perleberg, während die Erprobungsstaffel im Oktober 1940 auf dem Fliegerhorst Amsterdam-Schiphol gebildet wurde. Das Geschwader war mit der Junkers Ju 88 und zuletzt mit der Messerschmitt Bf 109 ausgestattet. Die Geschwaderkennung war 4D.  
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| colspan="2" | Das Kampfgeschwader 30 (Kennung 4D) wurde ab November 1939 formiert. Es spezialisierte sich mit der Junkers Ju 88 auf die Schiffsbekämpfung und operierte vom Nordkap bis zum Mittelmeer. Das Geschwader nahm an allen wesentlichen Kampagnen teil, darunter "Weserübung", der Westfeldzug und die Abwehr der Invasion in der Normandie. Ab 1942 lag der Fokus vollständig auf dem Seekrieg. Im November 1944 erfolgte die Umrüstung auf die Messerschmitt Bf 109 und die Umbenennung in KG(J) 30. Die Auflösung des Verbandes erfolgte am 18.04.1945.
 
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| colspan="3" | Das Kampfgeschwader 30 war ein Verband der Luftwaffe der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Als Kampfgeschwader, ausgestattet mit Bombern vom Typ Junkers Ju 88, führte es Luftangriffe mit Bomben auf zugewiesene Ziele durch. Das Geschwader beteiligte sich am Unternehmen Weserübung, dem Westfeldzug, dem Deutsch-Sowjetischen Krieg, am Luftkrieg im Mittelmeerraum, der Alliierten Invasion in Italien, dem Unternehmen Steinbock und der Abwehr der alliierten Landung in der Normandie. Es spezialisierte sich ab 1942 vollends auf die Schiffsbekämpfung auf hoher See und versenkte Schiffe vom Nordkap bis zum Mittelmeer. Nachdem es im November 1944 auf Jagdflugzeuge vom Typ Messerschmitt Bf 109 umrüstete, änderte sich das Einsatzspektrum des Geschwaders zu dem eines Jagdgeschwaders. Demzufolge erhielt es die neue Bezeichnung Kampfgeschwader (J) 30 (J für Jagd). Noch vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht wurde es am 18.04.1945 aufgelöst.  
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| Aufstellung: || colspan="3" | Stab 15.11.1939 in Greifswald; I. Gruppe 22.09.1939 in Jever (ex KG 25).
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| Gruppen: || colspan="3" | II. u. III. Gruppe (Barth); IV. Ergz.-Gruppe (Ludwigslust); Erprobungsstaffel (Schiphol).
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| Aufgabe: || colspan="3" | Luftangriffe; spezialisierte Schiffsbekämpfung; ab Ende 1944 Jagdeinsatz.
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| Ende 1945: || colspan="3" | 18.04.1945; Auflösung des Geschwaders vor der Kapitulation.
 
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| Ausstattung: || colspan="3" | Junkers Ju 88 (Bomber/Stuka); zuletzt Messerschmitt Bf 109 (Jäger).
 
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| colspan="3" | Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgeschwader_30 | → Kampfgeschwader 30]
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| Sonderstaffel: || colspan="3" | Zerstörerstaffel (Feb. 1940, Perleberg) für schwere Jägeraufgaben.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Nordmeer; Ärmelkanal; Biskaya; Mittelmeer; Ostfront.
 
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| Aufklärung: || colspan="3" | Zuweisung von Seezielen an U-Boot-Gruppen durch Aufklärungsergebnisse des KG 30.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Luftangriffe auf feindliche Sicherungsstreitkräfte zur Entlastung operierender U-Boote.
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| Dierich, Wolfgang || colspan="3" | „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“.
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Aktuelle Version vom 12. März 2026, 16:36 Uhr

Verband Kampfgeschwader 30 (Adler-Geschwader)
Das Kampfgeschwader 30 (Kennung 4D) wurde ab November 1939 formiert. Es spezialisierte sich mit der Junkers Ju 88 auf die Schiffsbekämpfung und operierte vom Nordkap bis zum Mittelmeer. Das Geschwader nahm an allen wesentlichen Kampagnen teil, darunter "Weserübung", der Westfeldzug und die Abwehr der Invasion in der Normandie. Ab 1942 lag der Fokus vollständig auf dem Seekrieg. Im November 1944 erfolgte die Umrüstung auf die Messerschmitt Bf 109 und die Umbenennung in KG(J) 30. Die Auflösung des Verbandes erfolgte am 18.04.1945.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Stab 15.11.1939 in Greifswald; I. Gruppe 22.09.1939 in Jever (ex KG 25).
Gruppen: II. u. III. Gruppe (Barth); IV. Ergz.-Gruppe (Ludwigslust); Erprobungsstaffel (Schiphol).
Aufgabe: Luftangriffe; spezialisierte Schiffsbekämpfung; ab Ende 1944 Jagdeinsatz.
Ende 1945: 18.04.1945; Auflösung des Geschwaders vor der Kapitulation.
Spezifische Merkmale
Ausstattung: Junkers Ju 88 (Bomber/Stuka); zuletzt Messerschmitt Bf 109 (Jäger).
Sonderstaffel: Zerstörerstaffel (Feb. 1940, Perleberg) für schwere Jägeraufgaben.
Einsatzgebiete: Nordmeer; Ärmelkanal; Biskaya; Mittelmeer; Ostfront.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kooperation: Enge Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Nordmeer-Geleitzüge (z. B. PQ 17).
Aufklärung: Zuweisung von Seezielen an U-Boot-Gruppen durch Aufklärungsergebnisse des KG 30.
Geleitschutz: Luftangriffe auf feindliche Sicherungsstreitkräfte zur Entlastung operierender U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 10 Verbände und Einheiten der Luftwaffe: Kriegstagebücher des KG 30.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Beobachtern und Piloten mit Marinezusammenarbeit.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über das taktische Zusammenwirken mit dem KG 30.
Literaturverweise
Balke, Ulf „Der Luftkrieg in Europa: Die Einsätze des Kampfgeschwaders 30“.
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“.
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14).
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