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Ergänzungslehrgang für E-Meßoffiziere: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Ein Ergänzungslehrgang für E-Meßoffiziere war eine spezialisierte technische Zusatzausbildung für Offiziere, die bereits über eine grundlegende artilleristische Vorbildung verfügten. Er diente dazu, die theoretischen Kenntnisse an neuesten optischen Geräten und Feuerleitverfahren zu vertiefen oder auf neue Waffensysteme (wie modernere Flak- oder Deckskanonen) umzuschulen.
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| colspan="3" | Ein Ergänzungslehrgang für E-Meßoffiziere war eine spezialisierte technische Zusatzausbildung für Offiziere, die bereits über eine grundlegende artilleristische Vorbildung verfügten. Er diente dazu, die theoretischen Kenntnisse an neuesten optischen Geräten und Feuerleitverfahren zu vertiefen oder auf neue Waffensysteme umzuschulen. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung im Bereich der Optik und der beginnenden Funkmesstechnik war dieser Lehrgang entscheidend für die Aufrechterhaltung der Treffgenauigkeit.
 
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| colspan="3" | Vertiefung der Optik: Schulung an verbesserten Raumbild-Entfernungsmessern (Stereo-Verfahren), die eine höhere Präzision bei schlechter Sicht oder großer Distanz ermöglichten.
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| Vertiefung: || colspan="3" | Intensive Schulung an verbesserten Raumbild-Entfernungsmessern (Stereo-Verfahren) zur Präzisionssteigerung bei schlechter Sicht oder extremen Distanzen.
 
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| colspan="3" | Einbindung neuer Technologie: In der späteren Kriegsphase (ab 1943/44) beinhaltete der Lehrgang oft die Kombination von optischer Messung mit den ersten Funkmeßdaten (Radar), um die Zielansprache zu beschleunigen.
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| Technologie: || colspan="3" | Ab 1943/44 Kombination von optischer Messung mit ersten Funkmeßdaten (Radar) zur Beschleunigung der Zielansprache und Korrektur der Feuerleitdaten.
 
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| colspan="3" | Taktische Spezialisierung: Anpassung der Messverfahren an neue gegnerische Taktiken, wie z. B. extreme Ausweichmanöver von Flugzeugen oder Schnellbooten.
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| Taktik: || colspan="3" | Anpassung der Messverfahren an neue gegnerische Abwehrtaktiken, insbesondere gegen extreme Ausweichmanöver von Flugzeugen oder Schnellbooten.
 
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| colspan="3" | Instandsetzung unter Gefechtsbedingungen: Erweiterte Kenntnisse in der Justierung der Basisgeräte, wenn diese durch Nahtreffer oder Erschütterungen dejustiert wurden.
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| Justierung: || colspan="3" | Erweiterte Kenntnisse in der Instandsetzung und Nachjustierung der Basisgeräte unter Gefechtsbedingungen nach Nahtreffern oder starken Erschütterungen.
 
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| colspan="3" | Standorte: Primär an der Marineartillerieschule (M.A.S.) in Saßnitz oder an der Flakartillerieschule (F.A.S.) in Wustrow.
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| Standorte: || colspan="3" | Durchführung primär an der Marineartillerieschule (M.A.S.) in Saßnitz oder an der Flakartillerieschule (F.A.S.) in Wustrow.
 
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| colspan="3" | Flak-Offiziere: Besonders für Offiziere auf U-Flak-Booten oder Booten mit dem verstärkten „Wintergarten“ war dieser Lehrgang essenziell, um die neue 3,7-cm-Flak M42 oder die 2-cm-Vierlingsflak effektiv gegen schnell fliegende alliierte Flugzeuge einzusetzen.
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| Flak-Einsatz: || colspan="3" | Essenziell für Offiziere auf U-Flak-Booten oder Einheiten mit verstärktem „Wintergarten“ zur effektiven Bedienung der 3,7-cm-Flak M42 oder der 2-cm-Vierlingsflak.
 
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| colspan="3" | Kommandanten-Qualifikation: Viele II. Wachoffiziere (II. W.O.) absolvierten diesen Ergänzungslehrgang, um ihre Eignung als Artillerie-Spezialisten für spätere Frontkommandos zu schärfen.
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| Qualifikation: || colspan="3" | Viele II. Wachoffiziere absolvierten diesen Lehrgang zur Schärfung ihres Profils als Artillerie-Spezialisten für spätere Frontkommandos.
 
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| colspan="3" | Auffrischung: Er diente auch dazu, Offiziere, die längere Zeit im Stabsdienst oder in Landdienststellen (wie dem Qu A U) verbracht hatten, vor ihrer Rückkehr auf ein Frontboot technisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
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| Auffrischung: || colspan="3" | Technische Reaktivierung von Offizierien, die nach längerer Zeit im Stabsdienst (z. B. Qu A U) vor der Rückkehr auf ein Frontboot auf den neuesten Stand gebracht wurden.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen findet sich oft der Eintrag: „Komm. zum Ergänzungslehrgang f. E-Meßoffiziere (A)“.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: In den Werdegängen findet sich oft der spezifische Eintrag: „Komm. zum Ergänzungslehrgang f. E-Meßoffiziere (A)“.
 
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen. Belegt die Lehrgangsdauer (meist 2 bis 4 Wochen) und die behandelten Gerätetypen.
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| BArch RM 20 || colspan="3" | Schulen der Kriegsmarine: Belegt die kompakte Lehrgangsdauer von meist zwei bis vier Wochen sowie die behandelten neuesten Gerätetypen.
 
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie. Dokumentiert die Notwendigkeit dieser Lehrgänge aufgrund technischer Neuerungen.
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie: Dokumentiert die Notwendigkeit dieser Ergänzungskurse aufgrund technischer Neuerungen und geänderter Feindtaktiken.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Kapitel: Marineartillerie-Ausbildung).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marineartillerie-Ausbildung und technische Spezialisierung).
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 170 || colspan="3" | Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine.
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| M.Dv. 170 || colspan="3" | "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Grundlagen der optischen und kombinierten Entfernungsmessung).
| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung
 
 
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| M.Dv. 32 || colspan="3" | "Bestimmungen über die Fachprüfungen für Seeoffiziere" (Regelungen zur waffentechnischen Zusatzausbildung).
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 13:50 Uhr

Ausbildung Ergänzungslehrgang für E-Meßoffiziere
Ein Ergänzungslehrgang für E-Meßoffiziere war eine spezialisierte technische Zusatzausbildung für Offiziere, die bereits über eine grundlegende artilleristische Vorbildung verfügten. Er diente dazu, die theoretischen Kenntnisse an neuesten optischen Geräten und Feuerleitverfahren zu vertiefen oder auf neue Waffensysteme umzuschulen. Angesichts der rasanten technischen Entwicklung im Bereich der Optik und der beginnenden Funkmesstechnik war dieser Lehrgang entscheidend für die Aufrechterhaltung der Treffgenauigkeit.
Inhalte und Schwerpunkte
Vertiefung: Intensive Schulung an verbesserten Raumbild-Entfernungsmessern (Stereo-Verfahren) zur Präzisionssteigerung bei schlechter Sicht oder extremen Distanzen.
Technologie: Ab 1943/44 Kombination von optischer Messung mit ersten Funkmeßdaten (Radar) zur Beschleunigung der Zielansprache und Korrektur der Feuerleitdaten.
Taktik: Anpassung der Messverfahren an neue gegnerische Abwehrtaktiken, insbesondere gegen extreme Ausweichmanöver von Flugzeugen oder Schnellbooten.
Justierung: Erweiterte Kenntnisse in der Instandsetzung und Nachjustierung der Basisgeräte unter Gefechtsbedingungen nach Nahtreffern oder starken Erschütterungen.
Standorte: Durchführung primär an der Marineartillerieschule (M.A.S.) in Saßnitz oder an der Flakartillerieschule (F.A.S.) in Wustrow.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Flak-Einsatz: Essenziell für Offiziere auf U-Flak-Booten oder Einheiten mit verstärktem „Wintergarten“ zur effektiven Bedienung der 3,7-cm-Flak M42 oder der 2-cm-Vierlingsflak.
Qualifikation: Viele II. Wachoffiziere absolvierten diesen Lehrgang zur Schärfung ihres Profils als Artillerie-Spezialisten für spätere Frontkommandos.
Auffrischung: Technische Reaktivierung von Offizierien, die nach längerer Zeit im Stabsdienst (z. B. Qu A U) vor der Rückkehr auf ein Frontboot auf den neuesten Stand gebracht wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: In den Werdegängen findet sich oft der spezifische Eintrag: „Komm. zum Ergänzungslehrgang f. E-Meßoffiziere (A)“.
BArch RM 20 Schulen der Kriegsmarine: Belegt die kompakte Lehrgangsdauer von meist zwei bis vier Wochen sowie die behandelten neuesten Gerätetypen.
BArch RM 11 Inspektion der Marineartillerie: Dokumentiert die Notwendigkeit dieser Ergänzungskurse aufgrund technischer Neuerungen und geänderter Feindtaktiken.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt Marineartillerie-Ausbildung und technische Spezialisierung).
M.Dv. 170 "Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine" (Grundlagen der optischen und kombinierten Entfernungsmessung).
M.Dv. 32 "Bestimmungen über die Fachprüfungen für Seeoffiziere" (Regelungen zur waffentechnischen Zusatzausbildung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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