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Marinerüstung K I/II: Unterschied zwischen den Versionen

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! '''Marinerüstung K I/II''
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! '''Marinerüstung K I / K II (Hauptamt Kriegsschiffbau)'''
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| colspan="3" | In der Organisationsstruktur des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) waren die Abteilungen K I und K II die zentralen Instanzen für die Marinerüstung. Sie bildeten die Schnittstelle zwischen der militärischen Anforderung (was brauchen die U-Boote ?) und der industriellen Produktion (wer baut es ?).
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| colspan="3" | In der Organisationsstruktur des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) waren die Abteilungen K I und K II die zentralen Instanzen für die Marinerüstung. Sie bildeten die entscheidende Schnittstelle zwischen der militärischen Anforderung der U-Boot-Waffe und der industriellen Produktion. Während das Amt K die Konstruktion verantwortete, steuerten K I und K II die wirtschaftliche Umsetzung, die Rohstoffkontingente und die industrielle Serienfertigung der Boote auf den Großwerften.
 
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! colspan="3" | Marinerüstung K I & K II
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! colspan="3" | Aufgabenbereiche K I und K II
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| colspan="3" | Einordnung: Beide Abteilungen gehörten zum Hauptamt Kriegsschiffbau (K). Während sich das Amt um die Konstruktion kümmerte, waren K I und K II für die wirtschaftliche und industrielle Umsetzung verantwortlich.  
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| Abteilung K I: || colspan="3" | Rüstungswirtschaft und Rohstoffe; Koordination des Bedarfs an Stahl, Kupfer und Kautschuk. Entscheidung über die Priorisierung von Bauprojekten bei Materialengpässen.
 
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| Abteilung K II: || colspan="3" | Fertigung und Montage; Überwachung der Bauprogramme und Überführung des U-Boot-Baus in die industrielle Serie (Sektionsbauverfahren).
 
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| colspan="3" | Abteilung K I (Rüstungswirtschaft und Rohstoffe)
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| Sektionsbau: || colspan="3" | K II koordinierte die dezentrale Fertigung der Typ XXI-Segmente im Binnenland und deren finale Montage in den Sektionswerften an der Küste.
 
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| Rüstungsschub: || colspan="3" | Ab 1943 engste Zusammenarbeit mit dem Reichsministerium für Rüstung (Speer), um den U-Boot-Bau zur „Dringlichkeitsstufe I“ zu erheben.
| colspan="3" | Aufgaben: Koordination des gesamten Rohstoffbedarfs für den Schiffbau (Stahl, Kupfer, Kautschuk). In Zeiten des Mangels (ab 1942) entschied K I, welches Projekt (z. B. Schlachtschiff-Reparatur vs. U-Boot-Neubau) Vorrang erhielt.
 
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| colspan="3" | Wirtschaftsführung: Verhandlungen mit den großen Werften (wie Germaniawerft oder Deschimag) über Kapazitäten und Lieferfristen.
 
 
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| colspan="3" | Abteilung K II (Fertigung und Montage)
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| colspan="3" | Aufgaben: Überwachung der eigentlichen Bauprogramme. K II war die Instanz, die den U-Boot-Bau in die Serie überführte.
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| Industriesteuerung: || colspan="3" | Verhandlungen mit Werften wie Germaniawerft oder Deschimag über Kapazitäten und Lieferfristen zur Kompensation der Frontverluste.
 
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| colspan="3" | Sektionsbau: Bei der Einführung des Typ XXI spielte K II eine Schlüsselrolle, da hier die dezentrale Fertigung in verschiedenen Fabriken im Binnenland und die Endmontage an der Küste koordiniert wurden.
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| Personal: || colspan="3" | Einsatz hochqualifizierter Marinebaubeamter und Ingenieuroffiziere (Ing.), die oft als Leitende Ingenieure (LI) über fundierte Fronterfahrung verfügten.
 
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| Innovation: || colspan="3" | K II steuerte die technologische Umstellung auf Elektroboote und die Einführung neuer Fertigungsstandards zur Beschleunigung der Indienststellungen.
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| colspan="3" | Rüstungsschub 1943: Unter dem Druck der steigenden Verluste im Atlantik arbeiteten K I und K II eng mit dem Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion (Albert Speer) zusammen, um den U-Boot-Bau zur „Dringlichkeitsstufe I“ zu erheben.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| colspan="3" | Personal: In diesen Abteilungen dienten hochqualifizierte Marinebaubeamte und Offiziere der Ingenieurlaufbahn (Ing.), die oft zuvor als Leitende Ingenieure (LI) auf Frontbooten gedient hatten.
 
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 210 || colspan="3" | Hauptamt Kriegsschiffbau: Kernbestand für die internen Akten von K I und K II inklusive der Werftbelegungspläne und Materiallisten.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Enthält die strategischen Rüstungsprogramme und Denkschriften zur materiellen Lage der U-Boot-Waffe.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung. Enthält die Rüstungsprogramme und Denkschriften zur Materiallage.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Dokumentiert Werdegänge von technischen Offizieren, die als Referenten oder Abteilungsleiter in der Marinerüstung tätig waren.
| BArch RM 210 || colspan="3" | Hauptamt Kriegsschiffbau. Kernbestand für die internen Akten von K I und K II. Hier finden sich die Werftbelegungspläne.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Dokumentiert Werdegänge von technischen Offizieren, die als Referenten in der Marinerüstung tätig waren.
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. In Band 1 wird die exakte Struktur des OKM mit den Abteilungen K I (Wirtschaft) und K II (Fertigung) sowie deren personelle Besetzung aufgeschlüsselt. Dies ist das wichtigste Nachschlagewerk für Dienststellungen.  
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die Struktur des OKM und die Abteilungen K I und K II).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur Rolle des Amtes K bei der Entwicklung des Sektionsbaus für den Typ XXI).
 
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| Salewski, Michael || colspan="3" | Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945. Salewski analysiert die strategischen Entscheidungen. Hier erfährst du, wie die Rüstungsvorgaben von K I/II die operative Planung der U-Boot-Waffe beeinflussten.
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| Salewski, Michael || colspan="3" | "Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945" (Analyse der Verzahnung zwischen Rüstungsvorgaben und operativer Planung).
| Rössler, Eberhard || colspan="3" | Geschichte des deutschen U-Bootbaus. Das absolute Standardwerk. Rössler beschreibt detailliert die Rolle des Amtes K bei der Entwicklung des Sektionsbaus für den Typ XXI. Er erläutert, wie K II die industrielle Montage in den Sektionswerften steuerte.
 
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 14:33 Uhr

Dienststelle Marinerüstung K I / K II (Hauptamt Kriegsschiffbau)
In der Organisationsstruktur des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) waren die Abteilungen K I und K II die zentralen Instanzen für die Marinerüstung. Sie bildeten die entscheidende Schnittstelle zwischen der militärischen Anforderung der U-Boot-Waffe und der industriellen Produktion. Während das Amt K die Konstruktion verantwortete, steuerten K I und K II die wirtschaftliche Umsetzung, die Rohstoffkontingente und die industrielle Serienfertigung der Boote auf den Großwerften.
Aufgabenbereiche K I und K II
Abteilung K I: Rüstungswirtschaft und Rohstoffe; Koordination des Bedarfs an Stahl, Kupfer und Kautschuk. Entscheidung über die Priorisierung von Bauprojekten bei Materialengpässen.
Abteilung K II: Fertigung und Montage; Überwachung der Bauprogramme und Überführung des U-Boot-Baus in die industrielle Serie (Sektionsbauverfahren).
Sektionsbau: K II koordinierte die dezentrale Fertigung der Typ XXI-Segmente im Binnenland und deren finale Montage in den Sektionswerften an der Küste.
Rüstungsschub: Ab 1943 engste Zusammenarbeit mit dem Reichsministerium für Rüstung (Speer), um den U-Boot-Bau zur „Dringlichkeitsstufe I“ zu erheben.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Industriesteuerung: Verhandlungen mit Werften wie Germaniawerft oder Deschimag über Kapazitäten und Lieferfristen zur Kompensation der Frontverluste.
Personal: Einsatz hochqualifizierter Marinebaubeamter und Ingenieuroffiziere (Ing.), die oft als Leitende Ingenieure (LI) über fundierte Fronterfahrung verfügten.
Innovation: K II steuerte die technologische Umstellung auf Elektroboote und die Einführung neuer Fertigungsstandards zur Beschleunigung der Indienststellungen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 210 Hauptamt Kriegsschiffbau: Kernbestand für die internen Akten von K I und K II inklusive der Werftbelegungspläne und Materiallisten.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Enthält die strategischen Rüstungsprogramme und Denkschriften zur materiellen Lage der U-Boot-Waffe.
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentiert Werdegänge von technischen Offizieren, die als Referenten oder Abteilungsleiter in der Marinerüstung tätig waren.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die Struktur des OKM und die Abteilungen K I und K II).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur Rolle des Amtes K bei der Entwicklung des Sektionsbaus für den Typ XXI).
Salewski, Michael "Die deutsche Seekriegsleitung 1935–1945" (Analyse der Verzahnung zwischen Rüstungsvorgaben und operativer Planung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132