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Infanterielehrgang für Fähnriche: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Infanterielehrgang für Fähnriche war ein obligatorischer Teil der Offiziersausbildung der Kriegsmarine. Er diente dazu, angehenden Seeoffizieren die Grundlagen des Erdkampfes, der Personalführung im Felde und der Disziplin beizubringen.
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| colspan="3" | Der Infanterielehrgang für Fähnriche vermittelte über die Grundausbildung hinausgehende Kenntnisse in der Gruppen- und Zugführung im Erdkampf sowie im Einsatz schwerer Infanteriewaffen zur Verteidigung von Stützpunkten.
 
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| colspan="3" | Dieser Lehrgang ist der Grund, warum U-Boot-Besatzungen bei Kriegsende oder bei Schiffsverlusten (z. B. in Narvik) sofort als geschlossene Infanterieeinheiten eingesetzt werden konnten. Fast jeder spätere U-Boot-Kommandant absolvierte diesen Lehrgang in seiner Fähnrichszeit. Er bildete die Basis für die Verteidigung der U-Boot-Stützpunkte in Frankreich gegen Partisanen und Kommandounternehmen.
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| colspan="3" | Stützpunktverteidigung: Für spätere U-Boot-Kommandanten war dieses Wissen für den Fall von feindlichen Landungsunternehmen oder Kommandoraids gegen die U-Boot-Stützpunkte (z. B. in Norwegen oder Frankreich) essenziell.
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| colspan="3" | Führungserfahrung: Der Lehrgang diente der Festigung der Menschenführung unter den physischen Belastungen des Erdkampfes, was als wertvolle Vorbereitung für die Disziplin an Bord angesehen wurde.
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert dieser Lehrgang die soldatische Vielseitigkeit eines Offiziers, bevor die finale Spezialisierung auf die Seeschifffahrt erfolgte.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die infanteristische Ausbildung für Offiziersanwärter der Kriegsmarine
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| BArch RM 121 / 142 || colspan="3" | Lehrgangspläne und Prüfungsrichtlinien für die Marine-Infanterie-Schulung (1939–1945)
 
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Berichte des OKM über die Intensivierung der Erdkampfausbildung für das schwimmende Personal
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| Bundesarchiv Bestand RM 20 || colspan="3" | Schulen und Bildungseinrichtungen der Kriegsmarine. Enthält die Lehrgangspläne und Curricula für die Offiziersausbildung, einschließlich der Infanterie-Ausbildungsabschnitte.
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Lehrabteilungen)
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| Harnack, Wolfgang: || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten (Details zur Rolle der Marine-Infanterie beim Schutz von Hafenanlagen und Stützpunkten)
 
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 16:08 Uhr

Datenblatt Infanterielehrgang für Fähnriche
Der Infanterielehrgang für Fähnriche vermittelte über die Grundausbildung hinausgehende Kenntnisse in der Gruppen- und Zugführung im Erdkampf sowie im Einsatz schwerer Infanteriewaffen zur Verteidigung von Stützpunkten.
Entstehung und Funktion
Der Lehrgang entstand aus der Tradition, dass jeder Seeoffizier auch zur Führung von Landungseinheiten oder zur Verteidigung von Stützpunkten befähigt sein musste. In der Kriegsmarine war er fest in den Lehrplan integriert.
Zeitpunkt: Er fand meist unmittelbar nach der Grundausbildung in den Marine-Stammabteilungen statt, oft bevor die Fähnriche auf die Schulschiffe oder an die Marineschule Mürwik (M.S.M.) kommandiert wurden.
Inhalt: Ausbildung an Handfeuerwaffen (Gewehr 98k, Pistole 08/38, MG 34), Geländeausbildung, Exerzieren, Kartenkunde und Kleinkriegstaktik.
Ziel: Die Fähnriche sollten die Härte des infanteristischen Dienstes kennenlernen („Soldatische Erziehung“) und Führungsaufgaben auf Gruppenebene übernehmen.
Ort: Ein zentraler Ort für diesen Lehrgang war das Marine-Regiment (später Marine-Lehr-Regiment) in Beverloo (Belgien) oder spezialisierte Marine-Ersatzabteilungen im Reichsgebiet (z. B. in Stralsund oder Glückstadt).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktverteidigung: Für spätere U-Boot-Kommandanten war dieses Wissen für den Fall von feindlichen Landungsunternehmen oder Kommandoraids gegen die U-Boot-Stützpunkte (z. B. in Norwegen oder Frankreich) essenziell.
Führungserfahrung: Der Lehrgang diente der Festigung der Menschenführung unter den physischen Belastungen des Erdkampfes, was als wertvolle Vorbereitung für die Disziplin an Bord angesehen wurde.
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert dieser Lehrgang die soldatische Vielseitigkeit eines Offiziers, bevor die finale Spezialisierung auf die Seeschifffahrt erfolgte.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die infanteristische Ausbildung für Offiziersanwärter der Kriegsmarine
BArch RM 121 / 142 Lehrgangspläne und Prüfungsrichtlinien für die Marine-Infanterie-Schulung (1939–1945)
BArch RM 3 / 1024 Berichte des OKM über die Intensivierung der Erdkampfausbildung für das schwimmende Personal
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur infanteristischen Ausbildung und den Marine-Schützen-Regimentern)
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur systematischen Übersicht der Marine-Lehrabteilungen)
Harnack, Wolfgang: Die Verteidigung der Küsten (Details zur Rolle der Marine-Infanterie beim Schutz von Hafenanlagen und Stützpunkten)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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